Vielversprechender Blick auf den Eingang der Passage - aber drinnen ist es auch 30 Jahre nach der Eröffnung meist menschenleer. Am Sonnabend aber nicht. Foto: Reese-Winne
Vielversprechender Blick auf den Eingang der Passage - aber drinnen ist es auch 30 Jahre nach der Eröffnung meist menschenleer. Am Sonnabend aber nicht. Foto: Reese-Winne
Geschäfte und Dienstleister 

Mehr Leben unter dem Glasdach: Händler im City-Center Cuxhaven starten Initiative

von Maren Reese-Winne | 09.08.2025

"Es war an der Zeit, dass das mal jemand in die Hand nimmt": Das war am Sonnabend beim Tag der offenen Tür im City-Center Cuxhaven zu hören. Die Mieter der Einkaufspassage wünschen sich mehr Leben unter dem Glasdach. 

In das Bewusstsein der Einheimischen und Gäste konnte sich das City-Center Cuxhaven auch über Jahrzehnte hinweg nie so recht vorarbeiten - das wollten die dortigen Dienstleister und Geschäftsleute am Sonnabend mit einem Tag der offenen Tür ändern. Schon der DRK-Stand mit Popcorn und Pfannkuchen vor der Tür machte auf die Aktion aufmerksam.

Der Diakonie-Shop am Ende der Passage zieht mit seinen täglichen Öffnungszeiten immer Publikum an. Diesmal gab es ein zusätzliches Flohmarktangebot.

Die Initiative von Claus Jürgen Wolf, mit dem Renten-Kompetenzcenter im Obergeschoss einer der Mieter in der Passage, hatte Wirkung gezeigt: Die Geschäfte präsentierten sich mit Schnäppchenangeboten, der Diakonieshop hatte nicht nur die Türen des Ladens geöffnet, in dem viele Interessierte im Kleidungs- und Bücherangebot stöberten, sondern auch einen kleinen Flohmarkt und ein Kuchenbuffet aufgebaut. Zusätzlich gab es Informationen über das soziale Beratungsangebot in der Geschäftsstelle der Diakonie Cuxland. Vorgestellt wurden aber ebenso Möglichkeiten, selbst in einem der Bereiche ehrenamtlich tätig zu werden.

Informationsstände und Angebote luden zum Verweilen ein.

Der AWO-Kreisverband Cuxhaven (Arbeiterwohlfahrt) hatte ebenfalls seine Türen geöffnet. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt dort derzeit in der Senioren- und Pflegeberatung. Aber Birgit und Detlef Ott halten dort auch Informationen zu vielen anderen sozialen Themen bereit, unter anderem auch für queere Menschen, die ihrer Ansicht nach besser unterstützt werden müssten. Zweimal in der Woche nutzt außerdem der Betreuungsverein der Arbeiterwohlfahrt Elbe-Weser das Büro.

Die soziale Absicherung steht auch beim Renten-Kompetenzcenter im Mittelpunkt. Sophie-Maria Wolf informierte über das Serviceangebot, das von der Beratung über Rente und persönliche Vorsorge bis zu einem digitalen Notfallausweis reicht.      

Eine Tombola, deren kompletter Erlös für die Jugendarbeit des DRK bestimmt war, ließ die Gäste bereits am Eingang  in der Segelckestraße stoppen, bevor sie sich im Center umschauten. "Es war auch wirklich Zeit, dass jemand das mal in die Hand nimmt, damit wir hier mehr wahrgenommen werden", freute sich Luca Meier vom Reisebüro Deck 11.

Oberbürgermeister Uwe Santjer (r.) rief zur Solidarität mit der heimischen Wirtschaft auf. In der Mitte: Initiator Claus Jürgen Wolf.
Oberbürgermeister Uwe Santjer rief zur Solidarität mit der heimischen Wirtschaft auf.

Oberbürgermeister Uwe Santjer traf einen Nerv, als er bei der Begrüßung auf veränderte Konsumgewohnheiten einging: "Wer Leerstände beklagt und dann online einkauft, braucht sich nicht zu wundern." Die Beratung könne das Internet nicht ersetzen. "Hier sind die Menschen gut aufgehoben. Lasst uns das Geld in Cuxhaven ausgeben", appellierte er. Hier seien Geschäftsleute aktiv, denen Cuxhaven wichtig sei.

Der Gedanke, auf lokale Verantwortung aufmerksam zu machen, hatte auch die AOK bewogen, an dem Tag dabei zu sein, obwohl sie selbst im City-Center nicht vertreten ist. Auch einige freie Geschäftsräume konnten besichtigt werden. Neue Mieter würden die Nachbarn lieber heute als morgen an ihrer Seite begrüßen. 

Kaffee und Kuchen bilden immer einen Anziehungspunkt, hier bei der Diakonie Cuxland.
Die Passage bietet eigentlich gute Voraussetzungen für einen trockenen Einkaufsbummel auch bei Regen.
City-Center Cuxhaven in der Segelckestraße - in Sichtweite der Nordersteinstraße.

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Maren Reese-Winne

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Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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