Das Duo Burstein und Legnani bei seinem Neujahrskonzert in der Cuxhavener Stadtbibliothek. Foto: Märthe Werder
Das Duo Burstein und Legnani bei seinem Neujahrskonzert in der Cuxhavener Stadtbibliothek. Foto: Märthe Werder
musikalischer Abend

Ein ungewöhnliches Duo: Neujahrskonzert von Burstein und Legnani in Cuxhaven 

von Märthe Werder | 16.01.2026

Das Duo Burstein und Legnani spielte in der Stadtbibliothek Cuxhaven sein Neujahrskonzert. So feierten die Musiker musikalisch ihr 30-jähriges Jubiläum mit Cello und Gitarre. Ohne ein Wort zu sagen, kreierten sie eine besondere Atmosphäre.

Die Stadtbibliothek Cuxhaven lud zu ihrem musikalischen Auftakt des neuen Jahres am Donnerstag (15. Januar 2026) ein. Das Neujahrskonzert vom Duo Burstein und Legnani stand unter dem Motto "Das Beste aus 30 Jahren". Es herrschte absolute Ruhe in der eigentlich geschlossenen Stadtbibliothek. In einem kleinen Saal in der ersten Etage kam ein kleines Publikum von ungefähr 20 Menschen zusammen, um an diesem Abend der Musik des Duos Burstein und Legnani zu lauschen.

Fokus lag auf der Musik

Die beiden Künstler betraten den Raum, setzten sich und fingen, ohne ein Wort zu sagen, an zu spielen. Ariana Burstein startete den Abend an ihrem Cello, kurz danach setzte Roberto Legnani an der Gitarre ein. Das erste Stück begann eher ruhig, bekam im Verlauf aber mehr Pep. Das Licht im Saal war gedimmt, nur die Künstler waren durch Strahler hell angeleuchtet. Während die Künstler spielten, schlossen manche Personen im Publikum die Augen, um sich vermutlich besser auf die Musik zu konzentrieren. Die Kombination aus Gitarre und Cello ließ eine sehr harmonische Musik entstehen, die den gesamten Raum einnahm. Dabei wurden sowohl ruhige als auch sehr lebendige Töne kreiert, die schon fast zum Tanzen animierten.

Der Abend war vor allem etwas für die Ohren, die Augen konnten eher vernachlässigt werden. Die Künstler waren ganz in Schwarz gekleidet und es gab keine weitere Inszenierung. Beobachtete man die Musiker, konnte aber vor allem bei Ariana Burstein die Leidenschaft beim Spielen des Cellos beobachtet werden: Ihr Kopf bewegte sich leidenschaftlich mit der Musik mit.

Nach jedem gespielten Stück stand das Duo kurz auf, erntete Applaus und setzte sich dann für das nächste Stück wieder hin. Während des gesamten Auftritts sprachen die beiden kein einziges Wort. Sie ließen allein die Musik sprechen.

Ariana Burstein zeigte, was für unterschiedliche Töne ein Cello erzeugen kann. Foto: Märthe Werder

Ein Duo aus Cello und Gitarre ist eher ungewöhnlich

"Ich kannte das Duo vorher nicht", erzählt Kerstin Siers. Durch ein Plakat sei sie auf den Auftritt aufmerksam geworden. "Ich finde es total schön und ich bin immer wieder überrascht, wie viel hier doch eigentlich angeboten wird", sagte sie. Aktuell ist sie mit ihrer Familie für einen längeren Zeitraum in Cuxhaven, eigentlich leben sie aber in Neuss. Auch Markus und Christina Arndt beschrieben, dass sie durch die Werbung auf einem Plakat von dem Abend erfahren hätten. "Ich spiele selbst Cello, aber nicht auf dem Niveau", scherzte Markus Arndt. Die Kombination aus Cello und Gitarre sei ungewöhnlich, betonte er. "Sonst spielen oft Cello und Klavier zusammen", erklärte der gebürtige Cuxhavener. "Es ist ganz besonders, ein Erlebnis", fand auch seine Frau. Das Ehepaar kam während seines Urlaubs in Cuxhaven zu der Veranstaltung, sie leben eigentlich in Bayern.

30-jähriges Bühnenjubiläum

In diesem Jahr feiert das Duo sein 30-jähriges Bühnenjubiläum. Bei dem Konzert spielten sie unter anderem Werke von Antonio Vivaldi und Isaac Albéniz, aber auch eigene Kompositionen. Auch das Stück "Habanera" von Bizet stand auf dem Programm - bekannt aus der Oper "Carmen". Über den Abend verteilt zeigten sie, was für unterschiedliche Töne und Stimmungen bereits ein einzelnes Instrument erzeugen kann.

Zum Ende des Konzertes bedankte sich Roberto Legnani beim Publikum. Das Duo gab abschließend noch eine Zugabe. "Wir spielen ein Stück passend zum Programm - ,Lied ohne Worte' -, weil wir auch nicht gesprochen haben", sagte Legnani.

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Märthe Werder

Volontärin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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