Wird Cuxhaven ab 2024 wieder ein Hafen für Kreuzfahrtschiffe?
CUXHAVEN. Stilvoll und stimmig verlief das erste Cruise-Dinner im Kuppelsaal der Cuxhavener Hapag-Hallen, zu dem die Tourismuswirtschaftsgemeinschaft (TWG) eingeladen hatte.
Alleinstellungsmerkmal und geografischer Vorteil
TWG-Vorsitzender Norbert Plambeck nutzte den Abend, um Cuxhaven als möglichen zukünftigen Kreuzfahrthafen ins Gespräch zu bringen. Heute erlebt die Branche einen anhaltenden Boom, von dem nach Meinung Plambecks auch Cuxhaven als größter Tourismusstandort an der Nordseeküste profitieren könnte. Dazu müsse das Alleinstellungsmerkmal und der geografische Vorteil herausgestellt werden. Immerhin verfüge die Stadt an der Elbmündung über den einzigen intakten Terminal aus der Zeit der Amerika-Auswanderung in Europa.
Schiffe suchen nach Anlaufplätzen
Immer zahlreicher und größer würden die Schiffe und die Kreuzfahrtreedereien suchten händeringend nach neuen Anlaufplätzen. Experten räumten Cuxhaven daher durchaus Chancen ein, erklärte Plambeck. Wenn alle Beteiligten mitspielten, könnten bereits 2024 wieder erste Kreuzfahrtschiffe am Steubenhöft festmachen, gab sich der Unternehmer optimistisch.
Unterstützung durch die IHK
Bei seinen Planungen zum Umbau des Alten Fischereihafens spielen Hapag-Hallen und Steubenhöft eine wesentliche Rolle. Die beste Verkehrsanbindung Cuxhavens über die Elbe müsse in Zukunft besser genutzt werden, um neue Gäste in die Stadt zu bringen, lautet das Motto Plambecks. Die IHK stehe hinter den Plänen, Cuxhaven als Kreuzfahrtstandort neu zu etablieren, sagte Moderator Philipp Rademann.
Erhebliche Investitionen erforderlich
Ob das Steubenhöft wieder als Gästedrehscheibe aktiviert werden kann, wird wesentlich davon abhängen, ob die durch das ISPS-Abkommen gestiegenen Sicherheitsanforderungen rund um das Steubenhöft eingehalten werden können. Grundsätzlich denkbar, erfordert dies aber erhebliche Investitionen in die betagte Anlage.