Schiffe versenken für Fortgeschrittene
Modell symbolisiert Partnerschaft mit Cap San Diego
tas. ? Mit Gefühl dreht Dominik Baer das kleine Ruderrad um eine halbe Umdrehung nach links. Im nächsten Moment ändert der 100 Meter lange Tanker seinen Kurs ein paar Grad nach Backbord. Dann drückt der Junge den Geschwindigkeitshebel nach vorn. Sicher steuert der 10-Jährige das Schiff mit gefährlicher Ladung die Elbe hinauf durch den Altenbrucher Bogen und erreicht bald die Schleuse von Brunsbüttel. Die Umstehenden applaudieren.
"Das war toll?, schwärmt der Junge aus Berlin, als er den Schiffsführungssimulator verlässt. Wie viele andere nutzte er gestern zusammen mit seiner Mutter den Tag der offenen Tür, um die Seefahrtschule kennenzulernen. Das größte Erlebnis war natürlich die "Fahrt? im modernen Schiffsführungssimulator.
Ab Mittag herrschte Ausnahmezustand auf den Fluren der Schule am Seedeich. Bevor die Studenten am 19. Juni ihre Patente erhalten, wollten sie interessierten Besuchern einen Einblick in das in ihren Projektgruppen Erlernte geben. Dabei ging es unter anderem um hoch brisante Fragen, zum Beispiel die, wie angehende Seeleute mit der zunehmenden Gefährdung der Handelsschifffahrt durch Piratenüberfälle umgehen.
Mit der Präsentation ihrer Arbeitsergebnisse wollten die jungen Seeleute natürlich auch andere Jugendliche für eine maritime Laufbahn interessieren. Maschine, Sicherheit, Brandbekämpfung, Schiffbau, Windparks ? über viele Einzelthemen wurde informiert.
Wie abwechslungsreich der Unterricht sein kann, machten Dr. Jürgen Pause und Cäsar Althof deutlich. Sie waren mit ihren Studenten erst im Mai auf dem weltgrößten fahrenden Museumsschiff, der "Cap San Diego? unterwegs gewesen. Fünf Reisen, unter anderem zum Kirchentag nach Bremen, hatten sie auf dem Hamburger Schiff als Teil der Besatzung an Deck und in der Maschine erlebt.
Eine fünfjährige Partnerschaft zwischen Seefahrtschule und der "Cap San Diego? ermöglicht den Schülern die praktischen seemännischen Erfahrungen. Die Vorteile für beide Seiten hoben Schulleiter Rudolf Rothe und Kapitän Jens Weber, der Geschäftsführer der Cap-San-Diego-Betriebsgesellschaft, gestern hervor.
Aus Anlass des kleinen Jubiläums enthüllten beide ein wunderschönes Modell des Museumsschiffs, das der Förderverein der Seefahrtschule angekauft und die Schüler Daniel Zöpfgen und Björn Bunse repariert hatten. Jürgen Stein hat die passende Vitrine angefertigt. Unter den Gästen war auch eine Delegation des russischen Schulschiffes "Sedov?, das bis Sonntag in Cuxhaven liegt.
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