Tender "Groden" hat stärkere Motoren

02.12.2011

CUXHAVEN. Zeit für eine Probefahrt bleibt nicht. Nachdem Edelgard Lemke ("Mama Pilot") den Neubau gestern auf der Bauwerft Abeking und Rasmussen (A&R) an der Weser auf den Namen "Groden" getauft hat, wird der neue Lotsentender heute schon im Echtbetrieb in der stürmischen Elbmündung eingesetzt.

Der 25 Meter lange und 14,25 Meter breite Neubau muss hier die Vertretung des 1999 gebauten Vorgänger SWATH-Schiffes "Duhnen" übernehmen. Das war kürzlich beim Übersetzen eines Lotsen auf ein Containerschiff bei vier bis fünf Meter hoher See in der Elbmündung stark beschädigt worden. Verletzte wurde glücklicherweise niemand. Seit Donnerstag werden in der Werfthalle von A+R die Reparaturen ausgeführt. Der Geschäftsführer des Lotsbetriebsvereins, Andreas Schoon, hofft, dass das Boot Anfang Januar wieder in den Einsatz gehen kann.

Die Anforderungen an die relativ kleinen Versetzeinheiten und ihre Mannschaften sind erheblich. Allein mit der "Duhnen" sind seit der Indienststellung vor rund zwölf Jahren 222.400 Versetzungen durchgeführt worden. Aufgrund des wieder zunehmenden Verkehrs lag die Zahl der Versetzungen im vergangenen Jahr bei 27.643 für die Elbe-Range.

In Vertretung des Parlamentarischen Staatssekretär Enak Ferlemann unterstrich der Präsident der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord, Dr. Hans-Heinrich Witte, die Notwendigkeit einer Vertiefung von Elbe- und Weser (Video).

Außerdem würde der Bund 300 Millionen Euro in den Bau einer fünften Schleusenkammer in Brunsbüttel investieren, um auch diese für Hamburg wichtige Wasserstraße fit zu machen für die Zukunft. Eine wichtige Rolle im Verkehrssicherheitskonzept Deutsche Küste spielten die Verkehrszentralen und die 770 deutschen Lotsen, die in sieben Brüderschaften organisiert, das ganze Jahr, rund um die Uhr, die Sicherheit in den schwierigen Gewässern der Flussmündungen sicherstellten, so Witte. Knapp 12 Millionen Euro hat der Neubau gekostet. Im Verhältnis zu den früher erforderlichen Helikopterversetzungen und Lotsentransfers in andere Häfen sowie vor dem Hintergrund der über den Hamburger Hafen abgewickelten Ladungsmengen seien das vergleichsweise geringe Kosten. Laut Lotsenältermann Albrecht Kramer hat das SWATH-System sich auch vor dem Hintergrund der verringerten Kosten bestens bewährt. Gegenüber den älteren Schiffen Duhnen, Döse, Borkum und Wangeroog wurde bei der neuen "Groden" stärkere Motoren (zwei Mal 952 PS) und ein verbessertes Brückenlayout eingebaut.

Auf Kiel gelegt hat A&R am Donnerstag einen ganz neuen Typ eines seetauglichen, schnellen Versetzbootes, das sogenannte SWASH. Das rund 20 Meter lange Boot besteht aus einem Singlehull (Einrumpf als Halbtaucher) mit zwei je acht Meter langen, schmalen Auslegern, die nur für die Stabilität sorgen. Der Bootstyp könnte als neuer Lotsenversetzer vor Brunsbüttel zum Einsatz kommen.

von Thomas Sassen

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