Mit einem größeren Aufgebot sicherte die Polizei am Mittwochmittag das Gelände rund um das Kreishaus in Cuxhaven, nachdem eine Bombendrohung eingegangen war. Foto: Brettschneider
Mit einem größeren Aufgebot sicherte die Polizei am Mittwochmittag das Gelände rund um das Kreishaus in Cuxhaven, nachdem eine Bombendrohung eingegangen war. Foto: Brettschneider
Fahndung läuft

Bombendrohung im Kreishaus Cuxhaven: Polizei ermittelt wegen räuberischer Erpressung

von Tamina Francke | 12.12.2025

Nach der Bombendrohung im Cuxhavener Kreishaus ermittelt die Polizei. Warum die Beamten von einem besonders schweren Delikt ausgehen und wie solche Drohungen bewertet werden, erklärt Polizeisprecher Stephan Hertz.

Nach der Bombendrohung gegen das Kreishaus des Landkreises Cuxhaven am Mittwochmittag (10. Dezember 2025) dauern die Ermittlungen der Polizei weiter an. Wie Polizeisprecher Stephan Hertz auf Nachfrage von cnv-medien.de mitteilt, wird in dem Fall wegen räuberischer Erpressung ermittelt. Hintergrund ist, dass der bislang unbekannte Anrufer Geld gefordert haben soll. Dabei sei mit Gewalt in Form eines Bombenanschlags gedroht worden.

Polizei ermittelt wegen räuberischer Erpressung

Weitere Details zu dem Anrufer oder zur Höhe einer möglichen Geldforderung nennt die Polizei nicht. Die Fahndung nach dem Verursacher laufe weiterhin.

Landkreis-Mitarbeitende versammeln sich nach der Evakuierung an einer Sammelstelle auf dem Parkplatz vor dem Kreishaus. Foto: Brettschneider

Bomben- oder Amokdrohungen kämen nach Angaben von Hertz glücklicherweise nur vereinzelt vor, etwa auch im schulischen Bereich. Im April hatte eine Bombendrohung am Lichtenberg-Gymnasium zuletzt für Aufregung gesorgt. Dennoch nehme die Polizei jeden einzelnen dieser Sachverhalte sehr ernst. "Jede Drohung wird durch speziell ausgebildete Kräfte geprüft", erklärt der Polizeisprecher. In Cuxhaven sei hierfür unter anderem die Verhandlungsgruppe der Polizei eingebunden worden.

Fahndung nach dem Verursacher läuft weiter

Die Bewertung erfolge anhand verschiedener Kriterien, etwa zur Glaubwürdigkeit der Drohung und zur möglichen Gefahrenlage. Auf dieser Grundlage würden anschließend die notwendigen Maßnahmen geplant und umgesetzt. Im aktuellen Fall habe diese fachliche Einschätzung ergeben, dass keine konkrete Gefahr bestanden habe, weshalb das Kreishaus am frühen Nachmittag wieder freigegeben werden konnte.

Das Kreishaus war am Mittwoch nach einem telefonischen Drohanruf vorsorglich evakuiert worden. Für die Bevölkerung bestand nach Angaben der Polizei zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr.

Von Bengta Brettschneider und Tamina Francke

Nach der Überprüfung durch speziell geschulte Kräfte gab die Polizei Entwarnung. Foto: Brettschneider

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Tamina Francke

Redakteurin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

tfrancke@no-spamcuxonline.de

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