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Für Demokratie und Menschenwürde: Die Polizeiinspektion Cuxhaven begleitet die Ausstellung „Erinnern heißt Kämpfen!“. Foto: Boris Roessler
Für Demokratie und Menschenwürde: Die Polizeiinspektion Cuxhaven begleitet die Ausstellung „Erinnern heißt Kämpfen!“. Foto: Boris Roessler
"Erinnern heißt Kämpfen!"

Gedenken an Todesopfer rechter Gewalt: Polizei Cuxhaven lädt zu Ausstellung ein

von Redaktion | 19.09.2026

Die Polizeiinspektion Cuxhaven zeigt im Rathaus eine Ausstellung zu Todesopfern rechter Gewalt in Niedersachsen. Die Eröffnung am 21. September verbindet Erinnerung mit einem Vortrag über Antisemitismus.

Die Polizeiinspektion Cuxhaven hat für Montag, 21. September 2026, zur Eröffnung der Ausstellung "Erinnern heißt Kämpfen!" eingeladen. Beginn ist um 17 Uhr in der Bürgerhalle des Rathauses Cuxhaven.

Ausstellung erinnert an Opfer rechter Gewalt

Die Ausstellung trägt den vollständigen Titel "Erinnern heißt Kämpfen! - Zwischen Anerkennung und Vergessen. Todesopfer rechter Gewalt in Niedersachsen seit 1990". Sie erinnert an Menschen, die seit 1990 in Niedersachsen durch rechte Gewalt ums Leben gekommen sind. Nach Angaben der Polizei gibt die Ausstellung den Opfern Namen und Gesicht und erzählt ihre persönlichen Geschichten. Sichtbar gemacht werden soll, was hinter Zahlen und Statistiken steht: Menschen, deren Leben gewaltsam beendet wurde, und Familien, die mit diesem Verlust weiterleben müssen.

Die Polizeiinspektion Cuxhaven betont in ihrer Mitteilung, Erinnern bedeute auch, Verantwortung zu übernehmen. Eine demokratische Gesellschaft lebe davon, dass Menschenwürde, Freiheit und Gleichheit nicht nur Werte auf dem Papier seien, sondern geschützt und gelebt würden. Als Polizei trage man eine besondere Verantwortung für den Schutz dieser Werte. Dazu gehöre es auch, Haltung zu zeigen und sich mit Themen wie Rechtsextremismus, Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit auseinanderzusetzen.

Im Rahmen ihrer Tätigkeit als Demokratiepatin der Polizeiinspektion Cuxhaven begleitet Polizeioberkommissarin Britta Schumann die Ausstellung. Sie möchte damit nach Angaben der Polizei einen Raum für Begegnung, Erinnerung und offenen Austausch schaffen.

Poster zur Ausstellungseröffnung "Erinnern heißt Kämpfen" in Cuxhaven. Foto: Polizei Cuxhaven

Vortrag über Antisemitismus im Anschluss

Im Anschluss an die Ausstellungseröffnung ist ein Vortrag von Prof. Dr. Gerhard Wegner geplant. Er ist Niedersächsischer Landesbeauftragter gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens. Wegner spricht zum Thema "Antisemitismus - die doppelte deutsche Verantwortung". Der Vortrag beginnt voraussichtlich um 18 Uhr.

Die Polizeiinspektion Cuxhaven sieht in der Verbindung von Erinnerung an die Opfer rechter Gewalt, dem Schutz jüdischen Lebens und der Verantwortung für die Demokratie einen Anlass, miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsam Haltung zu zeigen.

Ausstellung bis Anfang Oktober zu sehen

Die Ausstellung ist von Montag, 21. September 2026, bis Freitag, 9. Oktober 2026, in der Bürgerhalle des Rathauses Cuxhaven zu sehen.

Erstellt wurde sie durch die Mobile Beratung Niedersachsen, die Betroffenenberatung Niedersachsen und Distance - Ausstieg Rechts Niedersachsen. Gefördert wird sie im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie durch das Landes-Demokratiezentrum Niedersachsen (L-DZ).

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