Schulleiter Martin Reese. Foto: Witthohn
Jugend in Groden mehr bieten

Warum Schulleiter Martin Reese Groden richtig liebgewonnen hat

von Herwig V. Witthohn | 21.07.2022

CUXHAVEN-GRODEN. Dieser Mann ist am Puls der Zeit. Als Grodener Schulleiter weiß Martin Reese, worauf es der Jugend aktuell wirklich ankommt.

Ein sonniger Tag in Groden. Martin Reese, Leiter der Grodener Schule, wirkt entspannt. Trotz Coronavirus-Pandemie und der kritischen Lage in der Ukraine. Er kennt sich aus im Königgreich, weiß, was gut läuft und wo nachgesteuert werden sollte.

Martin Reese wurde am 1. Juli 1968 in Itzehoe geboren, war nach dem Abitur zwei Jahre bei der Bundeswehr tätig, besuchte anschließend eine englisch-sprachige Bibelschule und ging dann für ein halbes Jahr im Auftrag einer Missionsgesellschaft nach Kenia und Zaire.

Dort entdeckte er seine tiefe Liebe zum afrikanischen Kontinent und den Menschen, die dort leben. In Kiel studierte er die Fächer Deutsch, Religion und Sport für das Lehramt. Nach dem erfolgreichen Studienabschluss arbeitete er zunächst in Eckernförde, doch der Liebe wegen kam er 1999 nach Niedersachsen.

Den Schritt nie bereut

1994 haben er und seine Frau Christine geheiratet, die Tochter wurde 1996 geboren, der Sohn 1999.

"Ich kam an die Grundschule nach Lüdingworth, wurde dort 2005 Schulleiter. 2011 kam dann noch zunächst kommissarisch die Schulleitung in Groden dazu, doch beide Schulen unter einen Hut zu kriegen, war schwer. So übernahm ich die Grodener Schule dann 2013 als Schulleiter."

Den Schritt hat Martin Reese nie bereut. "Ich arbeite im schönsten Schulgebäude Cuxhavens, habe ein großartiges Kollegium. Der mittlerweile integrierte Hort bereichert unsere Schule und wir werden Räumlichkeiten nutzen für eine Schulpädagogin, die sich um die Bereiche Inklusion und Digitalisierung kümmern wird. Ich liebe meine Arbeit und komme daher jeden Tag gerne in die Schule."

Herr Reese, wie wohl fühlten und fühlen Sie sich in Groden?

"Ich habe Groden richtig liebgewonnen, auch wenn ich in Lüdingworth wohne. Man weiß ja eigentlich nicht, was auf einen zukommt, wenn man neu ist. Ich habe in Groden gut gewachsene Strukturen vorgefunden, die Zusammenarbeit mit Kirche, den Geesmanns, dem Sportverein ist hervorragend und der Kindergarten gleich nebenan ist von Vorteil. Unser Förderverein und die Eltern engagieren sich sehr, mit Hilfe des Lions Clubs Cuxhaven verfügen wir mittlerweile auch über einen eigenen Schulgarten."

Ist das Angebot in Groden attraktiv genug, um hier wohnen zu bleiben, vor allem für jüngere Menschen?

"Die enge Anbindung an den Kern von Cuxhaven ist gut, der Bürgerpark sehr schön geworden. Auch die Radanbindung über den Hafen schätze ich und der CAP-Markt wird super angenommen. Für Jugendliche würde ich mir mehr Abwechslung wünschen. Zum Beispiel einen Skater-Park."

Was glauben Sie: Wie wird Groden in zehn Jahren aussehen?

"Groden wird noch enger mit der Stadt Cuxhaven zusammenwachsen. Es wird neue Baugebiete geben und auch das Industriegebiet wird wesentlich wachsen. Groden wird davon profitieren!"

Wie zufrieden sind Sie mit dem Miteinander und dem Engagement ihrer Mitbürger hier?

"Ich kann mich nicht beklagen, die Schule erfährt große Unterstützung. Wo Bürger sich beteiligen können, beteiligen sich viele auch. Groden macht mit, das sieht man auch beim Sommerfest oder dem großen Straßenfest."

Was gefällt Ihnen am besten, was am schlechtesten im Ortsteil Groden?

"Die Schule ist top, ein Haus, das täglich mit Leben gefüllt ist. Ich liebe den immer noch etwas dörflichen und persönlichen Charakter von Groden und doch auch die Anbindung und Nähe zur Stadt."

Mehr zum Thema

Alle Beiträge der Ortskern-Kampagne mit dem Cuxhavener Stadtteil Groden und dem Ort Hechthausen finden Sie hier. Dort können Sie auch an einer Umfrage zu den beiden Orten teilnehmen.

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Herwig V. Witthohn

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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