Der Schlusspunkt einer dramatischen Partie: Lukas Dawidowski stopft den Ball zum 80:74-Endstand in den Korb. Foto: Unruh
Der Schlusspunkt einer dramatischen Partie: Lukas Dawidowski stopft den Ball zum 80:74-Endstand in den Korb. Foto: Unruh
Basketball

Cuxhaven BasCats zittern bis zur Schlusssirene

von Jan Unruh | 16.11.2025

Es sah zwischendurch nach einer klaren Angelegenheit aus. Die Cuxhaven BasCats setzten sich im Heimspiel der 2. Basketball-Regionalliga gegen BG Göttingen phasenweise deutlich ab - und mussten am Ende doch noch um den Sieg zittern.

Cuxhaven BasCats - BG 74 Göttingen 80:74 (22:11, 17:22, 22:21, 19:20): Cuxhavens Trainer Dennis Tiedemann schnaufte nach den 40 Minuten kräftig durch. Es war das erwartet schwere Spiel gegen eine kampfstarke Mannschaft aus Göttingen. "Am Ende zählt nur der Sieg", sagte er sichtlich erleichtert. Dennoch hätte er sich einen anderen Spielverlauf gewünscht. Die BasCats haben es nach einem richtig guten Start nicht geschafft, ihr Spiel konsequent durchzudrücken. Teilweise agierten sie zu hektisch und ließen sich von zweifelsohne merkwürdigen Pfiffen des Schiedsrichtergespanns aus der Ruhe bringen. "Das darf uns nicht passieren", sagte Tiedemann. Dabei begann die Partie ganz nach seinem Geschmack.

Center Kelly wieder
kaum zu stoppen

Bei der Premiere des Franzosen Claude Din Penda legten die BasCats furios los, führten nach zehn Minuten mit elf Punkten Vorsprung. Din Penda feierte Mitte des ersten Viertels sein Debüt, fand nach nervösem Beginn nach und nach besser ins Spiel. Der Fokus des Cuxhavener Spiels lag aber einmal mehr auf US-Amerikaner Kyron Kelly. Der bewegliche Center war in den Begegnungen zuvor schon die stärkste Waffe der BasCats und untermauerte diesen Status auch vor den rund 400 Zuschauern in der Rundturnhalle am Sonnabend. Er wühlte mächtig unter dem Korb, wurde hart attackiert - und behauptete sich dennoch meistens bravourös. Am Ende war er mit 29 Punkten wieder einmal bester Werfer der BasCats. Doch auch mit ihm auf dem Parkett blieb Göttingen in der Folge stets in Schlagdistanz.

Darron McDuffie fällt aufgrund einer schweren Muskelverletzung noch bis zum Jahresende aus. Er unterstützte seine Mannschaft als Co-Trainer von der Seitenlinie. Foto: Unruh

Der komfortable Vorsprung aus Viertel Nummer eins schmolz in der Folge. Ein Dreier von Franck Kone mit der Schlusssirene des zweiten Viertels sorgte wieder für ein wenig Ruhe im BasCats-Lager (39:33).
Im dritten Viertel stand es schnell 51:39 für Cuxhaven, doch auch diesmal gab der zweistellige Vorsprung keine Ruhe. Göttingen traf nun sehenswert aus der Distanz und hielt die Partie weiter offen. Schon in dieser Phase rückte das Schiedsrichterduo mehr und mehr in den Fokus - durch zweifelhafte Pfiffe auf beiden Seiten. 
Die Cuxhavener fühlten sich stärker benachteiligt. Trainer Tiedemann hielt sich einige Male die Hände vor das Gesicht, Deon McDuffie machte seinem Ärger durch einen Spruch in Richtung des Schiedsrichters Luft. Dafür kassierte er ein technisches Foul. Die BasCats beschäftigten sich in diesem Moment mehr mit den Unparteiischen als mit sich selbst. Das zog sich bis in die Schlusssekunden. 

Routiniers übernehmen die Verantwortung

Rund vier Minuten vor dem Ende drohte die Begegnung sogar zu kippen. Durch zwei wilde Dreier glich Göttingen aus (72:72) und hatte im Anschluss sogar im Ballbesitz die Chance zur Führung. Es wäre die erste in dieser Partie gewesen. Doch dazu kam es nicht. Die Routiniers aufseiten der Cuxhavener übernahmen das Kommando - Deon McDuffie und Lukas Dawidowski. McDuffie blieb eiskalt von der Freiwurflinie und Dawidowski stopfte den Ball in der letzten Aktion mit Wucht in den Korb. Die Zuschauer in der Rundturnhalle feierten - und waren gleichzeitig ähnlich erleichtert wie Trainer Tiedemann. 

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Jan Unruh

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

junruh@no-spamcuxonline.de

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