Rekordwerte in den Cuxland-Wasserwerken
KREIS CUXHAVEN. Die Wasserwerke geraten an ihre Kapazitätsgrenzen. (wip)
So etwas haben die Geschäftsführer Alfred Warnke (Wasserbeschaffungsverband Wingst) und Torsten Heitsch (Wasser- und Unterhaltungsverband Land Hadeln) noch nicht erlebt. Ihre Wasserwerke Wingst und Dulonsberg, Wanna und Cuxhaven-Altenwalde laufen jeden Tag fast 24 Stunden auf Hochtouren. Sie kämpfen mit Spitzenwerten.
Aufgrund weiter gestiegener Temperaturen haben sich die Abgabemengen der Wasserwerke allerdings nochmals erhöht. Dadurch könne es zu ersten Druckbeschwerden oder Wassermangelmeldungen kommen, warnen die Verbände.
Für eine Entspannung könne einzig der sorgsame Umgang mit Trinkwasser sorgen. Noch gebe es zwar genug Trinkwasser für alle, versichern die Ingenieure. Aber die anhaltende Hitzewelle veranlasst sie jetzt dazu, gemeinsam an den gesunden Menschenverstand ihrer Kunden zu appellieren, um keine offizielle Nutzungseinschränkung aussprechen zu müssen.
„Verwenden Sie Trinkwasser sorgsam und gezielt. Bewässern sie ruhig hochwertige Blumen, Pflanzen, Beete und Rabatten – für den Rasen ist dies aber nicht erforderlich, da er sich nach dem nächsten Regen schnell erholen wird. Führen Sie diese Bewässerungen nach Möglichkeit nicht in der Zeit von 18 bis 20.30 Uhr durch, da wir dann die höchsten Abgabemengen verzeichnen und es bei druckabhängigen Gerätschaften ansonsten zu Problemen kommen kann. Verlagern Sie den erforderlichen Wassergebrauch in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden.“
Die Wasserwerks-Verantworlichen bitten außerdem darum, die Beregnung von Sportplätzen und Rasenflächen unverzüglich einzustellen. Durchgehend seit Wochen werde so viel Grundwasser gefördert, wie es die Brunnen und die Aufbereitung der Wasserwerke erlauben. Dazu sind sie gegenwärtig rund um die Uhr im Einsatz.
Mittlerweile haben sie Spitzenwerte erreicht und vermelden historische Rekorde. „Am Dienstag haben wir in der Wingst 15 860 Kubikmeter Trinkwasser abgegeben – mehr geht jetzt wirklich nicht“, so Warnke. Und auch in Wanna und Altenwalde beim Land Hadler Wasserverband gab es eine Rekordabgabe von 10 500 Kubikmeter. „Bisherige Höchstmengen waren noch nicht mal 9000 Kubikmeter“, teilt Heitsch mit.