Das war der Tag der Bundeswehr 2026 in Nordholz: So nah kommt man den Luftfahrzeugen, hier einer C-130J Hercules, nicht alle Tage. Fotos: Reese-Winne
Das war der Tag der Bundeswehr 2026 in Nordholz: So nah kommt man den Luftfahrzeugen, hier einer C-130J Hercules, nicht alle Tage. Fotos: Reese-Winne
Zu Gast bei den Marinefliegern 

Gigantischer Tag der Bundeswehr in Nordholz: So präsentierten sich die Luftfahrzeuge

von Maren Reese-Winne | 08.06.2026

"Für mich der beste Airday bisher." Dem Urteil eines Besuchers zum Tag der Bundeswehr in Nordholz schlossen sich viele andere an. Es passte einfach; vom Wetter bis zum Programm. Unsere neue Fotogalerie stellt die Luftfahrzeuge in den Vordergrund. 

Begünstigt war die Großveranstaltung am Sonnabend schon durch das Wetter, das die Durchführung des gesamten Flugplans zuließ. Die Flugpräsentationen kamen beim Publikum besonders gut an.

Viele Besucher - unter ihnen zahlreiche Ehemalige, die sich durch Patches zu erkennen gaben - waren extra gekommen, um die neuen Luftfahrzeuge der Marineflieger, die P-8A Poseidon - Seefernaufklärer des MFG 3 - und den Mehrzweckhubschrauber NH-90 in seinen zwei Varianten "Sea Tiger" und "Sea Lion" das erste Mal live zu sehen. Drei P-8A sind bereits an die Nordholzer Marineflieger ausgeliefert, insgesamt sollen es (vorerst) acht Maschinen werden. Zwei Zugänge sind noch für 2026 angekündigt.

Ein NH-90 ging auch dreimal an diesem Tag mit den Fallschirmjägern aus Seedorf in die Luft. Gebannt verfolgte das Publikum den Ausstieg über dem Gelände und den Präzisionsflug der Soldaten, die vor ihren Augen im Sekundentakt landeten. 

Fast ein wenig sentimentale Gefühle kamen bei der Abschiedsvorstellung des Sea Lynx Mk88A auf, der bei den  Marinefliegern nach rund 45 Jahren ausgedient hat. Eine Sonderlackierung vereinigte Abschied und Anfang, indem auf einer Seite ein Luchs und auf der anderen Seite ein Tiger - als Anlehnung an das Nachfolgemodell NH-90 Sea Tiger - abgebildet waren.

Durch das Bühnenprogramm führte Journalist, Stadionsprecher und Sportorganisator Christian Stoll. Foto: Brettschneider

Lautsprecherdurchsagen hielten das Publikum auf dem Laufenden. Journalist, Stadionsprecher und Sportorganisator Christian Stoll übernahm nicht nur die Funktion des Kommentators während der Flugshow, sondern veranstaltete auch kleine Quiz auf der Bühne und führte Interviews. Ein 36-jähriger Eurofighter-Pilot erzählte von seiner Ausbildung und dem Gefühl, wie sich 9 G auf den Körper auswirken. "Sind Sie verheiratet?", wollte der Moderator abschließend wissen, was der junge Pilot bestätigte. "Hat sich Ihre Frau verliebt, weil Sie aussehen wie Tom Cruise in dem Film Top Gun?", fragte er weiter. Dafür habe es sicher mehrere Gründe gegeben, aber an Karneval habe er sich schon einmal als Lieutenant Pete "Maverick" Mitchell aus dem Film verkleidet, verriet der Pilot.

Sie wird den Himmel über Nordholz prägen: Start zur ersten großen Präsentation der P-8A Poseidon des MFG 3 vor großem Publikum.

Bei der Verpflegung auf dem Gelände wurde den Besucherinnen und Besuchern ein vielfältiges kulinarisches Angebot geboten. Dabei war jedoch Geduld gefragt. An den Getränke- und Imbisswagen betrug die Wartezeit mitunter eine gute Stunde, bis man die heiß ersehnten Pommes, Burger oder Gyros in den Händen hielt.

Dabei wollten viele einfach nur wieder hinaus aufs Gelände, um nichts zu verpassen: Nicht die Fahrzeuge und Menschen auf der Blaulichtmeile und die zahlreichen Infostände und Mitmachaktionen der zahlreichen Bundeswehrinstitutionen. Erinnerungsstücke und Info-Materialien wurden in als Souvenir begehrten Stoffrucksäcken vom Gelände geschleppt.

Autos, so weit das Auge reicht. Sein eigenes wiederzufinden, gestaltete sich gar nicht so einfach. Foto: Brettschneider

Dann folgte nur noch eine Herausforderung: Nämlich mithilfe der als Erkennungszeichen ausgegebenen farbigen Armbänder den richtigen Shuttle-Bus zu ergattern und dann das Auto wiederzufinden. Wer clever war, hatte sich bei der Ankunft selbst den Standort geschickt. Etliche Besucherinnen und Besucher irrten jedoch einige Zeit auf den Wiesen umher. Einige von ihnen nutzten die Hupe zum Suchen. Andere versuchten es mit Rufen und riefen sich, von Lachen begleitet, gegenseitig ihre Kennzeichen zu. 

