Für den Orientierungssinn: Maislabyrinthe im Kreis Cuxhaven im Test
KREIS CUXHAVEN. (Ver-)Irren ist menschlich - und kann richtig Spaß machen: Maislabyrinthe sind das perfekte Ausflugsziel im Sommer - auch im Kreis Cuxhaven.
Zwei junge Urlauberinnen haben für unser Medienhaus die Irrgärten in Oederquart (Witts Gasthof "Zur Post") und Otterndorf (Hof Marienthal) getestet - und sich dabei ordentlich verlaufen.
Es dauert nicht lange, und man sieht nur noch Mais. Mais rechts, Mais links, Mais vorne und hinten - und darüber der strahlend blaue Himmel. Maislabyrinthe sind seit vielen Jahren ein großer Erfolg. In der Cuxland-Region gibt es gleich mehrere Möglichkeiten, den biologisch abbaubaren Freizeitspaß zu erleben. Paula und Nelly (beide 19), Urlaubsgäste aus Schleswig-Holstein, haben sich zusammen mit unserem Reporter ins hohe Grün gewagt und die beiden Maislabyrinthe in Otterndorf und Oederquart getestet. Der Natur-Irrgarten der Dorfgemeinschaft Oederquart wurde am vergangenen Wochenende geöffnet, das Labyrinth der Familie von Stemmen in Otterndorf ist schon seit einigen Wochen auf. In vier verschiedenen Kategorien haben unsere Testerinnen Punkte vergeben.
Paula und Nelly fanden die Otterndorfer Irrwege komplizierter als in Oederquart. Bei der Suche nach den Stempelstationen wären unsere Testerinnen fast verzweifelt. "In Otterndorf kann man sich noch besser verlaufen", lautet ihr Fazit. In Oederquart ist dafür die "Dschungelatmosphäre" besser: "Die Blätter schlagen einem richtig ins Gesicht. Man kann nicht so rennen", sagt Nelly. Im Otterndorfer Irrgarten sind die Wege etwas breiter. Jedes Labyrinth bekommt einen Punkt.
Zusätzliche Angebote und Service: In Oederquart bietet die Dorfgemeinschaft am Labyrinth-Eingang allerlei Leckereien, Getränke und Geschicklichkeitsspiele an. Es gibt Liegestühle und Sitzbänke zum Verschnaufen. Besonderer Service: Wenn's regnet und die Irrgartenwege matschig sind, kann man sich Gummistiefel ausleihen und Regenponchos kaufen. Im Mais steht eine Aussichtsplattform, von der man die Weite der Felder wunderbar überblicken kann. Auch in Otterndorf gibt's einen Aussichtsturm, aber sonst keine weiteren Extras. Der Grünstrand und das Feriengebiet mit weiteren Freizeitmöglichkeiten sind aber nicht weit. Der Punkt geht an Oederquart.
Die beiden Labyrinthe auf einen Blick
Das Otterndorfer Maislabyrinth der Familie von Stemmen, Schleuse 4, liegt nahe der neu gebauten Hadelner Kanalschleuse und des Deichs. Es ist täglich von 14 bis 18 Uhr geöffnet (voraussichtlich bis Mitte September). Der Eintritt kostet drei Euro. Kinder bis drei Jahre sind frei.
Das Maislabyrinth in Oederquart (Samtgemeinde Nordkehdingen) wird von der Dorfgemeinschaft präsentiert und liegt hinterm Parkplatz von Witts Gasthof "Zur Post", Dorfstraße 60 (neben der Volksbank). Es ist immer sonnabends und sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet (bis 2. Oktober). Terminabsprache für Gruppen, Kindergärten oder Schulklassen unter der Telefonnummer (0 47 79) 86 86.
Weitere Maislabyrinthe im Cuxland
Das Maislabyrinth in Cuxhaven-Berensch, das von der Landjugend Spieka-Neufeld und der Berenscher Dorfjugend präsentiert wird, liegt auf dem Hof Roßmann, Spieka-Neufelder Straße 12. Eintritt: zwei Euro. Öffnungszeiten: immer sonnabends und sonntags von 10 bis 17 Uhr (voraussichtlich bis in den Oktober hinein). Es gibt Essen und Getränke, Ponyreiten, Planwagentouren und Stallbesichtigungen.
Das Maislabyrinth der Familie Hühnken in Bramstedt (Hagen im Bremischen) liegt an der Kreisstraße 46 zwischen der ehemaligen B 6, Höhe Hagen/Bramstedt, und Finna. Das Labyrinth ist bis Ende September begehbar, jeweils freitags von 14 bis 18 Uhr, sonnabends und sonntags von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt beträgt vier Euro für Erwachsene, drei Euro für Kinder, zwei Euro für Schulklassen.