Die Altenwalder Kaserne wird voraussichtlich erst im Sommer als Erstaufnahmeeinrichtung des Landes in Betrieb gehen. Vorgesehen ist eine Doppelnutzung mit dem Landkreis Cuxhaven, der die Kaserne als Reserve braucht, um dort notfalls sehr schnell Wohnaum für Geflüchtete zu schaffen. Foto: Reese-Winne
Die Altenwalder Kaserne wird voraussichtlich erst im Sommer als Erstaufnahmeeinrichtung des Landes in Betrieb gehen. Vorgesehen ist eine Doppelnutzung mit dem Landkreis Cuxhaven, der die Kaserne als Reserve braucht, um dort notfalls sehr schnell Wohnaum für Geflüchtete zu schaffen. Foto: Reese-Winne
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Cuxhaven: Kaserne in Altenwalde wird erst im Sommer Flüchtlingsunterkunft

von Maren Reese-Winne | 17.11.2022

Cuxhaven-Altenwalde. Es gibt eine neue Lage bei der Altenwalder Kaserne: Voraussichtlich wird es bis zum kommenden Sommer dauern, bis dort geflüchtete Menschen aufgenommen werden. Zumindest gilt dies für den größten Teil der künftigen Unterkunft.

Sozialdezernent Friedhelm Ottens (Landkreis Cuxhaven) und Oberbürgermeister Uwe Santjer informierten am Freitag über die jüngste Entwicklung, die sich in dieser Woche ergeben hat. In den Gesprächsrunden zusammen mit dem Land und dem Staatlichen Baumanagement habe sich herausgestellt, dass eine reguläre Nutzung als Erstaufnahmeeinrichtung des Landes erst im Sommer beginnen könne, so Ottens. Grund sei der bauliche Zustand der Gebäude. Ausgeschlossen sei jedoch nicht, dass der Landkreis schon eher auf Unterbringungsmöglichkeiten in der früheren Hinrich-Wilhelm-Kopf-Kaserne zurückgreifen müsse, unterstreicht Friedhelm Ottens, der auch den Ukraine-Stab leitet.

Atempause gibt Zeit zur Planung

Zurzeit komme der Landkreis mit den bisherigen Unterkünften vor allem in Sahlenburg und Neuhaus recht gut hin - diese Situation könne sich aber in kürzester Zeit ändern. Dann müsse unter Umständen ein Teil der Gebäude unter provisorischen Bedingungen wiedereröffnet werden. Ob das ginge, wird zurzeit geprüft. "Das Land Niedersachsen hat bundesweit seine Quote sehr gut erfüllt", konkretisiert Uwe Santjer, "daher werden zurzeit mehr Schutzsuchende auf die anderen Bundesländer verteilt."

Dies eröffnet auch etwas mehr Zeit für die Vorbereitungen in der Altenwalder Kaserne - nicht nur baulich, sondern auch organisatorisch. "Wir brauchen Rahmenbedingungen, die das, was dort vorgesehen ist, auch leistbar machen", unterstreicht Uwe Santjer. "Das ist auch eine Verpflichtung unserer eigenen Bevölkerung gegenüber." Sprich: Sollten in der Kaserne, die schon von 2015 bis 2016 als Notunterkunft diente, bis zu 1000 Schutzsuchende unterkommen, müssten auch Konzepte für Kinderbetreuung, Schule, Dauer der Belegung und Begleitung durch Haupt- und Ehrenamtliche stehen. Die dezentrale Unterbringung in den Gemeinden sieht Uwe Santjer außerdem weiterhin als wichtigste Voraussetzung für Integration und gesellschaftliche Stabilität.

Nicht wieder verfallen lassen

Die Idee des Landes, lieber später, aber dafür in vernünftig hergerichteten Gebäuden zu beginnen, berge die Chance, diese längerfristig zu nutzen und nicht wieder hinter verschlossenen Toren sich selbst zu überlassen, so Ottens. Die Ehrenamts-Institutionen - allen voran das "Offene Herz Altenwalde" seien - sofort über die neue Entwicklung unterrichtet worden. "Diese halten sich bereit."

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Maren Reese-Winne

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Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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