Cuxhaven feiert Weltkindertag: Was 500 Kinder sich für ihre Zukunft wünschen
Cuxhaven gehörte an diesem Freitagvormittag (18. September) den Kindern: Rund 500 Mädchen und Jungen zogen zum Weltkindertag mit Plakaten vom Kaemmererplatz durch die Nordersteinstraße und machten auf ihre Rechte aufmerksam. Mit vielen Fotos.
Der Himmel ist strahlend blau, die Sonne scheint - und auf dem Buttplatz (Kammererplatz) sind an diesem Freitagvormittag (18. September) Hunderte Kinder zu sehen. Ihre Warnwesten leuchten strahlend in Gelb, Lila und Blau.
Rund 500 Mädchen und Jungen aus Cuxhavener Kitas und Grundschulen sind zum Weltkindertag gekommen. Und schon bevor das Programm offiziell begonnen hat, wird getanzt.
"Nein heißt Nein" läuft mitten in der Cuxhavener Innenstadt. Viele Kinder machen sofort mit. Andere halten ihre selbst gestalteten Plakate in die Höhe. Darauf stehen verschiedene Kinderrechte: das Recht auf Teilhabe, das Recht auf Bildung oder das Recht auf Essen.
Oberbürgermeister Uwe Santjer begrüßt die rund 500 Kinder auf dem Buttplatz. Die Kinder und Erwachsenen der verschiedenen Kindertagesstätten und Schulen jubeln laut auf, wenn ihr Name genannt wird.
Bevor sich die Kinder auf den Weg durch Cuxhaven machen, gehört der Buttplatz ihnen. Schülerinnen und Schüler der BBS Cuxhaven haben zur Straße hin einen schützenden Kreis um die Kinder gebildet. Dann setzt die Musik ein.
Beim Kinderrechte-Tanz "Ich darf das" geht es darum, dass Kinder selbst bestimmen dürfen, Grenzen setzen können und gehört werden sollen. Auf dem Platz bleiben die Bewegungen längst nicht den Jüngsten vorbehalten. Kinder und Erwachsene tanzen gemeinsam.
Mittendrin auch Oberbürgermeister Uwe Santjer. Dass er einen Zugang zu Kindern hat, kommt nicht von ungefähr. Bevor er hauptberuflich in die Politik wechselte, arbeitete Santjer als Erzieher. Der Kinderrechte-Tanz kommt bei allen so gut an, dass er gleich noch einmal getanzt wird.
Was willst du werden, wenn du groß bist?
Danach folgt das nächste Lied mit der Frage: "Was wollt ihr werden, wenn ihr groß seid?" Die Antwort schallt aus vielen Mündern gleichzeitig: "Glücklich!"
Doch natürlich gibt es noch mehr Ideen für die Zukunft. Eine Mama, die auch Piratin ist. Ein Papa, der den Haushalt schmeißt. Eine Lokführerin, eine Astronautin oder ein Prinz. Auf dem Buttplatz entsteht für einen Moment eine Zukunft, in der ziemlich vieles möglich scheint.
Oberbürgermeister Uwe Santjer greift das auf. Die Kinder hätten in Cuxhaven die Chance, die besten Kindergärten und Schulen zu besuchen. Sein Anspruch: "Keiner soll verloren gehen."
Danach setzt sich die große Gruppe in Bewegung. Die Kinder tragen stolz ihre Plakate. Vom Buttplatz aus geht es über die Nordersteinstraße zum Haus der Jugend. Wo sonst Menschen mit Einkaufstaschen durch die Fußgängerzone laufen, bestimmen nun Hunderte Kinder das Bild. Organisiert wird die Veranstaltung von der Stadt Cuxhaven mit Unterstützung des Paritätischen, der BBS und des Hauses der Jugend.
Beim Haus der Jugend endet der Weltkindertag aber nicht einfach. Auf die Kinder warten Aktionen und Spiele. Nach Tanz, Zukunftswünschen und dem gemeinsamen Zug durch die Innenstadt können sie dort vor allem eines tun, das ebenfalls zu ihren Rechten gehört: spielen.
Kinderrechte der UN-Kinderrechtskonvention
Hinter dem bunten Vormittag steht ein ernstes Anliegen. Die UN-Kinderrechtskonvention sichert Kindern unter anderem Rechte auf Schutz, Bildung, Gesundheit, Beteiligung sowie Spiel und Freizeit zu. In Deutschland gilt die Konvention seit 1992. Verabschiedet wurden sie bereits am 20. November 1989 von UNO Vollversammlung. Der Kinderschutzbund Stadt und Landkreis Cuxhaven setzte sich dafür ein, dass die Kinderrechte in Deutschland umgesetzt werden.
Auf den Plakaten der Cuxhavener Kinder werden diese Rechte an diesem Vormittag sichtbar. Und bei der Frage nach ihrer Zukunft plötzlich sehr konkret. Denn manchmal ist das wichtigste Ziel erstaunlich einfach: glücklich sein.
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