"Ein Zuhause für viele Frauen" - Wer erinnert sich an das Frauenwohnheim in Cuxhaven?
Vor 100 Jahren bot das Frauenwohnheim in Cuxhaven jungen Arbeiterinnen in der Fischindustrie ein Zuhause. Nun werden Erinnerungen gesucht, um das Leben dort lebendig zu halten und aus Sicht der Bewohnerinnen zu beleuchten.
Vor 100 Jahren, im Jahr 1926, wurde in Cuxhaven das Frauenwohnheim im Elfenweg eröffnet. Es bot jungen, meist ledigen Frauen, die Arbeit in der Fischindustrie gefunden hatten, ein Dach über dem Kopf. Anfangs lebten hier Frauen aus anderen Teilen Deutschlands. Später, zwischen den 1950er und 1970er Jahren, wurden hier vor allem Gastarbeiterinnen aus dem Ausland untergebracht. 1975 wurde das Wohnheim geschlossen.
Zeitzeugenberichte aus späteren Jahren deuten darauf hin, dass das Frauenwohnheim weit mehr gewesen sei als eine einfache Unterkunft. Es habe Regeln gegeben, feste Tagesabläufe, gemeinsames Essen und eine Heimleiterin, die den Alltag begleitete. Doch wie war es wirklich, dort zu leben? Wie fühlten sich die ersten Abende im fremden Haus an? Welche Erinnerungen sind geblieben?

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums möchten wir diese Geschichte nicht nur aus Akten und Chroniken erzählen, sondern vor allem aus der Perspektive der Frauen selbst. Deshalb suchen wir Zeitzeuginnen, die im Frauenwohnheim gelebt haben. Oder gibt es Familienangehörige, die Erinnerungen, Erzählungen, Briefe oder Fotos aus dem Familienbesitz teilen möchten?
Zeitzeuginnen und/oder Angehörige, die ihre Erinnerungen weitergeben möchten, können sich bis zum 12. Februar per E-Mail mit dem Betreff "Frauenwohnheim" an dmay@cuxonline.de melden. Bitte geben Sie dabei Ihre Kontaktdaten an und schreiben Sie gern ein paar Stichpunkte zu Ihren Erinnerungen dazu.