Züchter denken ans Aufgeben
Hans-Hermann Meyer: "Noch so ein Jahr können wir als Verein nicht überstehen"
mr/tb. -Â "Noch so ein Jahr können wir als Verein nicht überstehen", sagt Hans-Hermann Meyer aus Altenwalde, 1. Vorsitzender des Rassegeflügelzuchtvereins Cuxhaven von 1894 e.V. Der jetzt in Cuxhaven festgestellte Geflügelpest-Verdacht verleidet den Züchtern zunehmend ihr Hobby; viele denken ans Aufgeben.
"Wir müssen uns an die Vorschriften halten, das ist klar", sagt Hans-Hermann Meyer, dessen Hobby-Geflügelzucht in der Beobachtungszone liegt. Ebenso klar ist ihm und vielen seiner erfahrenen Vereinskameraden aber auch, dass es die Geflügelpest "nicht erst seit gestern" gibt: "Schwäne sind schon immer umgefallen."
Neue Ställe und Gehege für die Tiere, tierärztliche Kontrollen - "das ist unheimlich teuer". Wird die Geflügelschau abgesagt, entgehen dem Verein die Einnahmen durch Tombola und Verkäufe. Während in den Vorjahren immer einige hundert Zuschauer in die Hermann-Allmers-Halle kamen, waren es im Vorjahr, als unter starken Sicherheitsvorkehrungen eine Schau abgehalten wurde, gerade mal 15.
Hermann Meyer: "Wenn sich nichts ändert, ist der Verein kaputt." Junge Leute an das Hobby heranzuführen, sei unter den derartigen Bedingungen so gut wie unmöglich. Nicht umsonst ist die Mitgliederzahl bereits von 38 auf jetzt 29 gesunken.
Empört ist der Altenwalder Züchter über hektische Mitmenschen, die aus Angst vor Geflügelpest nun gar ihren Kindern verboten haben, seinen Sohn Björn zuhause zu besuchen, weil diese sich womöglich mit der Vogelgrippe anstecken könnten.
Über seine Erfahrungen berichtet auch Züchter Holger Bunde (Strichweg 184). Er dürfte die Eier seiner 20 Hühner derzeit nicht verkaufen. Aber die Sorge hat er ohnehin nicht, denn: "Vor lauter Rein und Raus legen die sowieso nicht mehr."
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