Deichsicherheit in Cuxhaven: Das sind die Ergebnisse der Herbst-Deichschau
Trotz Regen versammelten sich zahlreiche Vertreter aus verschiedenen Organisationen zur alljährlichen Deichschau in Cuxhaven. Es gab Updates zur Baustelle der Liegeplätze 5-7. An einigen Stellen in Richtung Duhnen müssen Arbeiten stattfinden.
Am Anfang war es noch trocken, später wurde es dann doch nass. Am Freitag (9. Oktober 2026) fand die traditionelle Cuxhavener Herbst-Deichschau statt.
Startpunkt der Herbst-Deichschau vom Cuxhavener Deichverband war der Fährhafen. Dort teilten sich die Anwesenden in zwei Gruppen auf: Eine Gruppe inspizierte den Deich in Richtung Duhnen. Die zweite Gruppe machte sich auf den Weg in den Hafen und lief in Richtung der Baustelle von den Liegeplätzen 5-7.

Sturmfluttore schließen nach Plan
Im Hafen wurden probeweise die Sturmfluttore geschlossen. Mitarbeiter von Niedersachsen-Ports (NPorts) demonstrierten das Verfahren an einigen Stellen - die Funktionalität der Tore werde aber mehrmals im Jahr überprüft. Über das Sperrwerkstor ging es weiter Richtung Mützelfeldtwerft und Siemens Gamesa. An der Baustelle der Liegeplätze 5-7 wurde Halt gemacht und Knut Kokkelink gab ein Update bekannt. "Wir rammen und bohren bereits seit einiger Zeit wieder", erläuterte der NPorts-Niederlassungsleiter. Ungefähr 2400 Betonpfähle kämen in den Boden. Für den Betonbau würden zudem 45.000 Kubikmeter Beton verwendet werden.
Insgesamt entsteht eine Kaianlage von 1300 Metern Länge, die bis Ende 2028 fertiggestellt werden muss. "Wir sind gut im Zeitplan", sagte Kokkelink. Die Liegeplätze werden schwerlastfähig - jeder Quadratmeter kann mit 15 Tonnen belastet werden, so der Niederlassungsleiter. Zudem wurde bereits ein Einschnitt in den Deich gemacht. Die Liegeplätze werden am Ende so hoch, dass an der Stelle keine Deichkrone mehr benötigt werde.

Im Strandhotel Duhnen trafen sich die beiden Gruppen zur Abschlussbesprechung wieder. Zur Schau gekommen waren neben Vertretern des Cuxhavener Deichverbandes unter anderem Vertreter der Stadt Cuxhaven, der Feuerwehr, EWE, des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), vom DLRG, Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) und Technischem Hilfswerk (THW). Zudem war NPorts und die Bundeswehr vertreten. Jens Heins vom Cuxhavener Deichverband vertrat bei der Schau den Schultheiß Jürgen Schubel. "Die Zusammenarbeit hat wieder super geklappt", betonte Heins.
Deichkronenweg muss erneuert werden
Bei der Schaukritik wurde hervorgehoben, dass der Deichkronenweg zwischen dem Fährhafen und der Kugelbake erneuert werden muss. Er sei nicht nur kaputt, sondern auch zugewachsen. In Duhnen wurde eine Auffahrt erneuert. Diese schließe jedoch nicht komplett an, sodass Wasser hindurchkäme. Daher müsse sich der Eigentümer um die Reparatur kümmern.
"Wir müssen uns keine Sorgen um die Deichsicherheit machen", betonte Torsten Köhne von der Stadt Cuxhaven. Die Tore schließen ordnungsgemäß und das System dahinter sei in Ordnung. "Das funktioniert, so kann es gerne bleiben", sagte Köhne.
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