Große bauen für die Kleinen: Mini-Phänomenta entsteht in Döse
Die Großen gehen voran, damit die Kinder Lust aufs Experimentieren bekommen: Schon der Aufbautag für die Mini-Phänomenta in der Grundschule Döse war mit viel Spaß verbunden. Die Kinder sollen lange etwas von den Geräten haben.
Bevor die Kinder der Döser ihren Spaß an den Experimentierstationen haben können, kamen erstmal die Erwachsenen zum Zug. Sie bauten am vergangenen Montag innerhalb von zwei Stunden neun Geräte auf, die Kindern physikalische Prinzipien begreif- und erfahrbar machen. Und das quasi nebenbei: Die Geräte werden an verschiedenen Orten der Schule einfach da sein, um die Kinder zu animieren, mit ihnen zu experimentieren.
Nicht erklären, nicht helfen
"Und die Lehrer dürfen dabei ausdrücklich nicht erklären und nicht helfen", erzählt Anke Dauter-Kaiser. Die Lehrerin und ihre Kollegin Wiebke Robin horchten direkt auf, als die Phaeno Wolfsburg, ein Wissenschaftsmuseum mit dem Schwerpunkt Experimentieren, wieder eine Schulungsreihe für Lehrkräfte anbot.
Vom ersten Teil in Wolfsburg brachten sie direkt eine erste von ihnen selbstgebaute Experimentierstation mit. Am Montag kamen zahlreiche Eltern sowie Teile des Lehrerkollegiums zum Einsatz. Björn Kaffenberger von der Phaeno, Projektleiter für die Mini-Phänomenta, hatte Bauteile, Anleitungen und Werkzeuge mitgebracht. Alle Holzteile wurden vorab in einer Behindertenwerkstatt zugesägt, gefeilt und verarbeitungsfähig bereitgestellt.

Erstes Exponat zog schon die Blicke auf sich
Unter großem Hallo und mit Unterstützung einiger Kinder entstanden innerhalb von zwei Stunden neun weitere Stationen. Selbstgebackener Kuchen, Kaffee und Süßigkeiten hielten die Konzentration aufrecht. Nebenbei zog die von den Lehrerinnen gebaute Station mit einer glänzenden, hin- und herschwingenden Kugel schon für Aufmerksamkeit. Wie versprochen, verriet Anke Dauter-Kaiser nichts und ermunterte die Kinder, einfach mal zu schauen, was passiert, wenn sie die Kugel in Bewegung bringen.


Stadtsparkasse war sofort überzeugt
Die Stationen würden in der Schule hin- und herwandern, auch mal für einige Wochen fehlen und dann wieder auftauchen, um den Reiz jederzeit groß zu halten, kündigt sie an. Von dem Sinn, auf diese Weise Lernanreize zu schaffen, war auch die Stadtsparkasse Cuxhaven sofort überzeugt. Sie finanzierte die Materialien und Mitarbeiterin Christin Blank zeigte sich begeistert von der geschäftigen Szenerie am Aufbautag.
