Verbraucherschutz:

Telekom warnt vor falschen Rechnungen

15.10.2013

KREIS CUXHAVEN. In zahlreiche Internet-Postfächern landeten in den vergangenen Wochen vermeintliche Mails der Telekom. Was auf den ersten Blick wie die normale Online-Monatsabrechnung des Unternehmens erscheint, ist allerdings ein Abzock-Versuch. Online-Kriminelle möchten damit den Kunden einen Trojaner übertragen. Laut der Verbraucherschützer gilt hier die Devise: Die Nachricht unbedingt ungeöffnet löschen.

Bei den Empfängern dieser Spam-Mails handelt es sich nicht einmal um zwangsläufig um Telekom-Kunden. Sie wurden und werden wahllos in ganz Deutschland verschickt. Öffnet man die Mail unbedacht und folgt den Links in der Mail, kann es schnell passieren und ein Schadprogramm greift auf den Computer zu. Dieses ist im Falle der Telekom in einer zip-Datei versteckt. Mögliche Folge: Der PC wird gesperrt. Die Abzocker könnten eine Art Lösegeld für das Entsperren fordern.

Im aktuellen Fall der vermeintlichen Telekom-Rechnungen ist besonders die Ähnlichkeit zwischen Spam- und Original-Mail der Haken. Der Unterschied zur echten Mail fällt nur bei genauem Hinsehen auf: Im Betreff der vermeintlichen Rechnungs-Mail fehlt die individuelle Buchungskontonummer. Zudem befindet sich ein Punkt vor dem „@“ der Absender-Adresse „rechnungonline.@telekom.de“.

Für Uta Wiebalck, Beraterin der Verbraucherzentrale in Stade, sind E-Mails dieser Art keine Neuheit. „Ähnliche Vorgehensweisen sind uns längst nicht nur von vermeintlichen Telekom-Rechnungen bekannt“, so Wiebalck. Vergleichbare Fälle gäbe es auch immer wieder bei gefälschten Bestellungen oder Gewinnspielen. „Die Trojaner richten im Hintergrund und ohne das Wissen des Nutzers Schäden auf dem Computer an“, berichtet sie weiter.

Ihr dringender Rat: Die Mails sollten direkt und vollständig vom Computer gelöscht werden. Der Zahlung, zu der in der falschen Rechnung aufgefordert wird, soll ebenfalls nicht nachgegangen werden. „Seriöse Teilnehmer wie die Telekom schicken ihre Rechnungen auch nicht in Form einer zip-Datei“, erklärt die Verbraucherberaterin.

Sie rät weiter, dass die Verbraucher auf die Aktualität ihrer Virenschutz-Programme achten sollten. Dies sei die Grundvoraussetzung, um den PC gegen Bedrohungen wie Viren und Trojaner abzuhärten.

Von Joël Grandke

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