Wirtschaftskrise vereitelte den Verkauf der "Seefalke"

12.02.2009

Kanadischer Investor hat einen Rückzieher gemacht / VEBEG sucht im Internet nach Kaufinteressenten

<b>tas. Eigentlich sollte das ehemalige Fischereischutzboot "Seefalke" bereits unter kanadischer Flagge fahren. Der Verkauf des staatseigenen Schiffes war bereits unter Dach und Fach. Doch dann kam die weltumspannende Finanzkrise und der neue, kanadische Eigentümer machte einen Rückzieher.</b>Inzwischen sucht Thomas Grimm, technischer Inspektor für die Schiffe bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz einen neuen Käufer. Dabei bietet er die Fischereischutzboote gleich im Doppelpack an. Neben der 83 Meter langen "Seefalke" steht auch die etwas kleinere, 77 Meter lange "Meerkatze" in einem Inserat der VEBEG GmbH im Internet (www.vebeg.de) zum Verkauf. Noch bis kommenden Donnerstag, 19. Februar, können Interessierte für die "Seefalke" ein Gebot abgeben. Die Frist für die kleinere Schwester läuft am 26. März aus. Den Zuschlag bekommt der Meistbietende, sagt Grimm. Während die "Seefalke" seit Außerdienststellung am 4. November 2008 bereits im Neuen Fischereihafen von Cuxhaven aufliegt, ist die "Meerkatze" noch bis April in der Fischereiaufsicht im Einsatz. Beide Schiffe werden durch Neubauten ersetzt. Die neue "Seefalke" ist bereits fertig und derzeit in der Ostsee in der Erprobung. Ihre Vorgängerin ist 1981 bei der Orenstein&Koppel AG in Lübeck gebaut worden. Die "Seefalke" war zunächst als Fischereischutzboot konzipiert, wurde aber in den letzten Jahren speziell auf die Durchführung von Fischereikontrollen hin umgerüstet. Einsatzgebiete sind hauptsächlich Nordsee und Nord-Atlantik. Seit 1994 gehörte das Schiff zum "Koordinierungsverbund Küstenwache". Die "Seefalke" ist mit 1930 BRZ vermessen, 83,15 Meter lang, 13,03 Meter breit und hat eine Besatzung von 23 Personen. Zwei Dieselmotoren von jeweils 2941 kW geben dem Schiff eine maximale Geschwindigkeit von 20 Knoten. Die kleinere "Meerkatze" ist 1977 auf der Lürssen Werft in Bremen gebaut worden. Sie ist mit 77 Metern Länge und 11,75 Metern Breite und einer Vermessung von 1812 BRZ deutlich kleiner als die "Seefalke". Mit einem dieselelektrischen Antrieb und zwei Fahrmotoren von je 1150 kW erreicht die "Meerkatze" eine Geschwindigkeit von maximal 15 Knoten. Laut Thomas Grimm sind beide Schiffe in einem guten Pflege- und Erhaltungszustand. Interessant könnten die seeerprobten Schiffe als Versorger oder für Forschungsaufgaben im Zusammenhang mit den geplanten Offshore-Windparks sein. Nur eines müssen die Interessenten berücksichtigen. Die bisherigen Namen können die Schiffe nicht weiterführen. Sie gehen auf die Nachfolger über.

Lesen Sie auch...
"Autohaus Rieper"

Feuerwehr-Partner: Ihlienworther Arbeitgeber geehrt

05.09.2018

IHLIENWORTH. Niedersachsens Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, hat gemeinsam mit dem Präsidenten des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen, Karl-Heinz Banse, am Dienstag die Förderplakette "Partner der Feuerwehr" an 22 niedersächsische Unternehmen verliehen. (red)

"Kein Prunkbau"

Cuxhavener Kreishaus-Ausbau: Landrat verteidigt Pläne

05.09.2018

KREIS CUXHAVEN. Dezernent Friedrich Redeker sagt zum Cuxhavener Kreishaus: "Manche Mitarbeiter sitzen wie Hühner auf der Stange." (es / as / krs)

Feuerwehr-Einsatz

Hemmoor: Mähraupe brennt lichterloh

05.09.2018

HEMMOOR. Einsatz für die Feuerwehr Warstade am Dienstagnachmittag. (jl)

Wettbewerb

Orgel: Altenbrucherin Schlappa holt ersten Preis

05.09.2018

CUXHAVEN. Die 18-jährige Laura Schlappa aus Altenbruch nahm Mitte August an dem internationalen Orgelwettbewerb "Northern Ireland International Organ Competition" teil. (red/jp)