Repowering

Ziel erreicht - Windpark in Altenbruch umgebaut

29.12.2016

CUXHAVEN. Ungefähr 65 Millionen Euro haben die PNE Wind AG und Kommanditisten im vergangenen Jahr in den Umbau des Windparks Altenbruch I investiert. Inzwischen ist das sogenannte Repowering abgeschlossen. (tas)

Die neun neuen Anlagen vom Typ Nordex N 117 sind fertig aufgebaut und speisen inzwischen über ein neues Umspannwerk Strom ins öffentliche Netz ein. Sie werden, wenn der Wind denn kräftig genug weht, bis zu dreimal so viel Leistung erzeugen als die 16 kleineren Vorgänger-Anlagen.

Im kommenden Jahr folgt ein zweiter kleinerer Bauabschnitt, bei dem im Bereich der Autobahn drei Altanlagen gegen zwei neue ersetzt werden.

Windparks haben in der Regel eine Lebensdauer von 20 Jahren, ein Alter, das die 1998 errichteten Anlagen im ersten Windpark auf Cuxhavener Stadtgebiet fast erreicht hatten, bevor sie im vergangenen Jahr abgebaut und nach Osteuropa verkauft wurden.

Knapp 150 Meter hoch

Die Anlagen der neuen Generation mit einer Gesamthöhe von knapp 150 Metern stammen vom selben Hersteller Nordex und sind speziell für Starkwindgebiete konzipiert. Ein Vorteil bei der Logistik bestand darin, dass die zehn Tonnen schweren und fast 117 Meter langen Rotorblätter vom Werk in Rostock nach Cuxhaven über See transportiert werden konnten. Die letzten drei Kilometer vom Liegeplatz 9.4 bis zum Baufeld an der Altenbrucher Heerstraße wurden nachts mit Spezialtiefladern zurückgelegt, nachdem einige Kreisel im Stadtgebiet speziell dafür präpariert worden waren.

Den Anfang hatten im Mai dieses Jahres die Wegebauer des Unternehmens Strabag gemacht. Zu den vorhandenen Wegen von fast 43 000 Quadratmetern in dem etwa zwei Kilometer langen und ein Kilometer breiten Park kamen noch einmal fast 30 000 Quadratmeter an neuen Schotterpisten, 6000 Quadratmeter Lager-und Montagefläche und 15 000 Quadratmeter Kranstellflächen hinzu. Bewegt wurden dafür 46 000 Kubikmeter Mineralgemisch, was einem Volumen von fast 4000 Sattel-Lkw entspricht. Einen Monat später hatte Strabag mit dem Bau der ersten Fundamente beginnen können, jedes versehen mit einer Pfahlgründung aus 28 rund 25 Meter langen Betonpfählen, 80 Tonnen Bewehrungsstahl und fast 500 Kubikmetern Beton.

Betonfundamente recycelt

Mit dem Aufbau der ersten Stahltürme konnte Nordex Ende September 2016 beginnen. Dank überwiegend günstiger Witterungsverhältnisse und langer Schwachwindphasen ging die Montage der Türme, Maschinenhäuser und Rotorkränze flott über die Bühne. Zwei große Raupenkräne waren dabei im Einsatz.

Parallel dazu baute das Unternehmen WT-Energiesysteme ab Juli ein parkeigenes Umspannwerk nahe der Altenbrucher Heerstraße auf, das inzwischen in Betrieb ist. Außerdem wurden auch die Betonfundamente der Altanlagen zurück gebaut und der dabei anfallende Stahl und Beton recycelt. Im Boden verblieben sind nur die Tiefgründungspfähle.

Repowering

Generalunternehmer: PNE Wind AG

Investition: 65 Millionen Euro

16 alte Anlagen wurden durch 9 neue Nordex N 117 ersetzt

Höhe: knapp 150 Meter

Im zweiten Bauabschnitt folgen 2017 zwei weitere neue Anlagen.

Nennleistung: 27 + 6 Megawatt

Umspannwerk sammelt den Strom für die Einspeisung in das 110-KV-Hochspannungsnetz.

Verdreifachung der erzeugten Energie, die für 31 000 Haushalte reicht.

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