Wahnsinnsabschluss einer unglaublichen Saison 2003/04

22.03.2004

Hasenkamm verwandelt mit der Schluss-Sirene den entscheidenden Dreier zum 90:87-Sieg der Bascats

hwi. - Was für Superlative soll man noch für diese Basketball-Regionalliga-Saison 2003/2004 finden? Auch das letzte Spiel der Basketballer von Rot-Weiss Cuxhaven, dem neuen Meister der 1. Regionalliga und Aufsteiger in die 2. Bundesliga, nahm einen unglaublichen Verlauf, den kein Dramaturg besser hätte vorbereiten können.

1100 Zuschauer drängten sich in der völlig ausverkauften Rundturnhalle und erlebten ein Saisonfinale gegen Rist Wedel, wie es typisch für die ganze Saison war. Am Ende stand ein 90:87-Erfolg der Bascats, die anschließend ausgiebig feierten und sich auch zu Recht feiern ließen.

Die Teams liefen durch ein extra aufgebautes Tor ein, klatschten den Basketball-Nachwuchs dabei schon routiniert wie Bundesliga-Akteure ab und präsentierten sich dem Publikum, das schon eine Stunde vor Spielbeginn aus dem Häuschen war. Natürlich erhoben sich die Zuschauer und applaudierten so lange, bis der erste Korb markiert war und diesmal wurde die Standfestigkeit nicht lange strapaziert, denn Broderick Bobb traf schnell zur 2:0-Führung.

Doch danach trauten die Fans ihren Augen nicht mehr. Rist Wedel, für die es in dieser Partie um nichts mehr ging, zeigte sich bestens aufgelegt, kombinierte sicher, riss Löcher in die Cuxhavener Defense und traf auch jenseits der Linie. So war das erste Viertel 22:25 verloren und auch im zweiten Viertel war es Rist Wedel, das der Partie den Stempel aufdrückte und den Vorsprung kontinuierlich ausbaute.

Coach Vilmantas Matkevicius blieb erstaunlich ruhig und wechselte noch vor der Pause Dennis Waltereit ein. Diese Maßnahme, den kleinsten Spieler zu bringen, verstanden viele nicht, doch der Trainerfuchs wusste genau was er tat. Waltereit verteidigte wieselflink gegen die Wedeler Hünen, die dennoch zur Halbzeit mit 51:43 in Front lagen.

Im dritten Viertel kam dann auch noch Ufuk Üre ins Team und beim 53:58 sangen die Fans lautstark "Jetzt geht's los". Doch die Aufholjagd wurde zunächst jäh unterbrochen, als Oliver Lüders wegen einer Tätlichkeit disqualifiziert wurde. Andreas Hasenkamm entwickelte sich in dieser Phase zum entscheidenden Spieler, traf Dreier und brachte sein Team auf 64:65 heran.

Im letzten Viertel erlebten die Zuschauer einen wahren Schlagabtausch. Die Cuxhavener gingen mit 74:70 in Führung, lagen plötzlich jedoch wieder 78:80 zurück. Beim Stand von 85:85 kam es zum Herzschlagfinale.

Hasenkamm scheitert 15 Sekunden vor Schluss mit einem Dreier, beim Konter tritt ein Wedeler Spieler über die Linie. 13 Sekunden sind noch zu spielen, da wird Ibrahim gefoult. Nervenstark versenkt er beide Freiwürfe und bringt die Bascats mit 87:85 in Front. Doch im direkten Gegenzug geht der Wedeler Plaxton durch die Bascats-Abwehr wie ein warmes Messer durch die Butter und trifft zum 87:87. Andreas Hasenkamm bekommt den Ball, eine Sekunde noch zu spielen. Kein anderer Weg führt zum Korb, als jetzt den Dreier zu riskieren. Hasenkamm steigt hoch, hart bedrängt von zwei Wedeler Spielern. Die Uhr tickt runter, der Ball landet glatt im Korb - 90:87, Sieg.

Unglaubliche Szenen folgen. Die Bascats liegen auf dem Boden, der Champagner spritzt durch die Rundturnhalle, die Fans werden abgeklatscht, Gesänge schallen durch die Halle, was für ein Finale. Über eine Stunde lang feiern die Aktiven mit ihren Fans, das Freibier fließt in Strömen.

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