Überdachung: Ein Turm für den Zoo Wingst
WINGST. Architekt Herbert Butt zeichnet für die Neugestaltung und Überdachung des Zoo-Eingangs in der Wingst verantwortlich.
Architekt Herbert Butt hat eine Affinität zu Türmen. Sie gelten als sein Markenzeichen. Aber in diesem Falle sei der Turmbau tatsächlich unausweichlich, versicherte er bei der Präsentation der Pläne für den neuen Eingangsbereich des Zoos in der Wingst.
Denn diese Konstruktion aus verzinktem Stahl soll als Hingucker auf den Zoo auf den ersten Blick aufmerksam machen. "Darum muss der Turm auch knallig rot werden." Gleichwohl bietet der Turm Kindern auch Spielfläche. Ansonsten hat sich Herbert Butt aber an der thematischen Ausrichtung des Zoo orientiert, der sich die Präsentation der Tiere aus den Wäldern der Welt auf die Fahnen geschrieben hat. Der Architekt betonte, dass der komplett überdachte Eingangsbereich rustikal und passend zur Umgebung sei. Der komplette Eingangsbereich erhalte dann eine Überdachung. Als Baumaterial möchte der Planer für Wände und Tore Lärchenholtz verwenden. Die bestehenden Gebäude sind im Plan einbezogen.
Der Ein- und Ausgang des Zoos orientierte sich bisher auf die Straße Wassermühle. Da jedoch die überwiegenden Besucher vom Großraumparkplatz in den Zoo gelangt, wird die Eingangssituation entsprechend verlagert. Ein neuer Kassenraum in Verbindung mit dem Kiosk entsteht unterhalb der vorhandenen Überdachung.
Im Gebäudewinkel wird eine großzügige, rund 127 Quadratmeter große, lichtdurchlässige Überdachung vor der Kasse und für bessere Aufenthaltsqualität und Wetterschutz errichtet. Die Anzahl der Toilettenanlagen wird erhöht und ein barrierefreies Behinderten-WC ebenso eingebaut wie ein klappbarer Wickeltisch.
Wie ein Scheunendach müsse man sich das Vorhaben vorstellen, sagte Butt bei der Vorstellung vor dem Wingster Wege-, Bau und Umweltausschuss. Das Vorhaben hat ein kalkuliertes Volumen von 270 000 Euro. Vorsitzender Stephan Reyelt (SPD) ließ die Ausschussmitglieder probeweise über den Plan abstimmen und ernete einstimmige Zustimmung.
Ein weiteres Vorhaben, das bisher nur auf dem Papier voranschreitet war Thema der jüngsten Fachausschusssitzung,: Der Bau eines Hackschnitzel-Heizwerk mit einem Blockheizkraftwerk. Die Errichtung plant der Dennis Stüve auf seinem Grundstück. Von dort könnten über ein Nahwärmenetz in der Nachbarschaft gelegene Einrichtungen wie Seniorenresidenz, Campingplatz und Schwimmbad versorgt werden,. Im zweiten Schittt, so der potenzielle Investor auf Nachfrage unserer Zeitung, wäre es wünschenswert, auch Wohngebiete anzuschließen.
Das Vorhaben wird von der Politik wohlwollend betrachtet. "Diese alternative Energieform ist durchaus im Interesse der Gemeinde Wingst", machte Bürgermeister Patrick Pawlowski (CDU) deutlich und sicherte die Unterstützung bei der Umsetzung zu.
Doch zunächst müssen planerische Hürden wie die Änderung des Bebauungsplanes genommen werden. Denn noch sieht dergeltende Bebauungsplan für dieses Grundstück noch einen Parkplatz vor, der jedoch nie verwirklicht wurde und aus heutiger Sicht städtebaulich nicht mehr erforderlich ist.