Kyron Jerome Kelly sorgte schon früh im Spiel für spektakuläre Aktionen: In dieser Szene stopft er den Ball nach Pass von Deon McDuffie in den Korb. Insgesamt erzielte der US-Amerikaner 36 Punkte in seinem ersten Spiel für die BasCats. Foto: Unruh
Kyron Jerome Kelly sorgte schon früh im Spiel für spektakuläre Aktionen: In dieser Szene stopft er den Ball nach Pass von Deon McDuffie in den Korb. Insgesamt erzielte der US-Amerikaner 36 Punkte in seinem ersten Spiel für die BasCats. Foto: Unruh
Basketball

Perfekter Einstand: Kyron Kelly führt Cuxhaven BasCats zu dramatischem Sieg

von Jan Unruh | 21.09.2025

Ein Debüt der Extraklasse: Kyron Jerome Kelly bringt die Cuxhaven BasCats mit 36 Punkten und spektakulären Aktionen zum Sieg im Duell mit dem Vizemeister aus Göttingen. Doch das Spiel hätte auch anders ausgehen können. 

Die Partie der Cuxhaven BasCats gegen die Gäste von Pro Basketball Göttingen war wenige Sekunden alt, da flog Kyron Jerome Kelly ein erstes Mal in Richtung Korb und stopfte den Ball in den Korb. Es war ein erster Vorgeschmack auf den US-Amerikaner, der am Sonnabend sein erstes Spiel im Trikot der BasCats absolvierte - und dieses von Beginn an prägte. Der 2,01 Meter große Kelly war unter dem gegnerischen Korb überhaupt nicht zu stoppen. Die ersten acht BasCats-Punkte gingen auf sein Konto. "Ich möchte ein Statement setzen und allen zeigen, warum ich hier bin", sagte Kyron Kelly bei seiner Vorstellung in Cuxhaven. Das hat er bereits nach wenigen Spielsequenzen getan. Die rund 300 Zuschauer in der Rundturnhalle staunten nicht schlecht, als Kelly immer und immer wieder zum Korb zog und den Ball dann meist spektakulär versenkte.

Kelly stand zusammen mit den Brüdern Deon und Darron McDuffie, Felix Korb und Andreas Hasenkamm in der Startformation im ersten Spiel gegen Göttingen. Der kurz vor Saisonstart verpflichtete Franck Kone saß zunächst auf der Bank. Die BasCats begannen energiegeladen. Was vor allem an Kelly lag. In der Abwehr offenbarten sie aber - gerade zu Beginn - die ein oder andere Lücke. Dennoch führte Cuxhaven nach den ersten zehn Minuten mit 18:16, weil gegen Ende des ersten Viertels auch die Distanzschützen Andreas Hasenkamm und Darron McDuffie trafen. Im zweiten Viertel setzten sich die BasCats etwas ab (27:18). Der wuselige Franck Kone erzielte in dieser Phase seine ersten Punkte für die BasCats. Doch Gegner Göttingen - nicht ohne Grund im vergangenen Jahr Vizemeister - blieb in Schlagdistanz. Das lag vor allem an Gaston Nguyen Manh. Der 17-jährige Aufbauspieler hat auch schon Einsatzzeiten im Bundesligateam der BG Göttingen bekommen. Am Sonnabend dribbelte er in der Rundturnhalle groß auf. Die Partie blieb auf Augenhöhe. Cuxhaven führte zur Halbzeit mit 34:28. Diesen Sechs-Punkte-Vorsprung hielten sie in der Folge - auch nach dem Ende des dritten Viertels (59:53). Als dieser Anfang des Schlussviertels auf zehn Zähler anstieg (63:53) schien das Spiel endgültig in Richtung der BasCats zu kippen. Doch es kam anders. Göttingen holte Punkt für Punkt auf, die BasCats wurden nervös und haderten mit einigen Schiedsrichterentscheidungen. Fünf Minuten vor dem Ende lagen sie plötzlich hinten (68:69). Und die Gäste bauten den Vorsprung aus. Zwei Minuten vor der Schlusssirene stand es 70:76.

Doch die Cuxhavener bewahrten Ruhe und konnten sich in dieser Phase auf Kyron Kelly und Andreas Hasenkamm verlassen. 30 Sekunden vor Schluss übernahm dann Spielmacher Deon McDuffie, der in dieser Partie vor allem als Vorbereiter glänzte, Verantwortung. Geduldig herausgespielt, traf er von jenseits der Dreipunktelinie zum 80:78. Nach einem Ballverlust der Göttinger und einem schnellen Foul an Deon McDuffie traf dieser Sekunden vor dem Ende zum 81:78-Endstand, da der letzte Wurfversuch der Gäste vom Ring wieder ins Feld sprang. Mit dem Ertönen der Schlusssirene brandete lauter Jubel auf - bei den Zuschauern und bei den Spielern. Nach einem harten Stück Arbeit blieben die ersten beiden Punkte in Cuxhaven. Dementsprechend erleichtert war Trainer Dennis Tiedemann kurz nach dem Ende. "Wir haben uns das Leben am Ende unnötig schwer gemacht. Doch die Jungs sind in der entscheidenden Phase ruhig geblieben. Ich bin zufrieden mit dem Auftritt", sagte er. Besonders freute er sich über den gelungenen Einstand von Kyron Jerome Kelly, der mit 36 Punkten Topscorer der Partie war. "Wir werden noch viel Spaß mit ihm haben", sagte Tiedemann mit einem breiten Grinsen im Gesicht. 

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Jan Unruh

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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