Gäste müssen auf Helgoland ausharren: Rückkehr erst ab 3. Januar
Starke Nordwestwinde und raues Seewetter halten die Fähre MS "Helgoland" am Neujahrstag im Hafen in Cuxhaven fest. Urlauber müssen auf Helgoland ausharren, während das Neujahrsanbaden trotz stürmischer Böen für Kurzweil sorgt.

Schietwetter mit starkem Nordwestwind wirbelt den Helgoland-Verkehr zu Neujahr durcheinander. Wer auf Helgoland den Jahreswechsel verbracht hat und am Donnerstag, 1. Januar 2026, zurückfahren wollte, muss tapfer sein oder darf sich über Zwangsurlaub auf der Hochseeinsel freuen.
Angesichts der aktuellen Wetterlage ließ die Reederei Cassen Eils ihre MS "Helgoland" am 1. Januar 2026 am Pier des Fährhafen Cuxhaven vertäut. Aufgrund der Witterung gibt es auch für Freitag, 2. Januar 2026, Veränderungen im Fahrplan. Laut Reederei verschiebt sich die Abfahrt von Cuxhaven nach Helgoland von 10.30 Uhr auf nunmehr 16 Uhr. Das hat für die Urlauber Konsequenzen, denn damit entfällt auch an diesem Tag die Abfahrtmöglichkeit ab Helgoland.
Schiff fährt erst Sonnabend ab Helgoland
Erste Gelegenheit, die Hochseeinsel mit dem Fährschiff zu verlassen, gibt es demnach erst am Sonnabend, 3. Januar 2026, morgens um 7.30 Uhr ab Helgoland. Um 10.30 Uhr soll dann die "Helgoland" regulär wieder um 10.30 Uhr in Cuxhaven Richtung Helgoland ablegen und dort planmäßig ab 16 Uhr die Rückfahrt antreten.
Das miese Wetter hielt am 1. Januar 2026 zahleiche Insulaner und Gäste nicht davon ab, zur Mittagsstunde am Neujahrsanbaden teilzunehmen und sich am Südstrand auf der Insel in die kalten Fluten der Nordsee zu stürzen. Zahlreiche Interessierte zog es zum Strand an der Landungsbrücke, die das Spektakel als Zuschauer verfolgten. Der Silvesterabend war zuvor trotz des Wetters nach Plan verlaufen. So zog das Klippenleuchten am Mittwochabend alle Blicke auf sich, bevor kurz nach Mitternacht das große Höhenfeuerwerk zum Jahreswechsel den Himmel bunt malte. "Das Feuerwerk war klasse. Die Zuschauer wirkten während des Feuerwerks andächtig aber an Ende war lautes Jubeln überall auf der Insel zu hören", beschreibt Tourismusexperte Dr. Martin Linne die Stimmung. Gut besucht sei im Anschluss die Party in der Nordseehalle gewesen. Linne und seine Frau machen bis Sonntag Urlaub auf Helgoland, sodass das Wetter ihre Pläne nicht durcheinander wirbelt. Aber auch andere Gäste sind offensichtlich entspannt: "Ich habe von keinen Problemen gehört. Viele gucken sich hier das Spektakel an."


Schietwetter auch am Freitag
Der Seewetterbericht des Deutschen Wetterdienstes kündigt für die Deutsche Bucht am Freitag, 2. Januar 2026, Nordwestwind in Stärke 7 bis 8 Beaufort und Böen in Stärke 11 an, der vorübergehend auf Nord dreht. Regen- und Schneeschauer sowie Gewitter und Seegang von anfangs acht Metern sind vorhergesagt.