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Der zum Flottillenadmiral beförderte Kommandeur des Marinefliegerkommandos in Nordholz, Broder Nielsen, vor einem der neuen Seefernaufklärer P-8A "Poseidon", mit denen das Marinefliegergeschwader 3 seit November 2025 ausgestattet wird. Foto: Reese-Winne
Der zum Flottillenadmiral beförderte Kommandeur des Marinefliegerkommandos in Nordholz, Broder Nielsen, vor einem der neuen Seefernaufklärer P-8A "Poseidon", mit denen das Marinefliegergeschwader 3 seit November 2025 ausgestattet wird. Foto: Reese-Winne
Sichtbare Aufwertung

Führung der Nordholzer Marineflieger: Kommandeur Broder Nielsen ist jetzt Admiral

von Maren Reese-Winne | 07.10.2026 Zuletzt aktualisiert: 07.10.2026 19:53 Uhr

Es war ein bedeutsamer Termin beim Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius: Dieser hat Broder Nielsen, Kommandeur des Marinefliegerkommandos in Nordholz (Kreis Cuxhaven), vor wenigen Tagen die Ernennungsurkunde zum Flottillenadmiral übergeben.

Es ist eine Ehre, die weit über die persönliche Dimension hinausgeht: Broder Nielsen, Kommandeur des Marinefliegerkommandos in Nordholz, ist zum Flottillenadmiral befördert worden. Eine Aufwertung für das gesamte Marinefliegerkommando, das sich derzeit in einem einzigartigen Aufbau- und Reformationsprozess befinde, konstatierte Nielsen am Mittwoch in Nordholz. 

Ende September hat Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) dem Nordholzer Kommandeur - bis dahin mit dem Dienstgrad Kapitän zur See - in Berlin die Ernennungsurkunde übergeben. Der Flottillenadmiral ist der erste der vier Admiralsdienstgrade der Marine und entspricht dem Brigadegeneral im Heer (Ein-Sterne-General). Einen Stern sowie einen breiten und einen schmalen goldfarbenen Streifen trägt Broder Nielsen nun am Ärmel seiner Uniform. Ein Detail, das Insidern sofort auffiel, als er Anfang Oktober den neuen Status mit einem Foto in seinem persönlichen LinkedIn-Profil bekannt machte.

Mit einer hohen Verantwortung verbunden

Für ihn bedeute das weniger ein Mehr an Status, sondern vielmehr ein Mehr an Verantwortung, so Nielsen und meint damit Verantwortung für die derzeit rund 2500 Soldatinnen, Soldaten und Zivilbeschäftigten im Kommando, für die Einsatzbereitschaft und die Erfüllung eines Auftrags, der in den letzten Jahren entschieden an Umfang und Brisanz gewonnen habe.

Broder Nielsen ist Admiral an der Spitze des Marinefliegerkommandos in Nordholz. Foto: Reese-Winne

Die Marineflieger leisteten mit ihrem Schwerpunkt, der U-Boot-Jagd, einen erheblichen strategischen Beitrag zur Verteidigung der NATO und zur Sicherheit Deutschlands, so der Admiral: "Was wir können, kann kein anderer in den deutschen Streitkräften. Fliegen können viele, U-Boote jagen können nur wir."

Der aktuelle Neuaufbau und Aufwuchs der Marineflieger sei gekennzeichnet durch erhebliche Investitionen in Personalaufbau, Ausbildung, neue Luftfahrzeuge, Hubschrauber und Geräte sowie den großangelegten Ausbau der Infrastruktur am Standort Nordholz, und das nach einer Phase des Abbaus, die die Marineflieger Mitte der 90er-Jahre fast an die Grenzen ihrer Existenz gebracht hätte, erklärt Broder Nielsen. 

Nielsen wird am Standort bleiben

Der Stellenwert der Marineflieger für die Sicherheit Deutschlands und des atlantischen Bündnisses wird nun durch die Aufwertung des Dienstpostens des Kommandeurs der Marineflieger sichtbar gemacht. Der 63-jährige Broder Nielsen - mit fast vier Jahren am Standort für die Bundeswehr schon außergewöhnlich lange in Nordholz - wird den weiteren Ausbau in Nordholz aller Voraussicht nach bis zum Dienstzeitende in zwei Jahren persönlich begleiten, wie er ankündigte.

Die P-8A Poseidon gehört zu den wichtigsten neuen Fähigkeiten der Marineflieger in Nordholz. Der Seefernaufklärer ist unter anderem für die U-Boot-Jagd ausgelegt. Foto: Bundeswehr/Julia Kelm

Wenn es nach ihm geht, sollte bis dahin die neue Aufklärungsdrohne des Typs MQ9B "Sea Guardian" in Nordholz eingeführt worden sein. Acht Drohnen sind bestellt (immer zwei bilden zusammen mit einer Bodenkontrollstation ein System). Sie können ferngesteuert sowohl unabhängige Operationen fliegen als auch zusammen mit den bemannten Seefernaufklärern des Typs P-8A Poseidon agieren.

Für Nordholz eine Premiere

Ein Admiral als Ranghöchster des Standorts - das ist auch für Nordholz eine Premiere. Zwar hatte es auch der erste Kommodore des Marinefliegergeschwaders 3 "Graf Zeppelin", Paul Kriebel, zum Flottillenadmiral gebracht, jedoch war das Marinefliegerkommando damals noch in Kiel stationiert. Im Zuge der Bundeswehrtransformation wurde die Flottille der Marineflieger am 30. Juni 2006 aufgelöst. An ihre Stelle trat im Jahr 2012 das in Nordholz konzentrierte Marinefliegerkommando. Für einige Monate war Broder Nielsen damals Kommodore des MFG 3.

Nielsen, als Sohn eines Bauern in Schleswig-Holstein geboren, kam durch die Zeit als Grundwehrdienstleistender mit der Bundeswehr und der Fliegerei in Kontakt. Es war ein nachhaltiger Eindruck. Nielsen flog unter anderem 17 Jahre lang den Tornado und war darüber hinaus viele Jahre lang im Personalmanagement der Bundeswehr tätig. 

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Maren Reese-Winne

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Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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