Das Cuxhaven „Multikulti“ ist, das ist schon seit vielen Jahren so. Grafik: Laatzen
Das Cuxhaven „Multikulti“ ist, das ist schon seit vielen Jahren so. Grafik: Laatzen
Portugiesen auf Platz 1

Internationales Cuxhaven: 113 verschiedene Nationen leben in der Stadt

von Herwig V. Witthohn | 05.02.2023

Das Cuxhaven "Multikulti" ist, das ist schon seit vielen Jahren so. Im Nordseeheilbad lebten (Stand 31.12.2022) Menschen aus insgesamt 113 verschiedenen Nationen. Dabei gibt es allerdings auch eine Gruppe, wo die Herkunftsländer nicht feststehen. 

In Cuxhaven leben schon seit Jahrzehnten Menschen aus vielen verschiedenen Nationen friedlich zusammen. Der Ursprung lag in den 1950er und 1960er Jahren, als die Fischindustrie boomte und Arbeitskräfte hauptsächlich aus Spanien und Portugal kamen. Durch die Globalisierung wurden die Grenzen offener, die Entfernungen durch neue Verkehrswege auch kürzer. Heutzutage sind es bei weitem nicht nur Europäer, die nach Cuxhaven kommen. Immerhin gibt es durch die Fischindustrie einen kleinen, aber steten Anteil von Isländern an der Cuxhavener Bevölkerung. Während Spanier oft den Weg zurück in ihre ursprüngliche Heimat genommen haben und der Anteil daher stetig abnimmt, ist es bei den Portugiesen anders. Sie sind bereits größtenteils in Cuxhaven geboren und besitzen natürlich die deutsche Staatsbürgerschaft. Und haben Cuxhaven, wie die Spanier auch, kulturell bereichert. Seit einigen Jahren gibt es den größten Zuzug jedoch aus asiatischen und afrikanischen Ländern. Syrien und Afghanistan versinken im Chaos des Krieges und von daher haben viele Flüchtlinge unsere Stadt erreicht. Durch den Angriffskrieg der Russen gegen die Ukraine ist klar, dass auch viele Menschen aus der Ukraine in Cuxhaven Zuflucht gefunden haben. Ob das Nordseeheilbad ihr neues Zuhause wird?

Fakt ist, dass die Portugiesen ihren Spitzenplatz bei den in Cuxhaven vertretenen Nationen behalten haben. 1173 Portugiesinnen und Portugiesen leben in der Stadt, 565 Frauen und 608 Männer. Im Vergleich zum Vorjahr (1181) sank die Zahl um 8.

Auf dem zweiten Platz landen, wie im Vorjahr auch, die Syrer mit 697 Personen (2021 waren es 747), 392 Männer und 305 Frauen.

Neu auf dem Bronzerang steht die Nation, die durch den brutalen russischen Angriffskrieg gebeutelt ist: Die Ukraine mit 659 Personen (247 Männer und 412 Frauen).

Die Türkei rutschte auf den vierten Platz ab mit 444 Personen (2022: 451), 245 Männer und 199 Frauen). Auf dem fünften Platz findet sich nun Spanien wieder, dass vom vierten Rang abrutschte (378 Personen, 193 Männer, 185 Frauen, 2021: 384 Personen). Auf dem sechsten Platz stehen die Bulgaren (vorher Platz 5) mit 288 Personen (2021: 299). 141 Männer und 147 Frauen aus Bulgarien leben in Cuxhaven. Ebenfalls einen Platz zurück ging es für Polen mit 282 Personen (2021: 280), davon 138 Männer und 144 Frauen. Den 8. Platz belegt Serbien mit 266 Personen (2021: 260), davon sind 134 Männer und 132 Frauen registriert. Auf Platz 9 finden sich mit 180 Personen (114 Männer, 66 Frauen) die Italiener wieder (2021: 193). Und den zehnten Platz belegt Kosovo mit 176 Personen (80 Männer, 96 Frauen). Im Vergleich zum Vorjahr (172) ist ein leichter Rückgang zu verzeichnen.

Immer interessant ist natürlich auch die Statistik für Menschen aus den Ländern, mit denen es Städtepartnerschaften gibt. Polen, Spanien und Portugal wurden ja bereits genannt.

Aus Großbritannien (Partnerstadt ist Penzance) kommen 18 Einwohner, neun Männer und neun Frauen. Die Zahl blieb insgesamt konstant.

14 Isländer (Partnerstadt Hafnarfjördur) leben in der Stadt Cuxhaven, sechs Männer und acht Frauen. Ein Zuwachs um einen Einwohner.

Frankreich stellt ebenfalls 14 Einwohner, sechs Männer und acht Frauen (2021: 10). Ein Zuwachs um vier Personen.

Und die USA (Freundschaftsabkommen mit New Bedford) ist mit 30 Personen in Cuxhaven vertreten (17 Männer, 13 Frauen). Ein Rückgang um vier Personen.

Erstaunlich: Eine Gruppe von Menschen würde eigentlich auf dem achten Platz stehen, denn bei 190 Personen, die in Cuxhaven leben, ist das Herkunftsland nicht bekannt.

Der Anteil der ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger beträgt 13,1 Prozent.

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Herwig V. Witthohn

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Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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