Stell dir vor, es brennt und keiner darf das Feuerwehrauto fahren

22.11.2007

Feuerwehren haben ein Führerscheinproblem

<b>han. ? Dreieinhalb Tonnen schwer darf ein Auto maximal sein, das man mit dem normalen Klasse-B-Führerschein fahren darf. Das reicht in den meisten Alltagsfällen aus ? nur nicht bei der Freiwilligen Feuerwehr, deren Fahrzeuge fast alle schwerer sind. </b> In der Berufsfeuerwehr ist das kein Problem, denn hauptberufliche Brandbekämpfer machen in ihrer Ausbildung den Lkw-Führerschein (Klasse CE). Freiwillige Feuerwehrleute haben jedoch meistens nur ihren eigenen Führerschein ? und das ist meistens die Klasse B, der ganz normale Autoführerschein. Wer bis zum 31. Dezember 1998 Autofahren gelernt hatte, darf zwar auch heute noch mit dem alten Klasse-3-Führerschein Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen fahren. Auf den Feuerwehrnachwuchs trifft das aber nicht zu. "Die Gemeinden müssen sich überlegen, wenn sie nur große Fahrzeuge haben, wie sie das Problem lösen?, fordert Regierungsbrandmeister Hans Graulich, im Landesfeuerwehrverband zuständig für die Landkreise Cuxhaven, Verden, Osterholz und Diepholz. Die Wehren haben die Situation im Blick: "Das Problem gibt's bei uns auch?, bestätigt Thomas Gillert, Leiter der Cuxhavener Berufsfeuerwehr. Denn in Cuxhaven sind alle Löschfahrzeuge schwerer als 3,5 Tonnen. "Jemand, der heute Führerschein macht, darf kein Tragkraftspritzenfahrzeug mehr fahren?, erläutert Stadtbrandmeister Sven Behncke, zuständig für die 430 freiwilligen Feuerwehrleute. Dabei ist dieses "TSF? nur das kleinste der Löschfahrzeuge. Die Stadt zahlt darum einen Zuschuss, damit auch die freiwilligen Feuerwehrleute die Löschfahrzeuge fahren dürfen. Dafür verpflichten sich die Feuerwehrleute, auf mehrere Jahre dabei zu bleiben. In diesem Jahr waren es neun, die eine neue Fahrerlaubnis machen durften, aber in Zukunft werden es wohl mehr sein. "Mittelfristig wird das auch ein Problem?, so Behncke, weil in absehbarer Zeit fast jeder neue Feuerwehrmann geschult werden muss ? außer denen, die den CE-Führerschein schon mitbringen. Der Stadtbrandmeister ist allerdings optimistisch: "Die Stadt ist da gut am Ball.?

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