Uschi Gimm lebt seit 1981 in Groden und fühlt sich im "Königreich" einfach nur sehr wohl. Foto: Witthohn
Angebot im Cuxhavener Stadtteil

Ist Groden attraktiv genug? Vorsitzende des Schützenvereins wird deutlich

von Herwig V. Witthohn | 02.08.2022

CUXHAVEN-GRODEN. Ist Groden attraktiv genug - gerade für jüngere Menschen? Die Vorsitzende des Schützenvereins hat dazu eine klare Meinung.

Uschi Gimm ist ihr Leben lang ehrenamtlich aktiv gewesen. Seit 1981 lebt sie mittlerweile in Groden und ist seit 1997 1. Vorsitzende vom Schützenverein Groden. Von 1981 bis 2001 war sie als Ratsdame für die SPD Mitglied im Rat der Stadt Cuxhaven. Uschi Gimm wurde am 25. September 1949 in Gmünden (Hunsrück) geboren und kam im Dezember 1968 nach Cuxhaven.

Frau Gimm, wie wohl fühlten und fühlen Sie sich in Groden?

Seit nunmehr 1981 fühle ich mich in Groden äußerst wohl. Im September 1981 sind wir in den Altenbrucher Mühlenweg gezogen, lebten erst zur Miete dort, um das Haus dann später zu kaufen. Während meiner Ratstätigkeit für die SPD im Rat der Stadt Cuxhaven habe ich immer auch die Interessen dieses wunderschönen Stadtteils vertreten. So zum Beispiel, als es um die Erweiterung des Kindergartens ging. Ich bin Grodenerin und bleibe dies aus voller Überzeugung.

Ist das Angebot in Groden attraktiv genug, um hier wohnen zu bleiben, vor allem für jüngere Menschen?

Eigentlich nicht. Für junge Menschen fehlt einfach der Anlaufpunkt. Positiv ist natürlich das intensive Vereinsleben in Groden, wenn es nicht gerade Corona gibt. Kita, Schule - alles okay, aber wer kein Auto hat, könnte ein Problem haben. Da muss sich generell etwas tun.

Was glauben Sie: Wie wird Groden in zehn Jahren aussehen?

Da wird sich wohl nicht viel verändern. Ich befürchte, es wird keine Neubaugebiete geben, die wichtig für den Ort wären. Eher könnten Baulücken geschlossen werden. Ältere Einwohner verkaufen ihre Häuser und ziehen in Mietwohnungen. So wie wir das auch gemacht haben, ich wohne jetzt in einer Wohnung in der Freiherr-vom-Stein-Straße. Ich wüsste nicht, wo sich großartig etwas ändern könnte.

Wie zufrieden sind Sie mit dem Miteinander und dem Engagement ihrer Mitbürger in Groden?

In den großen Mietblöcken hier geht es ja doch eher anonym zu. Ich kenne sehr viele Grodener, die neuen Einwohnerinnen und Einwohner müssten sich vielleicht auch selber ein bisschen mehr integrieren. Es darf beiderseits keine Hemmschwellen geben. Das Vereinsleben in Groden lebt von einem festen Stamm, doch auch da müssen einige schon zu Ideen für die Zukunft überredet werden. Und die neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger sieht man in den Klubs eher nicht. Bei den jüngeren Grodenern stehen ja sowieso Computer und Handy im Fokus des Lebens.

Was gefällt Ihnen am besten, was finden Sie am schlechtesten in Groden?

Negativ beurteile ich die Busanbindung. Die könnte wirklich besser sein, gerade auch für ältere Menschen. Was mir am besten gefällt? Alles, ich fühle mich in Groden einfach nur wohl!

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Herwig V. Witthohn

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Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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