Jürgen Graf (l.) und Ralf von Borstel stehen an der Spitzen des Schützenvereins Centrum Hechthausen. Sie schätzen das Leben und die Gemeinschaft in ihrem Ort, auch wenn sie einiges noch verbessern würden. Foto: Witthohn
Jürgen Graf (l.) und Ralf von Borstel stehen an der Spitzen des Schützenvereins Centrum Hechthausen. Sie schätzen das Leben und die Gemeinschaft in ihrem Ort, auch wenn sie einiges noch verbessern würden. Foto: Witthohn
Neu-Hechthausener im Blick

Centrum Hechthausen: Was der Schützenverein für Zugezogene tun will

24.06.2022

HECHTHAUSEN. Der Schützenverein Centrum Hechthausen will etwas dafür tun, dass Zugezogene künftig besser integriert werden.

Der Schützenverein Centrum ist wesentlicher Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in der Gemeinde. Wir haben mit den beiden Vorsitzenden über ihre Sicht auf Hechthausen gesprochen.

Jürgen Graf wurde am 14. Februar 1959 in Hamburg geboren, kam aber bereits im zarten Alter von sechs Monaten mit seiner Familie nach Cuxhaven. Sein Vater war als Soldat in Nordholz stationiert. Schon seit vielen Jahren lebt er mit seiner Familie in einem Haus in Hechthausen.

Er kann auf eine lange Zeit in der Vorstandsarbeit im Schützenverein Centrum zurückblicken. Seit 2009 steht er bereits an der Spitze des Klubs.

Sein Stellvertreter ist Ralf von Borstel, der am 15. November 1964 in Hechthausen geboren wurde. Er ist der aktuelle 2. Vorsitzende vom SV Centrum und war ebenfalls vorher in anderen Positionen bereits im Vorstand tätig.

Herr Graf, Herr von Borstel, wie wohl fühlen Sie sich in Hechthausen?

Graf: "Wirklich sehr wohl. Das Vereinsleben funktioniert hervorragend, mein Sohn wohnt hier, meine Tochter nicht weit entfernt in Wischhafen. Wir haben einen großen Bekanntenkreis und ich bin als Zugezogener sofort in die Hechthausener Gemeinschaft integriert worden."

von Borstel: "Ich fühle mich in Hechthausen sehr wohl, engagiere mich im Schützenverein und der Feuerwehr. Die Familie ist hier und bleibt hier und wir haben einen großen Freundes- und Bekanntenkreis."

Ist das Angebot in Hechthausen attraktiv genug, um hier im Ort wohnen zu bleiben, vor allem auch für jüngere Menschen?

Graf und von Borstel: "Vor dem Hintergrund der Preisentwicklung ist der Wohnraum in Hechthausen sehr attraktiv. Die Verkehrsanbindung nach Hamburg wird ja noch besser und in der Hansestadt und deren Umgebung gibt es ja auch viele Arbeitsplätze. Das ist allein schon daran zu sehen, wie früh die Busse von Hemmoor nach Finkenwerder zu Airbus fahren. Wir in Hechthausen gehören eben zum Hamburger Speckgürtel. Schön wäre es allerdings, wenn die Bundesstraße dreispurig ausgebaut werden würde. "

Was glauben Sie: Wie wird Hechthausen in zehn Jahren aussehen?

Graf und von Borstel: "Da sind wir uns einig: Der Speckgürtel on Hamburg wird regelmäßig wachsen und das ist natürlich auch eine große Chance für Hechthausen. Durch die A20 werden wir sowieso näher an Hamburg ran rücken, die Verkehrsanbindung wird rasch besser werden. Hechthausen wird weiter wachsen, sich entwickeln. Das zeigen auch die aktuellen Baugebiete."

Wie zufrieden sind Sie mit dem Miteinander und dem Engagement ihrer Mitbürger hier in Hechthausen?

Graf: "Sehr zufrieden, weil sich viele Menschen auch in den Vereinen engagieren."

von Borstel: "Zugezogene könnten sich allerdings noch etwas besser integrieren. Da sollten wir uns auch die Frage, stellen, wie wir diese Mitbürgerinnen und Mitbürger in die Gemeinschaft holen können. Und ob wir als Vereine dort genügend Anstrengungen unternehmen. Würde ich dem Bereich Vereins-Marketing zuordnen."

Was gefällt Ihnen am besten in Hechthausen Was am schlechtesten in Hechthausen?

Graf und von Borstel: "Durch die eigenen Familien und das ganze Umfeld der Ort selbst. Das Gesamtpaket, auch mit Flora und Fauna, stimmt. Leider verzeichnen wir, wie schon gesagt, ein leichtes Entfremden der Bevölkerung. Wir müssen die Zugezogenen besser integrieren."

Mehr zum Thema

Alle Beiträge der Ortskern-Kampagne mit dem Cuxhavener Stadtteil Groden und dem Ort Hechthausen finden Sie hier. Dort können Sie auch an einer Umfrage zu den beiden Orten teilnehmen.

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