In Nebenfluss verirrt:

Seehund kann nicht in der Aue bleiben

25.02.2016

NEUHAUS. Der Seehund, der sich die Aue verirrte, kann aus eigener Kraft nicht zurück in die Oste zurückschwimmen. Jetzt soll er eingefangen werden.

Seit mehreren Tagen schwimmt in dem Flüsschen Aue bei Neuhaus der junge Seehund. Wie berichtet, hatte sich das Tier dorthin verirrt. Zuvor war der Seehund im Neuhäuser Hafenbecken geschwommen. Anschließend hatte es ihn unfreiwillig bei Niedrigwasser vom Ostehafen über zwei Siele in die Aue verschlagen.

Ein Zurück aus eigener Kraft auf natürlichem Weg gibt es für den Meeressäuger jedoch nicht. Die einzige Möglichkeit: Das Tier muss eingefangen und zurück in die Oste oder Elbe transportiert werden. Lösungsmöglichkeiten sondierten am gestrigen Donnerstag Ulrich Gerdes, Geschäftsführer des für Oste und Aue zuständigen Unterhaltungsverbandes, und Hans-Georg Schumacher von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Cuxhaven.

„Wir können das Schöpfwerk bei den derzeitigen hohen Wasserständen nicht abstellen und die Aue anstauen, damit der Seehund auf natürliche Weise zurück in die Oste gelangen kann“, sagt Gerdes. Fest steht: Die Aue ist für einen Seehund auf Dauer als Lebensraum nicht geeignet. Zwar wird er angesichts des guten Fischbestandes in den nächsten Wochen nicht verhungern. Aber bleiben kann er hier auch nicht.

Gemeinsam mit der Jägerschaft Land Hadeln-Cuxhaven und der Naturschutzbehörde des Landkreises soll nun die Fangaktion vorbereitet werden, bei der der Seehund betäubt werden müsste, um ihn unversehrt in vertraute Gewässer zu bringen. „Als Verband stellen wir gern unser Boot für die Aktion zur Verfügung“, so Gerdes.

Von Ulrich Rohde

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