Seniorenhaus in Lamstedt für die Zukunft gut gerüstet
LAMSTEDT. Der Erweiterungsneubau des Seniorenhauses Lamstedt in der Ortsdurchfahrt schreitet voran: Die Grundmauern und der Dachstuhl der linken Haushälfte stehen bereits. Pflegekräfte und Bewohner warten gespannt und freuen sich auf den Umzug. Denn die Menschen, die bereits im Seniorenhaus wohnen, dürfen sich als erstes ein Zimmer im neuen modernen Pflegeheim aussuchen.
Die ersten 22 Zimmer werden im Sommer bezugsfertig sein. Während der Bauarbeiten geht der laufende Pflegebetrieb im bisherigen Gebäude, dem heutigen Haupthaus weiter.
Auch wenn das Innenleben des ersten Bauabschnittes im neuen Seniorenhaus noch fehlt, der Umzug der zurzeit 15 Bewohner ist anvisiert: Bis Juni. Danach wird der Abrissbagger auch das alte Haupthaus dem Erdboden gleichmachen.
Im Sommer 2020 soll dort der Neubau der rechten Haushälfte stehen. Damit schafft das Seniorenhaus Lamstedt 30 neue Arbeitsplätze im Börde-Ort. Von derzeit 15 Pflegeplätzen und 16 Mitarbeitern plus dem Leitungsteam, das selbst auch mitarbeitet, soll das Seniorenhaus insgesamt auf 56 Pflegeplatzbereiche in drei Wohneinheiten mit einer Großküche und einer Wäscherei wachsen.
"Alles wird den neuesten Standards angepasst", so Meyer. Moderne Architektur sowie eine seniorengerechte Ausstattung stünden im Mittelpunkt der baulichen Planung. "Den Personalstab wollen wir auf 50 Mitarbeiter aufstocken. Die Fachkraftquote wird dann bei 70 Prozent liegen", erläutert Mitbetreiber Marcel Meyer. Mit der Erweiterung der vollstationären Pflege im Seniorenhaus Lamstedt reagieren Diplom-Pflegefachwirtin Claudia von Essen und der Dienstleistungsmanager zum einen auf den Pflegenotstand, der allgemein ein großes Thema ist, wie sie sagen.
Zum anderen: "Wir stellen uns den erhöhten gesetzlichen baulichen Anforderungen an Pflegeheime, ebenso den Anforderungen an die Selbstbestimmung der Bewohner und an die Altenpflege an sich", beschreibt Claudia von Essen. "Die Zahl der Senioren, die pflegerisch versorgt werden müssen, wird in den kommenden Jahren steigen. Es dominiert aber immer noch das negative Bild, wenn über Altenpflege in der Öffentlichkeit gesprochen wird", meint von Essen.
Die Pflegefachwirtin sagt, dass sie immer bestrebt sei, auch die schöne Seite dieses Berufes in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. "Denn man bekommt auch ganz viel von den pflegebedürftigen Menschen zurück", fügt sie an. So sei auch die Ausbildung in der Altenpflege besser als ihr Ruf. "Von der Altenpflegeschule Cadenberge ist unser Seniorenhaus für seine Leistung in der Ausbildung ausgezeichnet worden", so von Essen.
Die Abbrecher- und Wechselquote in ihrem Hause sei äußerst niedrig. Seit Inbetriebnahme des Seniorenhauses im Jahr 2011 lege sie Wert auf ein festes Team. Das wohldurchdachte Dienstplan-Management trage dazu bei.