Sturmtief "Benjamin" überspült Fähranleger in Cuxhaven
KREIS CUXHAVEN. Die erste Sturmflut des Jahres 2019 hat die Cuxhavener Küste erreicht. Tief "Benjamin" sorgte besonders an den norddeutschen Deichen für ungemütliches Wetter und Sturmböen mit bis zu 80 Kilometern pro Stunde.
In Cuxhaven waren am Nachmittag Pegelstände mit eineinhalb bis zwei Metern über dem mittleren Hochwasser erreicht, sodass die Grimmershörnbucht überflutet und der Fährhafen und die Alte Liebe an den Anlegern überspült wurden. Fahrzeuge wurden im Vorwege rechtzeitig aus den Gefahrengebieten entfernt, sodass zahlreiche Rettungskräfte nicht eingreifen mussten.
Ähnlich sah es in Otterndorf aus. Um 12 Uhr konnte man noch auf dem Weg entlang der Elbe im Otterndorfer Strandgebiet einen Spaziergang absolvieren, zwei Stunden später war von irgendwelchen Wegen nichts mehr zu sehen: Die Sturmflut hatte ganze Arbeit geleistet. So musste unter anderem die Zufahrt zu den "Elbterrassen" gesperrt werden, da der Parkplatz komplett überflutet war. Vor Ort war dort übrigens auch die Otterndorfer Feuerwehr, die man wegen eines ungewöhnlichen Einsatz alarmiert hatte. Der Grund: Zwei Rehe waren offensichtlich von der Flut überrascht worden und hatten sich auf eine kleine Anhöhe rund 200 Meter von den Elbterrassen entfernt zunächst gerettet. Doch das Wasser stieg weiter. Die Feuerwehr hatte zwar vorsorglich auch den Trailer mit dem Rettungsboot dabei, doch eingreifen konnte sie in diesem Fall nicht. Letzten Endes gelang es den Rehen aus eigener Kraft, schwimmend und entkräftet das "rettende Ufer" zu erreichen.
Mehr zur ersten Sturmflut im Kreis Cuxhaven lesen Sie in der Print- sowie Onlineausgabe am Mittwoch, 9. Januar. (es/mak)
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