Uwe Santjer gab gemeinsam mit seiner Familie seine Stimmen ab. Foto: Koppe
Uwe Santjer gab gemeinsam mit seiner Familie seine Stimmen ab. Foto: Koppe
Kommentar zur OB-Wahl

Wahl in Cuxhaven: Uwe Santjer stoppt SPD-Trend

von Ulrich Rohde | 27.05.2019

Betrachtet man das desaströse Ergebnis der SPD auf Bundesebene, das sich auch im Landkreis und der Stadt Cuxhaven widerspiegelt, muss man Uwe Santjer umso mehr Respekt zollen, dass er es geschafft hat, mit ziemlich deutlichem Abstand Oberbürgermeister in Cuxhaven zu werden.

Er hat mit seinem Ergebnis nicht nur den negativen Trend für die SPD allein durch seine persönlicheAusstrahlung umgekehrt, sondern auch das knapp vermeiden können, was er und sein Hauptkonkurrent Harald Zahrte auf jeden Fall vermeiden wollten: eine Stichwahl in 14 Tagen.

Die SPD hat mit etlichen Wahlkampf-Auftritten von Parteiprominenz alles in die Waagschale geworfen, um das Rathaus zu erobern. Vor allem aber war es der Kandidat selbst, der mit seiner umgänglichen Art die Herzen der Wählerschaft erobert hat.

Dem hatte der honorige Harald Zahrte nur seine Kompetenz und Erfahrung als Verwaltungschef in der benachbarten Samtgemeinde Land Hadeln entgegen zu setzen. Dass er "Oberbürgermeister" kann, hat Zahrte längst bewiesen. Den Nachweis seiner Fähigkeit, eine große Verwaltung zu führen, muss der Vollblutpolitiker Santjer erst noch erbringen. Die Cuxhavener Wählerinnen und Wähler haben ihm dazu nun das klare Mandat erteilt. Es wird spannend sein zu beobachten, was er in den nächsten Jahren daraus macht.

Beiden, Santjer und Zahrte, aber auch dem Einzelkandidaten Hans-Jürgen Wendt, ist hoch anzurechnen, wie sie in zahllosen gemeinsamen Diskussionsrunden ihre Positionen erklärt, ihre Ziele deutlich gemacht haben. Das war in dieser Form eine Herausforderung, aber vor allem war es eine Werbung für die Kommunalpolitik.

Einen ausführlichen Bericht zur OB-Wahl lesen Sie hier. (Premium)

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