Das sagt der "beste Faustballer der Welt" über das Duell beim SV Armstorf
Armstorf steht vor dem Spiel des Jahres: Gegen den Faustball-Rekordmeister TSV Pfungstadt wird die Lamstedter Sporthalle zum Hexenkessel. Spannung und Nervenkitzel sind garantiert, wenn David auf Goliath trifft. Auch der große Favorit ist gewarnt.
Für den SV Armstorf ist es das Spiel des Jahres. Am kommenden Sonnabend, 31. Januar, empfangen sie in der Lamstedter Kreissporthalle den Deutschen Faustball-Rekordmeister TSV Pfungstadt. Die Anspannung steigt - nicht nur in der Börde. Auch die "beste Mannschaft der Welt" ist gewarnt.
Der TSV Pfungstadt ist das absolute Aushängeschild im Faustball. Seit Jahren dominieren sie die Deutschen Meisterschaften - sowohl auf dem Feld als auch in der Halle. Pfungstadt ist auch auf europäischer und weltweiter Ebene eine feste Größe im Faustballsport. Ein Name, der mit diesen Erfolgen eng verbunden ist, ist Patrick Thomas. Der 33-Jährige gilt als einer der besten Faustballer der Welt. Seine Liste an Titeln ist lang, sehr lang. Mit dem Verein wurde er mehrmals Deutscher Meister, Europapokalsieger und Weltpokalsieger. Zudem ist er auch in der Deutschen Nationalmannschaft ein Garant für Erfolg. Mit 18 Jahren gab er sein Debüt im Nationalmannschaftstrikot, mit 19 Jahren führte er Deutschland zum Weltmeistertitel. Es war der Beginn einer steilen Karriere. Schon im Alter von 22 Jahren schaffte er etwas, das vor ihm noch niemand erreichte: Sowohl mit dem Verein als auch mit der Nationalmannschaft hat er alle Titel gewonnen, die es zu gewinnen gibt. Sein Titelhunger war damit aber nicht gestillt. Thomas wurde regelmäßig Deutscher Meister, Weltmeister und World Games Sieger. Am Sonnabend ist er mit dem TSV Pfungstadt zu Gast in Lamstedt. "Natürlich haben wir schon vom SV Armstorf gehört", sagt Patrick Thomas im Telefonat mit der CN/NEZ-Sportredaktion. Ein Duell mit dem Team aus der Börde gab es aber noch nie. "Für uns ist das auch mal spannend", sagt Thomas. Der TSV Pfungstadt reist bereits am Freitag an, übernachtet in Bremerhaven und fährt dann am Sonnabend zum Spiel nach Lamstedt. Auch wenn Thomas und Co. noch nie dort waren, haben sie viel von der Halle, aber auch von der besonderen Atmosphäre gehört. "Die Halle soll speziell sein. Und es ist ein Hexenkessel", sagt der "beste Faustballer der Welt", wie ihn Armstorfs Kapitän Tobias Buck nennt.
Im Vorwege haben sich die Pfungstädter bei der Konkurrenz umgehört und Informationen über Armstorf, die Halle und das ganze Drumherum eingeholt. Auch wenn die Gäste als klarer Favorit in den hohen Norden reisen, sind sie gewarnt. Südkonkurrent TV Käfertal schaffte im vergangenen Jahr nur einen mühsamen 5:4-Sieg in der Börde. Das wissen auch die Pfungstädter. "Wir nehmen das Spiel sehr ernst", sagt Patrick Thomas. Er erwartet ein schweres Spiel in der engen Halle in Lamstedt. "In der Bundesliga gibt es keine Karnevalstruppen", sagt er. Patrick Thomas begegnet dem SV Armstorf mit größtem Respekt, freut sich auf die Begegnung - und vor allem die Atmosphäre in der Halle. "Die Halle wird rappelvoll sein", verspricht Armstorfs Kapitän Tobias Buck. In den vergangenen Tagen hat der Verein kräftig die Werbetrommel gerührt, es gab viele Rückmeldungen und Anfragen. Und auch wenn die sportlichen Rollen klar verteilt sind, wollen die Armstorfer selbstbewusst ins Spiel gehen. "Wir müssen einfach mutig sein", sagt Buck. Dann könne auch der SV Armstorf dem großen TSV Pfungstadt wehtun. "Das wird etwas Großes werden." Davon sind Buck und Co. überzeugt - egal, wie das Spiel am Ende ausgeht.