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Rund 500 Kinder zogen anlässlich des Weltkindertages durch Cuxhaven und machten mit Tanz und Schildern auf ihre Rechte und Zukunftswünsche aufmerksam. Foto: Brettschneider
Rund 500 Kinder zogen anlässlich des Weltkindertages durch Cuxhaven und machten mit Tanz und Schildern auf ihre Rechte und Zukunftswünsche aufmerksam. Foto: Brettschneider
Weltkindertag

Cuxhaven feiert Weltkindertag: Was 500 Kinder sich für ihre Zukunft wünschen

von Bengta Brettschneider | 20.09.2026 Zuletzt aktualisiert: 20.09.2026 12:59 Uhr

Cuxhaven gehörte an diesem Freitagvormittag (18. September) den Kindern: Rund 500 Mädchen und Jungen zogen zum Weltkindertag mit Plakaten vom Kaemmererplatz durch die Nordersteinstraße und machten auf ihre Rechte aufmerksam. Mit vielen Fotos.

Der Himmel ist strahlend blau, die Sonne scheint - und auf dem Buttplatz (Kammererplatz) sind an diesem Freitagvormittag (18. September) Hunderte Kinder zu sehen. Ihre Warnwesten leuchten strahlend in Gelb, Lila und Blau.

Rund 500 Mädchen und Jungen aus Cuxhavener Kitas und Grundschulen sind zum Weltkindertag gekommen. Und schon bevor das Programm offiziell begonnen hat, wird getanzt.

"Nein heißt Nein" läuft mitten in der Cuxhavener Innenstadt. Viele Kinder machen sofort mit. Andere halten ihre selbst gestalteten Plakate in die Höhe. Darauf stehen verschiedene Kinderrechte: das Recht auf Teilhabe, das Recht auf Bildung oder das Recht auf Essen.

Hunderte Kinder versammeln sich bei strahlendem Sonnenschein auf dem Buttplatz in Cuxhaven. Foto: Brettschneider
Der Tag wurde von der Stadt Cuxhaven veranstaltet. Unterstützt wurden sie dabei vom Paritätischen, den BBS Cuxhaven und dem Haus der Jugend. Foto: Brettschneider

Oberbürgermeister Uwe Santjer begrüßt die rund 500 Kinder auf dem Buttplatz. Die Kinder und Erwachsenen der verschiedenen Kindertagesstätten und Schulen jubeln laut auf, wenn ihr Name genannt wird. 

Bevor sich die Kinder auf den Weg durch Cuxhaven machen, gehört der Buttplatz ihnen. Schülerinnen und Schüler der BBS Cuxhaven haben zur Straße hin einen schützenden Kreis um die Kinder gebildet. Dann setzt die Musik ein.

Gemeinsam für Kinderrechte: Auch Oberbürgermeister Uwe Santjer war dabei und tanzte gemeinsam mit den Kindern auf dem Buttplatz. Foto: Brettschneider

Beim Kinderrechte-Tanz "Ich darf das" geht es darum, dass Kinder selbst bestimmen dürfen, Grenzen setzen können und gehört werden sollen. Auf dem Platz bleiben die Bewegungen längst nicht den Jüngsten vorbehalten. Kinder und Erwachsene tanzen gemeinsam.

Mittendrin auch Oberbürgermeister Uwe Santjer. Dass er einen Zugang zu Kindern hat, kommt nicht von ungefähr. Bevor er hauptberuflich in die Politik wechselte, arbeitete Santjer als Erzieher. Der Kinderrechte-Tanz kommt bei allen so gut an, dass er gleich noch einmal getanzt wird.

Kinderrechte im Fokus: Beim Weltkindertag in Cuxhaven tragen die Kleinsten ihre Botschaften stolz durch die Straßen - hier das 'Recht auf Gesundheit' im Mittelpunkt. Foto: Brettschneider
Kinder in Cuxhaven ziehen zum Weltkindertag durch die Straßen und tragen stolz Plakate mit ihren Wünschen und Rechten. Foto: Brettschneider

Was willst du werden, wenn du groß bist?

