Ein Bild aus dem Keller. In Mitleidenschaft gewogen sind auch Kinderwagen, Räder und Kleidung. Foto: Wir in Süderwisch
Ein Bild aus dem Keller. In Mitleidenschaft gewogen sind auch Kinderwagen, Räder und Kleidung. Foto: Wir in Süderwisch
Mieter verzweifelt

Abwasserproblem in Cuxhaven-Süderwisch: Keller unter Wasser, Gestank breitet sich aus

von Wiebke Kramp | 04.04.2025

In Cuxhaven-Süderwisch kämpfen Mieter mit einem Abwasserproblem. Der Keller in der Küddowstraße 13 steht unter Wasser, der Gestank von Fäkalien breitet sich aus. Die Vermietungsgesellschaft reagiert zwar, dennoch zieht sich die Lösung noch hin. 

Den Mietern in der Küddowstraße 13 in Cuxhaven-Süderwisch stinkt es gewaltig - und das buchstäblich. Es gibt Probleme mit dem Abwasser. Offensichtlich wegen einer Verstopfung steht das verschmutzte Wasser im Keller, läuft nicht richtig ab und riecht von Tag zu Tag unangenehmer.

Darine Akkad vom Vorstand des Stadtteilvereins "Wir in Süderwisch" ist von verzweifelten Mietern kontaktiert worden: "Von dem schlimmen Gestank sind alle rund 35 Wohnungen betroffen, das zieht von unten nach oben. Im Keller stehen Kinderwagen, Räder und weitere persönliche Sachen unter Wasser. Ein Mieter hat mir geschildert, dass wegen der hohen Temperaturen das Wasser dort jetzt schon anfängt, grün zu werden …"

In der Küddowstraße 13 gibt es ein akutes Abwasserproblem. Foto: Kramp

Ein Bewohner des siebenstöckigen Objektes hat sich bereits an den Vermieter, den Mieterschutz,  die Stadt und das Gesundheitsamt gewandt. Er schildert in einem unserem Medienhaus vorliegenden Schreiben das Problem folgendermaßen: "Seit zehn Tagen gibt es ein Problem mit der Abwasserentsorgung. Das Abwasser, das normalerweise aus den Badezimmern abfließt, hat den gesamten Gebäudeboden überschwemmt. Dies ist eine ernsthafte Umwelt- und Gesundheitskatastrophe! Die Temperaturen sind derzeit hoch, der Geruch ist unerträglich, und das kontaminierte Abwasser füllt den Keller und hat sich bereits ausgebreitet, sodass die Gänge mit etwa 25 Zentimetern Wasser bedeckt sind. Unsere Lagerflächen im Keller, einschließlich Möbel und persönlicher Gegenstände, sind beschädigt. Der Vermieter unternimmt jedoch nichts!"

Der Kellerflur in der Küddowstraße steht unter Wasser. Foto: Wir in Süderwisch

Vermietungsgesellschaft meldet sich zu Wort

Der Sprecher der zuständigen Vermietungsgesellschaft Grand City Property GCP), Zweigniederlassung Deutschland in Berlin, meldet sich in der Sache zu Wort und weist von sich, dass sich das Unternehmen nicht kümmere. Er teilt am Freitagnachmittag (4. April) auf Nachfrage unseres Medienhauses mit: "Zum aktuellen Zeitpunkt sind zwei Fachfirmen vor Ort, um das vorherrschende Problem zu beheben. Wir haben in allen Belangen entsprechend unseren hohen Standards immer umgehend und zuverlässig reagiert, so wie es unserem Anspruch an Mieterservice und unserem Selbstverständnis als ordentliche Hausverwaltung entspricht. Aussagen, wonach der Hausmeister oder die Hausverwaltung nicht erreichbar waren, weisen wir zurück." Durch die gute Erreichbarkeit unseres Service-Centers, durch die GCP-App sowie die bekannten Notfall-Nummern hätten in diesem Fall die Mieterinnen und Mieter den Schaden unkompliziert melden können. Und der GCP-Sprecher weiter: "So erfolgte die Beauftragung einer Sanitärfachfirma unmittelbar nach Kenntnis durch unser Team. Noch am selben Tag, an dem die Mieter uns in Kenntnis setzten, war eine Fachfirma vor Ort und hat den Defekt beseitigt sowie das Abwasser abgepumpt."

Bei diesem Schaden, so der Vermieter-Sprecher, handele es sich um eine Verstopfung eines Abflussrohres, das durch den Keller verläuft. Auch eine Spezialfirma zur Reinigung des Kellers sei von GCP umgehend beauftragt, die jedoch erst diesen Freitag mit ihren Arbeiten hätte beginnen können. Und es gab ihm zufolge eine weitere Komplikation: "Leider wurde im Zuge der Instandhaltungsarbeiten der Rohrleitungen eine weitere und komplizierte Verstopfung festgestellt, sodass die beauftragte Spezialfirma erst am kommenden Montag die Reinigungsarbeiten durchführen kann." Abschließend meint der Sprecher der Vermietungsgesellschaft: "Unser Team hat sich aktiv darum bemüht, diesen Prozess im Sinne der Mietparteien zu beschleunigen. Dies ist nun abgeschlossen und die letzten Arbeiten werden absolut zeitnah ausgeführt."

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?

(1 Stern: Nicht gut | 5 Sterne: Sehr gut)

Feedback senden

CNV-Nachrichten-Newsletter

Hier können Sie sich für unseren CNV-Newsletter mit den aktuellen und wichtigsten Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven anmelden.

Die wichtigsten Meldungen aktuell


Bild von Wiebke Kramp
Wiebke Kramp

Redakteurin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

wkramp@no-spamcuxonline.de

Lesen Sie auch...
Brückenplanung sorgt für Diskussion

Hafenzubringer in Cuxhaven: Altenbruch fürchtet um wichtige Verkehrsverbindung

von Kai Koppe

Wie wird sich die Hafenenwicklung lokal auswirken? Im Ortsrat ging es schwerpunktmäßig um die Zukunft der Alten Marsch als traditionelle Ost-West-Achse.

Urlauber reisen in den Norden

Neue Zahlen zum Tourismus: Cuxhaven zieht immer mehr internationale Besucher an

von Kai Koppe

Immer mehr Urlauber aus dem Ausland entdecken Cuxhaven für sich. Neue Zahlen zeigen, aus welchen Ländern besonders viele Gäste an die Nordsee reisen - und welche Nationen im Ranking vorne liegen.

Geschichte der Panzergrenadiere 

Aus alten Zeiten in der Altenwalder Kaserne: Mit der Wende war Schicksal besiegelt 

von Maren Reese-Winne

Bis bekannt ist, was aus der früheren Hinrich-Wilhelm-Kopf-Kaserne in Altenwalde wird, beschäftigen wir uns mit ihrer Geschichte - heute mit dem Panzergrenadierbataillon 73, das bis zum Jahr 1980 noch anders hieß.  

Mutiges Theater

Im Stadttheater Cuxhaven sorgt "Sieben Wege, Kylie Jenner zu töten" für Irritation

von Bengta Brettschneider

Im Stadttheater Cuxhaven zeigt "Sieben Wege, Kylie Jenner zu töten" ein Stück über Rassismus, Social Media und Ungerechtigkeit. Die Hauptfigur Cleo provoziert, schockiert und zwingt das Publikum, die eigenen Grenzen zu hinterfragen.