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Ersetzt einen ungefähr 60 Jahre alten Vorgängerbau: Das neue Sanitärgebäude auf dem Cuxhavener Wochenmarkt steht inzwischen im Rohbau. Auch das Verblendmauerwerk wurde bereits angebracht. Foto: Koppe
Ersetzt einen ungefähr 60 Jahre alten Vorgängerbau: Das neue Sanitärgebäude auf dem Cuxhavener Wochenmarkt steht inzwischen im Rohbau. Auch das Verblendmauerwerk wurde bereits angebracht. Foto: Koppe
Baufortschritt

Cuxhavens künftiges Wochenmarkt-WC steht jetzt im Rohbau

von Kai Koppe | 18.09.2026

Eine "unendliche Geschichte" soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden können: Beim Neubau eines Sanitärgebäudes geht es im nächsten Schritt an die Innenarbeiten. 

Es wurde berechnet, geplant und immer wieder diskutiert: Bis das Vorhaben "Neubau einer WC-Anlage am Wochenmarktplatz" tatsächlich Formen annahm, waren mehrere Jahre ins Land gegangen. Einmal ins Rollen gekommen, läuft die Umsetzung an sich überraschend schnell. Nach rund drei Monaten Bauzeit steht nun der Rohbau.

"Die Arbeiten verlaufen planmäßig und in unserem Sinne": So äußerte sich am Freitag auf Nachfrage ein Verwaltungssprecher. Die Stadt Cuxhaven ist Bauherrin der neuen Toilettenanlage, die mit einem im Haushalt veranschlagten Kostenrahmen von 590.000 Euro sicher kein Schnäppchen darstellt. Der genannte Betrag werde nicht vollends ausgeschöpft - darauf hatte die Stadt bereits im Mai dieses Jahres hingewiesen. Nennenswert günstiger (so hieß es damals) komme man allerdings auch nicht davon: Das künftige WC-Gebäude sollte von seiner Bausubstanz her so beschaffen sein, dass es nach seiner Fertigstellung möglichst energieeffizient zu betreiben sein wird.

Innenausbau ist der nächste Meilenstein

Was das Erscheinungsbild betrifft, sollte die Anlage zudem nicht völlig prosaisch daherkommen. Aus diesem Grund hatten sich die Planer dazu entschieden, das Pultdach-Gebäude verklinkern zu lassen - ein Schritt, der inzwischen erfolgt ist. Der Baukörper sei einschließlich seines Verblendmauerwerks fertiggestellt, hieß es am Freitag seitens der Stadtverwaltung. "Auch die Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten sind abgeschlossen, sodass der Rohbau insgesamt als fertiggestellt betrachtet werden kann", teilte Christian Somnitz, stellvertretender Referatsleiter im örtlichen Rathaus, gegenüber unserer Redaktion mit.

Nach Somnitz' Angaben ist der Innenausbau der nächste große Meilenstein des Vorhabens. Dabei geht es auch um die technische Ausstattung des künftigen Sanitärgebäudes. Für deren Installation benötigten die eingesetzten Gewerke (sie kommen aus den Bereichen Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro) allerdings einen geschlossenen Baukörper. Fenster und Türen würden derzeit gefertigt und voraussichtlich bis Mitte Oktober fertig werden. "Die Haupteingangstür wird bereits am kommenden Montag eingebaut", sagte Somnitz.

Der Zeitplan sieht vor, dass am 19. Oktober mit der Vorwand- und Rohinstallation begonnen werden kann. "Parallel dazu werden die Photovoltaikanlage und die Wärmepumpe aufgestellt", hieß es am Freitag.

Im weiteren Verlauf geht es offenbar Schlag auf Schlag: Anfang November soll das an der Fassade stehende Gerüst abgebaut und mit den Putzarbeiten im Innenbereich begonnen werden. "Anschließend wird die Fußbodenheizung einschließlich des Rohrsystems installiert, sodass danach der Estrich eingebracht werden kann", stellt die Stadtverwaltung in Aussicht. Fliesen- und Malerarbeiten sowie die Endmontagen sollen bis Mitte Dezember abgeschlossen sein, sodass das Gebäude wie geplant noch vor Weihnachten seiner Bestimmung übergeben werden kann.

Abteil mit Wickeltisch und ein Rollstuhlfahrer-WC

Wie berichtet, wird die fertige Anlage über einen von allen Geschlechtern gemeinsam genutzten Foyerbereich verfügen. Davon zweigen - jeweils durch eine Tür getrennt - der Bereich mit den Urinalen und ein weiterer Gebäudeteil mit vier Sitztoiletten ab. Im Eingangsbereich wird es zwei Handwaschbecken geben; außerdem gelangt man von dort zu einem weiteren WC-Abteil mit einer Wickelgelegenheit und ausreichend Platz für Kinderwagen beziehungsweise Rollator. An der Südostecke des Gebäudes wird sich eine von außen zu betretende und per Euroschlüssel zu öffnende rollstuhlgerechte Toilette befinden. Das künftige WC-Gebäude wird außerdem einen Technikraum, ein Marktleiterbüro, eine Putzmittelkammer und ein kleines Lager beherbergen.

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Kai Koppe

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Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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