Danach folgt das nächste Lied mit der Frage: "Was wollt ihr werden, wenn ihr groß seid?" Die Antwort schallt aus vielen Mündern gleichzeitig: "Glücklich!"

Doch natürlich gibt es noch mehr Ideen für die Zukunft. Eine Mama, die auch Piratin ist. Ein Papa, der den Haushalt schmeißt. Eine Lokführerin, eine Astronautin oder ein Prinz. Auf dem Buttplatz entsteht für einen Moment eine Zukunft, in der ziemlich vieles möglich scheint.

Oberbürgermeister Uwe Santjer greift das auf. Die Kinder hätten in Cuxhaven die Chance, die besten Kindergärten und Schulen zu besuchen. Sein Anspruch: "Keiner soll verloren gehen."

Mit klarer Stimme für Kinderrechte: Beim Kinderrechte-Song tanzten Kinder wie auch Erwachsene mit. Foto: Brettschneider
Insgesamt waren rund 500 Kinder aus Cuxhavener Kitas und Schulen gemeinsam mit ihren Erziehern und Lehrerinnen auf dem Buttplatz vertreten. Foto: Brettschneider

Danach setzt sich die große Gruppe in Bewegung. Die Kinder tragen stolz ihre Plakate. Vom Buttplatz aus geht es über die Nordersteinstraße zum Haus der Jugend. Wo sonst Menschen mit Einkaufstaschen durch die Fußgängerzone laufen, bestimmen nun Hunderte Kinder das Bild. Organisiert wird die Veranstaltung von der Stadt Cuxhaven mit Unterstützung des Paritätischen, der BBS und des Hauses der Jugend.

Vom Buttplatz zogen die Kinder durch die Nordersteinstraße zum Haus der Jugend. Foto: Brettschneider
"Kinderrechte gelten jetzt - Denn jetzt sind wir Kinder": Ein eindrucksvolles Plakat auf dem Weltkindertag in Cuxhaven, das die Forderung nach sofortigem Handeln für die Rechte der Jüngsten unterstreicht. Foto: Brettschneider

Beim Haus der Jugend endet der Weltkindertag aber nicht einfach. Auf die Kinder warten Aktionen und Spiele. Nach Tanz, Zukunftswünschen und dem gemeinsamen Zug durch die Innenstadt können sie dort vor allem eines tun, das ebenfalls zu ihren Rechten gehört: spielen.

Einen schützenden Kreis zur Straße hatten Schülerinnen und Schüler der BBS um die Kinder gebildet. Foto: Brettschneider
Kleine Aktivisten im Einsatz. Am Freitag gingen die Kinder für ihre Rechte auf die Straße. Foto: Brettschneider

Kinderrechte der UN-Kinderrechtskonvention

Hinter dem bunten Vormittag steht ein ernstes Anliegen. Die UN-Kinderrechtskonvention sichert Kindern unter anderem Rechte auf Schutz, Bildung, Gesundheit, Beteiligung sowie Spiel und Freizeit zu. In Deutschland gilt die Konvention seit 1992. Verabschiedet wurden sie bereits am 20. November 1989 von UNO Vollversammlung. Der Kinderschutzbund Stadt und Landkreis Cuxhaven setzte sich dafür ein, dass die Kinderrechte in Deutschland umgesetzt werden. 

Bunte Plakate und strahlende Gesichter: Rund 500 Kinder ziehen mit ihren Betreuerinnen und Betreuern zum Weltkindertag durch Cuxhavens Innenstadt und machen auf ihre Rechte und Zukunftswünsche aufmerksam. Foto: Brettschneider

Auf den Plakaten der Cuxhavener Kinder werden diese Rechte an diesem Vormittag sichtbar. Und bei der Frage nach ihrer Zukunft plötzlich sehr konkret. Denn manchmal ist das wichtigste Ziel erstaunlich einfach: glücklich sein.

Auch Studiendirektorin und Abteilungsleiterin für Gesundheit/Soziales/Fachoberschulen der BBS Cuxhaven, Carmen Stelzer, war beim Weltkindertag dabei. Foto: Brettschneider

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Bengta Brettschneider

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