Neues Exponat

Rettungsboot "Swantje" als Blickfang

04.04.2017

CUXHAVEN. Es kommt nicht alle Tage vor, dass das Museum "Windstärke 10" die Ankunft eines neuen Ausstellungsstücks mit einem Museumsfest feiert. (ras)

Es ist aber auch ein ganz besonderes Exponat, das in Zukunft vor der Eingangstür des Museums zu sehen sein wird: das Seenotrettungsboot „Swantje“.

Die 6,92 m lange „Swantje“ ähnelt dem Tochterboot des in Cuxhaven stationierten Rettungskreuzers, war aber eine selbstständig agierende Rettungseinheit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). 1971 wurde sie zusammen mit elf Schwesterbooten in Dienst gestellt. Ihr Einsatzort war Laboe in der Kieler Bucht. 1972 sicherte sie zusammen mit anderen Schiffen der DGzRS die Olympischen Segelwettbewerbe. Nach 23 Jahren auf der Station in Laboe wurde die „Swantje“ am 29. Mai 1994 ausgemustert und an den im Aufbau befindlichen Seenotrettungsdienst in Litauen abgegeben.

2014 kehrte sie dank der Initiative zweier Privatleute, die das Boot jetzt als Exponat zur Verfügung gestellt haben, nach Deutschland zurück. „Swantje“ und ihre Schwesterboote zeichneten sich durch geringen Tiefgang, äußerste Robustheit und einfache Bedienung aus. Im geschlossenen Aufbau konnte eine Person liegend auf einer Trage transportiert werden, und der massive Schlepphaken ermöglichte das Abschleppen von Fischerei- oder Wassersportfahrzeugen.

Vor allem aber waren die Boote selbstaufrichtend konstruiert und konnten sich nach einer Kenterung in Sekunden und ohne Hilfe wieder in die normale Schwimmlage bringen.

Für das Museum „Windstärke 10“, das in seiner Ausstellung spannende Geschichten von Schiffbruch, Untergang und Rettung erzählt, ist „Swantje“ natürlich eine tolle Ergänzung des Exponatbestands. In Zukunft kann das Museum so im Rahmen von Führungen noch viel anschaulicher von den oft dramatischen Rettungen aus Seenot berichten.

Und da „Swantje“ vor dem Eingang des Museums ihren Platz finden wird, ist sie gleichzeitig attraktiver Blickfang und eine gute Werbung sowohl für „Windstärke 10“ als auch für ihre Muttergesellschaft, die DGzRS. Es versteht sich daher von selbst, dass die DGzRS beim Museumsfest am 9. April ebenfalls mit von der Partie sein wird. Von 12 bis 17 Uhr gibt es im Museum zahlreiche Informationen und Aktionen zu Seefahrt und Seenotrettung. Vorführungen zum historischen Rettungswesen, Kurzvorträge zu „Swantje“ und zu Schiffsuntergängen und viele Spiel- und Bastelangebote für Kinder komplettieren das Programm.

Kleine wie große Besucher können Schiffe aus Holz oder Papier basteln, dem Buddelschiffbauer bei der Arbeit zusehen, Netze stricken und Knoten knüpfen. Ein für den Tag eingerichtetes Café bietet leckere Stärkungen an. Die Teilnahme an allen Aktivitäten ist im Museumseintritt enthalten.

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