Feuerschiff "Elbe 1": Bund gibt 2,5 Millionen Euro für Sanierung nach Cuxhaven
Das Feuerschiff "Elbe 1" liegt seit Monaten im Neuen Fischereihafen Cuxhaven und wartet auf die Instandsetzung in einer Werft. Nun macht der Haushaltsausschuss des Bundestages den Weg für die Sanierung frei und stellt die Mittel in Aussicht.
"Ich freue mich sehr über diesen so nötigen Schritt in Richtung der Förderung und bedanke mich bei allen engagierten Helferinnen und Helfern vor Ort, wie auch im Bund, die diesen Schritt möglich gemacht haben", so der Cuxhavener SPD-Abgeordnete Daniel Schneider.
Für die Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit sind um die 2.5 Millionen erforderlich, vor allem für Instandsetzungs- und Reparaturkosten. Ein neues Schiffssicherheitszertifikat wird benötigt, vergleichbar mit dem TÜV für Autos. Die meisten Arbeiten müssen im Ballasttank durchgeführt werden, einige Arbeiten auch am denkmalgeschützten Deck und an der Außenhaut des Schiffes. Sobald der Förderbescheid eingegangen ist, wird eine Ausschreibung durchgeführt. Darauf folgt dann die wahrscheinlich mehrmonatige Werftzeit.
Freude mit angezogener Handbremse
Bis letztes Jahr war das Schiff noch unterwegs, nun ist es jedoch nicht mehr betriebsfähig. Die Aussagen "Wir kommen nicht mehr in Fahrt" und "Uns steht das Wasser bis zum Hals" von Bernd Petersen, Vorsitzender des Feuerschiff-Vereins, verdeutlichen die finanziellen Schwierigkeiten. "Es ist das richtige Signal, dass nun endlich Bewegung in die Sache kommt. Wenngleich es natürlich Freuen mit angezogener Handbremse ist, da das Projekt Teil des Haushaltes für 2024 ist. Erst wenn dieser entschieden ist, kommt auch bald der Förderbescheid.", so Schneider.
Ein Feuerschiff ist eine Navigationshilfe auf See, die dazu dient, Schiffen sicheren Durchgang in bestimmten Wasserstraßen zu ermöglichen, insbesondere in Küstennähe oder an gefährlichen Stellen wie Untiefen oder Sandbänken. Die Positionierung von Feuerschiffen war besonders wichtig, bevor moderne Technologien wie GPS weit verbreitet waren. Diese Schiffe waren oft unbemannt und wurden in Position verankert, um durch ihre Lichter oder Signale Schifffahrtsrouten zu markieren und Warnungen vor Gefahren zu geben. Feuerschiffe wurden häufig in Gewässern eingesetzt, in denen das Errichten eines festen Leuchtturms schwierig oder teuer war.
CNV-Newsletter
Wissen, was im Cuxland los ist: Alle wichtigen Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven direkt in Ihr Postfach. Hier für den CNV-Newsletter anmelden.