Von Maren Reese-Winne und Bengta Brettschneider

PA-200 Tornado im Anflug.
Vorbeiflug der P-8A Poseidon: Da riskierten auch die Sicherheitskräfte, die stundenlang am Rande der Zuschauerzone ausharrten, einen Blick.
Drei P-8A sind bereits an die Nordholzer Marineflieger ausgeliefert, insgesamt sollen es acht Maschinen werden. Zwei Zugänge sind noch für 2026 angekündigt.
Auch der neue Marinehubschrauber des MFG 5 aus Nordholz, der NH-90 Sea Lion, zeigte seine Fähigkeiten.
Auch der neue Marinehubschrauber des MFG 5 aus Nordholz, der NH-90 Sea Lion, zeigte seine Fähigkeiten.
Der Mehrzweckhubschrauber NH-90 Sea Lion kann zusätzlich zur drei- bis vierköpfigen Crew bis zu 20 Passagiere aufnehmen.
Auch der neue Marinehubschrauber des MFG 5 aus Nordholz, der NH-90 Sea Lion, zeigte seine Fähigkeiten.
Das Flying Display (Flugvorführung) des Eurofighters nötigte den Zuschauern höchsten Respekt ab.
Es befindet sich nur ein Pilot an Bord.
Nach der Landung zurück zur Parkposition.
Kontrastprogramm: Die P-3C Orion als Vorläufer der P8 war bei den ausgestellten Flugzeugen nicht zu übersehen.
Airbus A319 der Flugbereitschaft des Verteidigungsministeriums.
Während des ganzen Tages herrschte an den Verpflegungsständen Hochbetrieb. Foto: Brettschneider
Dreimal an diesem Tag absolvierten die Fallschirmspringer des Fallschirmjägerregiments 31 aus Seedorf Absprünge über dem Gelände.
Wie an einer Perlenkette folgten sie einander und landeten metergenau vor den Zuschauern.
20 bis 40 Kilo wiegt die Ausrüstung der Fallschirmspringer.
Ausblick von einem der modernsten Tower der Bundeswehr, erst kürzlich in Betrieb genommen.
Die Sea Lynx-Crew demonstrierte das Abwinschen und die Wiederaufnahme einer Person.
Farewell-Vorstellung des Sea Lynx Mk88A, der die Marineflieger bald nach rund 45 Jahren verlässt. Dafür gab's eine Sonderlackierung. Die Seite mit dem Tiger verweist auf den NH-90 Sea Tiger als Nachfolger...
So nah kommt man den Luftfahrzeugen nicht alle Tage.
Stets umlagert: Der A400M der Luftwaffe...
... hier als Dreier-Formation beim Überflug.
Die Formation flog danach zu weiteren Veranstaltungsorten des Tags der Bundeswehr weiter.
Um einen Blick hineinzuwerfen, mussten sich die Interessierten lange anstellen.
Um einen Blick hineinzuwerfen, mussten sich die Interessierten lange anstellen.
Die Sikorsky CH-53, größter Transporthubschrauber der Bundeswehr.
Was man sich so zu erzählen hat mit 30.000 Gästen um sich herum...
Erinnerungsstücke waren begehrt und wurden sorgfältig ausgewählt.
Lokalmatador: Ölaufklärer Do-228 LM aus Nordholz.
Tornado der Fliegerstaffel "Bavarian Tigers" mit Tiger-Sonderlackierung.
Der Tag der Bundeswehr sollte die Streitkräfte in ihrer Gesamtheit zeigen. Auch die Fahrzeuge des Heeres waren dicht umlagert.
Der Tag der Bundeswehr sollte die Streitkräfte in ihrer Gesamtheit zeigen. Auch die Fahrzeuge des Heeres waren dicht umlagert.
Der Tag der Bundeswehr sollte die Streitkräfte in ihrer Gesamtheit zeigen. Auch die Fahrzeuge des Heeres waren dicht umlagert.
In einem kleinen Waldstück wurde das "Leben im Felde" demonstriert.
Zur Not tut es ein kleines Tarp (Schutzplane).
Auch der Fraunhofer-Drohnencampus aus Cuxhaven stellte seine Arbeit vor.
Hier werden Drohnen zur Überwachung und Unterhaltung der Offshore-Windparks erprobt.
Bei der Bundeswehr-Sportfördergruppe konnten Fähigkeiten erprobt werden.
Hier waren Flugzeugfans richtig.
Die Marineflieger riefen und 30.000 Personen kamen.
Umlagert waren auch die Aussteller der Blaulicht-Meile, hier eine Polizeihund-Demonstration.
Aber auch der Roboter-Hund faszinierte und rief Staunen hervor.
Nur der Kopf fehlte, weil sich dort die Sensoren befinden, aber der Roboter-Hund konnte knurren, schnüffeln und sich in die Demutshaltung begeben.
Viel Öffentlichkeitsarbeit für die Bundeswehr.
Hier wurde auch die Fähigkeit im Rettungswesen demonstriert.

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Maren Reese-Winne

Redakteurin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

reese-winne@no-spamcnv-medien.de

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