"Tag der Meere" in Cuxhaven

20.05.2010

CUXHAVEN. Der Schutz von Europas Meeren und Küsten stand im Mittelpunkt der gestrigen deutschen Zentralveranstaltung zum Tag der Meere in Cuxhaven. Während im Saal der Hapag-Hallen Vorträge zu Fragen der Meeresnutzung und des Meeresumweltschutzes auf der Tagesordnung standen, demonstrierten Mitarbeiter des Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten und Naturschutz (NLWKN) auf dem Ölauffangsschiff "Leyhörn" praktischen Umweltschutz.

Von der hochkarätig besetzten öffentlichen Veranstaltung hatten offensichtlich kaum mehr als die geladenen Gäste etwas mitbekommen. Jedenfalls war die Zahl der Besucher, trotz besten Wetters, mehr als überschaubar.

Dabei hatten Kapitän Helmut Gruben und seine Kollegen den weiten Weg aus Norddeich gemacht, um den Besuchern die Funktionsweise des dort stationierten Mehrzweckschiffes zu erklären, das vor allem für die Schadstoffbekämpfung im Wattenmeer ausgerüstet ist. Sein Kollege Lothar Strunk vom NLWKN in Stade demonstrierte derweil eines der beiden in Arensch stationierten schwimmfähigen Hägglund-Fahrzeuge, die aufgrund ihres Raupenantriebes ideal für Einsätze im Wattenmeer sind. Natürlich sind die Tankkapazitäten sowohl des Schiffes als auch des Raupenfahrzeuge sehr begrenzt.

Im Gespräch mit den Cuxhavener Nachrichten ließ Umweltminister Hans-Heinrich Sander keinen Zweifel daran, dass die Präventions- und Bekämpfungseinrichtungen für Schadstoffunfälle ständig weiter verbessert werden. Ölkatastrophen wie derzeit vor der mexikanischen Küste seien in der flachen Nordsee kaum denkbar. Hier würden alle Bohrinseln auf dem Grund stehen. Von den

insgesamt rund 500 in der Nordsee, befinde sich nur eine in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone. Eine weitere Bohrinsel im Wattenmeer, wie die "Mittelplate" der RWE DEA, sieht Sander derzeit nicht als genehmigungsfähig an. Grundsätzlich sei eine Erschließung von Erölvorkommen nur durch eine Bohrung von Land aus akzeptabel. Anträge lägen aber nicht vor.

Die Bekämpfung von Schadstoffunfällen auf See hat das Land nach 2008 zu einer Schwerpunktaufgabe gemacht. Mit Unterstützung der Küstenländer würden dafür jährlich rund acht Millionen Euro aufgebracht. Zusammen mit dem Bund sei darüberhinaus das Havariekommando auf den Weg gebracht worden, eine Einrichtung, die im Ernstfall für die Koordination der beteiligten Behörden und Organisationen sorgt. "Damit sind wir in Niedersachsen für die Bekämpfung eines möglichen Öl-Unfalls gut aufgestellt", sagte Sander abschließend.

Von Thomas Sassen

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