Blick vom Havenhostel auf die Abrissstelle: Bagger und Trümmer markieren das Ende eines fast 20 Jahre alten Mietvertrags. Foto: Potschka
Blick vom Havenhostel auf die Abrissstelle: Bagger und Trümmer markieren das Ende eines fast 20 Jahre alten Mietvertrags. Foto: Potschka
"Gock"-Gebäude

Nach Abriss in Cuxhaven: Freie Fläche am Alten Fischereihafen weckt neue Hotelpläne

von Jens Potschka | 04.02.2026

Der Abriss des "Gock"-Gebäudes am Alten Fischereihafen markiert einen Wendepunkt: Ein Jahrzehnte alter Vertrag enthüllt geheimnisvolle Pläne, während ein Hotelprojekt am Horizont schimmert. Doch wann geht es wirklich los?

Der Bagger hat ganze Arbeit geleistet: Wo jahrzehntelang die Cuxhavener Sanitärfirma Gock ihren Standort hatte, klafft an der Kapitän-Alexander-Straße eine Lücke. Ende Dezember verschwand das Gebäude direkt neben dem Havenhostel am Fuße des Alten Fischereihafens. Doch der Abriss war keine Entscheidung der AFH Alter Fischereihafen Cuxhaven GmbH als Grundstückseigentümerin, sondern vertragliche Pflicht des langjährigen Mieters.

"Das hat nicht die AFH abgerissen, sondern Gock selbst", stellt Jörg Staiger klar. Der Geschäftsführer der AFH-Gesellschaft erläutert die Hintergründe: Die Sanitärfirma hatte einst einen Vertrag geschlossen, der heute undenkbar wäre. Vor rund 20 Jahren - noch zu Zeiten der Seefischmarkt GmbH, lange vor NPorts und der heutigen AFH-Gesellschaft - erhielt Gock einen einfachen Mietvertrag für die Grundstücksfläche und errichtete darauf ein eigenes Gebäude. 

Bereits Mitte Dezember 2025 wurde das "Gock"-Gebäude am Alten Fischereihafen abgerissen. Foto: Potschka

Rückbauverpflichtung aus alter Vereinbarung

Als der Mietvertrag nun auslief und Gock die Räumlichkeiten, die zuletzt noch als Ladenlokal dienten, vollständig räumte, griff die vertraglich vereinbarte Rückbaupflicht. Die Firma musste das Gebäude auf eigene Kosten entfernen. Ihren Sitz hat die Firma Gock jetzt an der Straße Abschnede 193.

Was mit der freigewordenen Fläche geschehen soll, steht bislang nicht fest. "Das gehört mit zum zweiten Bauabschnitt", sagt Staiger. Dieser erstreckt sich vom Havenhostel bis zum Verwaltungsgebäude, in dem der Shanty-Chor Cuxhaven seine Messe hat. Auf dem Areal stehen mehrere baufällige Gebäude. "Viele der alten Gebäude werden dann abgerissen", kündigt der AFH-Geschäftsführer an, schränkt aber ein: "Wann es genau losgeht, steht bislang nicht fest."

Ende einer Ära: Das Gebäude der Sanitärfirma Gock an der Kapitän-Alexander-Straße wurde Mitte Dezember 2025 abgerissen. Foto: Potschka

Weiteres Hotel geplant

Konkret wird Staiger bei den Perspektiven: "Wir werden auf jeden Fall im zweiten Bauabschnitt noch ein Hotel im AFH errichten." Auch eine Erweiterung des Havenhostels sei dabei durchaus denkbar, auch wenn frühere Planungen für einen spiegelverkehrten Anbau mit dem heutigen Bebauungsplan wohl nicht mehr vollständig umsetzbar seien.

Vorerst bleibt am Alten Fischereihafen alles beim Alten. "Die Saison über wird nichts verschwinden", versichert Staiger. Vor Jahresende seien keine weiteren Abrissarbeiten geplant. Mit einer möglichen Ausnahme: Die alte, blau gestrichene Halle direkt neben dem ehemaligen Restaurant Hafenblick, könnte eventuell früher weichen. Doch auch das hält Staiger für "eher unwahrscheinlich".

Das Gock-Gebäude ist Geschichte. Was auf seiner Fläche entstehen wird, entscheidet sich mit dem zweiten Bauabschnitt, und der lässt noch auf sich warten.

Baulücke an der Kapitän-Alexander-Straße: Die Fläche gehört zum geplanten zweiten Bauabschnitt der AFH-Entwicklung, dessen Zukunft noch offen ist. Foto: Potschka

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Jens Potschka

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Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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