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Titelgewinn für Walter Nawotka auf der Nordschleife

15.11.2011 Zuletzt aktualisiert: 13.07.2022 09:54 Uhr

NÜRBURGRING. Der Cuxhavener Rennfahrer Walter Nawotka feierte jetzt einen großen Erfolg. Er gewann mit seinem Teamkollegen Heiko Fulsche die Serie um den Seat-Markenpokal in der Klasse SP3T auf dem weltberühmten Nürburgring.

Diese Rennstrecke in der Eifel hat so ihre Tücken. Zum einen sind da die vielen Steigungen der Nordschleife. Und weil der Kurs 28 Kilometer lang ist, müssen die Fahrer selbst in einer Rennrunde teilweise mit unterschiedlichen Wetterverhältnissen rechnen. Nawotka selbst hat schon ein Jahrzehnt Erfahrung auf der berüchtigten Nordschleife. Heiko Fulsche, der bisher Erfolge im DMV-Cup feierte, wurde im vergangenen Jahr auf einer Gästefahrt von der Faszination dieser einmaligen Strecke gepackt. Der Erfurter und Nawotka kennen sich schon einige Jahre. Nachdem nun beide dem Nordschleifen-Fieber verfallen waren, begannen sie im Winter 2010/11 ihre Vorbereitungen. So trainierten sie unter anderem im Fahrsimulator. Das Auto von Fulsche, ein 300 PS starker Seat Leon Supercopa (2,0 Liter mit Turbolader), wurde aufbereitet.

Nach einem Reifenschaden im ersten Lauf der VLN-Langstreckenmeisterschaft auf der Nordschleife blieb das Team Nawotka/Fulsche in allen anderen Läufen ohne Ausfall und punktete immer. "Wir sind immer zwischen Platz fünf und acht gelandet - das hat am Ende gelangt", freut sich Nawotka, und betont dabei: "Die Mannschaft von Fulsche hat das ganze Jahr super Arbeit geleistet."

Zum Titelgewinn führte auch die richtige Marschroute, Konstanz und taktisches Gefühl. Gegenüber anderen Teams sind die beiden Rennfahrer mit weniger Risiko gefahren. Das hat sich bezahlt gemacht. Einige Gegner, die bei den zehn einzelnen Rennen Siege eingefahren hatten, verbuchten Ausfälle und erhielten dann keine Punkte. Fulsche hat schnell vom Nordschleifen-Spezialisten Nawotka gelernt. Während der 51-jährige Cuxhavener bei den ersten Rennen noch der Schnellere war, wurde sein 35-jähriger Partner von Lauf zu Lauf besser, hatte am Ende dann zehn bis 15 Sekunden Vorsprung. Das entspricht auf anderen Strecken, die deutlich kürzer sind, vielleicht einer halben Sekunde. Fulsche ist Besitzer des Fahrzeugs, hat vielleicht dadurch auch etwas mehr riskiert auf der Strecke.

Im kommenden Jahr will das Team den Titel verteidigen, aber das wird sehr schwierig, weil Cup-Fahrzeuge aus dem Vorprogramm der DTM hinzukommen. Und über diese Rennfahrer wird folgendes behauptet, wie Nawotka berichtet: "Die haben noch den Nagel quer."

von Frank Lütt

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