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Schlüsselrolle in der Entsorgungskette

01.07.2006 Zuletzt aktualisiert: 01.08.2021 17:52 Uhr

Plambeck Containerdienst hat ein Logistikzentrum für Bohrschlämme eingerichtet

<b>tas. -­ Für die Cuxhavener Firma Peter Plambeck Containerdienste war das gestern ein wichtiger Tag. Im Beisein zahlreicher Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung konnte der Firmenchef auf seinem Gelände an der Humphry-Davy-Straße im Grodener Gewerbegebiet ein neues Logistikzentrum für die Lagerung und Bearbeitung von Bohrschlämmen in Betrieb nehmen. </b> Partner ist bei dem Großprojekt das Mittelplate-Konsortium, bestehend aus der EWE DEA als Betriebsführer und der Wintershall AG. Material, das beim Bohren nach Ölquellen auftritt - so genanntes Cutting - wird künftig in dem Zwischenlager aufgenommen und bis zur Aufbereitung gesammelt. Das geschah auch schon bisher durch die Firma Peter Plambeck mit dem auf der Bohrinsel Mittelplate anfallenden Bohrschlamm. Nachdem dort vor wenigen Monaten mit der T 150 eine neue, leistungsfähigere Bohranlage installiert wurde, fallen davon aber auch größere Mengen an, die in einem weitgehend geschlossenen System abtransportiert, gelagert und entsorgt werden. Dem Cutting-Logistik-Zentrum kommt in der Entsorgungskette eine Schlüsselrolle zu. Zunächst wird das Material nur umweltneutral gesammelt. Die baulichen Voraussetzungen für die spätere umweltfreundliche Entsorgung ­ voraussichtlich mit einer mobilen Anlage ­ sind im letzten halben Jahr geschaffen worden. Es entstand eine 70 mal 22 Meter große Halle mit einem Lagerbereich, der mit riesigen Betonwannen versehen ist, die die ölverunreinigten Bohrschlämme aufnehmen sollen. Die Kosten dafür betragen rund eine Million Euro. Als die Anlage gestern feierlich in Betrieb genommen wurde, waren die Wannen allerdings noch leer. Doch das soll sich schon in bald ändern. Transportiert wird das Material in geschlossenen Spezialcontainern, die zunächst per Schiff von der Bohrinsel nach Cuxhaven in den neuen Fischereihafen und von dort per Spezial-Lkw in das neue Lager im Grodener Gewerbegebiet transportiert werden. Jeder dieser Container fasst bis zu 30 Tonnen. Für den Fall, dass der Bohrschlamm nicht auf Anhieb aus dem Behälter in die Lagerstätte rutschen sollte, wird auf einer Mittelrampe über dem Lager ein Bagger mit Teleskop-Arm bereitgehalten, der dann nachhelfen kann. Das Fassungsvermögen reicht für 5000 Tonnen Cutting-Material. Die anschließende thermische Aufbereitung erfolgt durch eine transportable Anlage, die immer erst dann eingesetzt wird, wenn sich genügend Material angesammelt hat.

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