Die Stadt bemüht sich um eine nachhaltige Wiederverwertung gefällter Bäume, doch externe Firmen entscheiden oft das Schicksal der Baumreste. Symbolfoto: Koppe
Die Stadt bemüht sich um eine nachhaltige Wiederverwertung gefällter Bäume, doch externe Firmen entscheiden oft das Schicksal der Baumreste. Symbolfoto: Koppe
Stadtbäume

Gefällte Bäume in Cuxhaven: Was mit dem Holz der Stadtbäume passiert

von Tim Larschow | 24.08.2026

Baumfällungen sorgen aktuell in Cuxhaven immer wieder für Gesprächsstoff und Unmut. Zuletzt waren es zwei Rosskastanien, Laubbäume und eine Linde in Altenwalde. Doch was passiert mit gefällten Bäumen? Das sagt die Stadt zum Umgang mit dem Stadtgrün.

Grundsätzlich sei es der Stadt Cuxhaven wichtig, das anfallende Holz möglichst im Kreislauf zu halten und sinnvoll wiederzuverwenden. Dabei komme es darauf an, aus welchem Grund ein Baum gefällt werden muss und in welchem Zustand sich das Holz befindet. Auch die Art der Fällung und die Beschaffenheit des Holzes spielten dabei eine Rolle.

Stämme werden zu Holzhackschnitzeln

"Bei erkrankten Bäumen ist das Holz häufig bereits morsch oder verfault. Nach der Zerkleinerung werden diese Holzreste kompostiert und damit wieder in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt", erklärt Marcel Kolbenstetter, Pressesprecher der Stadt Cuxhaven. Bei Bäumen, die beispielsweise aufgrund mangelnder Standfestigkeit gefällt werden müssen oder bei denen unvorhersehbare Ereignisse eine Fällung erforderlich machen, können aus den Stämmen Holzhackschnitzel gewonnen werden. "Diese werden von der Stadt Cuxhaven als Mulchmaterial unter und in den Bepflanzungen wieder ausgebracht. Auf diese Weise wird das Material unmittelbar vor Ort weiterverwendet und kommt den Grünanlagen erneut zugute. Werden Baumfällungen an externe Fachfirmen vergeben, kann das beauftragte Unternehmen grundsätzlich über die dabei anfallenden Holzreste verfügen", so Kolbenstetter.

Umgang mit dem Holz hängt vom Zustand ab

Ein einheitliches Verfahren für jede Baumfällung gibt es nicht, da der Umgang mit dem Holz vom Zustand und der Beschaffenheit des Materials sowie von der Art der Fällung abhängt. Ziel ist es jedoch grundsätzlich, das anfallende Material möglichst sinnvoll zu verwerten, heißt es seitens der Stadt. Je nach Zustand des Holzes kann es also kompostiert, zu Holzhackschnitzeln verarbeitet oder anderweitig genutzt werden.

Im Fall der beiden Kastanien sowie bei der Linde in Altenwalde sind es nach Kenntnisstand unseres Medienhauses Fremdfirmen, die die Bäume entfernt haben. Somit ist es nicht in der Hand der Stadt, was mit dem Holz im Anschluss passiert.

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Tim Larschow

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