Grodener Testfeld:

Verlagerung war weltweit einmalig

18.05.2014

CUXHAVEN. Das ehemalige Testfeld für Offshore-Windenergieanlagen in Cuxhaven-Groden mit fünf Großanlagen entlang des Elbufers behinderte die weitere Ansiedlung von Offshore-Gewerbe und Industriebetrieben am seeschifftiefen Fahrwasser. Ohne eine Verlagerung des Offshore-Testfeldes wären die vom Land getätigten Investitionen für das Offshore Terminal II und die 100 Hektar umfassende Erschließung des anschließenden Gewerbegebietes B-141 mit der förderrechtlichen Zweckbindung für die Offshore-Industrie ohne arbeitsplatzrelevanten Nutzen geblieben.

Wegen der Komplexität dieser weltweit einmaligen Verlagerung von Windenergieanlagen vereinbarten 2010 die Stadt Cuxhaven und das Land Niedersachsen die Gründung einer Arbeitsgruppe, in der alle zu beteiligenden Behörden, Gesellschaften und Firmen die notwendigen Schritte miteinander absprechen und koordinieren sollten.

Seither saßen das Land Niedersachsen, Stadt und Landkreis Cuxhaven, die städtische Hafenentwicklungsgesellschaft mbH, die landeseigene NPorts GmbH, die EWE Erneuerbare Energien GmbH, die Enercon-eigene Windpark GmbH & Cuxhaven KG sowie die zu RWE und E.ON gehörende Windpark Cuxhaven GmbH fast dreieinhalb Jahre regelmäßig an einem Tisch zusammen.

Drei neue Standorte

Diese Arbeitsgruppe kam auf Einladung von Cuxhavens Oberbürgermeister Dr. Ulrich Getsch im Schloss Ritzebüttel zu ihrem 33. Treffen zusammen. Organisatorisch übernahm die für das Verlagerungsprojekt gegründete städtische Testfeld Langen-Neuenwalde GmbH die Durchführung der Verlagerungsmaßnahmen und die Entwicklung von drei neuen zusätzlichen Standorten für Windkraftanlagen, die verkauft und somit einen Teil der Kosten wieder einspielen sollten.

Die Testfeld GmbH wiederum beauftragte die beiden Hersteller der Windkraftanlagen – die Enercon GmbH und die Senvion SE (vormals REpower GmbH) – mit der Außerbetriebnahme, dem Abbau und dem Transport sowie dem Wiederaufbau der Anlagen in Neuenwalde.

Mittlerweile laufen die Anlagen im Probebetrieb und stehen demnächst zur Übergabe an die Betreiber bereit. Ohne die 100-prozentige Förderung des Projektes durch das Land Niedersachsen wäre die gewaltige Kraftanstrengung der Verlagerung allerdings nicht möglich gewesen.

(red)

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