Für die ehemalige Nordmark-Halle ist eine neue Nutzung in Sicht: Die neuen Investoren wurden offiziell vorgestellt. Sie sind zugleich Partner eines weiteren bedeutenden Unternehmens im Cuxhavener Hafen und bringen damit frischen Schwung in die Standortentwicklung. Foto: Larschow
Für die ehemalige Nordmark-Halle ist eine neue Nutzung in Sicht: Die neuen Investoren wurden offiziell vorgestellt. Sie sind zugleich Partner eines weiteren bedeutenden Unternehmens im Cuxhavener Hafen und bringen damit frischen Schwung in die Standortentwicklung. Foto: Larschow
Neue Synergien im Hafen

Große Pläne in Cuxhaven: Großer chinesischer Investor kauft ehemalige Nordmark-Halle

von Tim Larschow | 27.05.2025

Die ehemalige Nordmark-Halle in Cuxhaven wurde an einen neuen Investor verkauft. Dieser will schnell mit der Arbeit am Standort beginnen und ist Partner eines großen Unternehmens in Cuxhaven. Die Wirtschaftsförderung der Stadt zeigt sich erleichtert.

Ein weiterer Lichtblick für den Wirtschaftsstandort Cuxhaven: Nach der Schließung des Nordmark-Werks im vergangenen Jahr und der Entlassung aller Mitarbeitenden gibt es nun erfreuliche Nachrichten: Für die leerstehende Halle sowie das zugehörige Grundstück wurde ein neuer Investor gefunden.

Am Dienstag (27. Mai 2025), wurden die neuen Investoren offiziell vorgestellt - sehr zur Freude der Cuxhavener Wirtschaftsförderung und von Oberbürgermeister Uwe Santjer. Er bezeichnete die zügige Wiederbelebung des Areals als einen weiteren wichtigen Impuls für das Deutsche Offshore-Industrie-Zentrum (DOIZ).

Bei den neuen Investoren handelt es sich um die Unternehmensgruppe Jiangsu Zhenjiang New Energy (JZNEE) mit Sitz in Jiangyin City, China. Zur Gruppe gehört unter anderem das Unternehmen Northwind, dessen Firmenschild bereits an der früheren Nordmark-Halle angebracht ist. JZNEE arbeitet schon seit Langem mit Siemens zusammen und ist als Teilelieferant aktiv - eine Rolle, die künftig auch in Cuxhaven eingenommen werden soll. Ende April erwarb das Unternehmen die Halle und das Grundstück im Cuxhavener Hafen. Mit weltweit rund 3.300 Mitarbeitenden zählt die Gruppe inzwischen zu den Hauptlieferanten des Windturbinenherstellers Siemens Gamesa.

Es sollen bis zu 50 neue Arbeitsplätze entstehen

Die Gründungszeremonie fand am Dienstag unter Anwesenheit von Jürgen von Ahnen (Cuxhavener Wirtschaftsförderung), Oberbürgermeister Uwe Santjer sowie Vertretern von Siemens Gamesa statt.

Von Seiten der Investoren waren der Eigentümer von JZNEE, Mr. Hu Zhen, und der neue CEO von Northwind, Mr. Dong, anwesend. "Wir freuen uns sehr auf die Zukunft in Cuxhaven", erklärte Hu Zhen und ergänzt: "Die Idee, hier aktiv zu werden, existiert schon seit Langem - wir haben lediglich auf den richtigen Zeitpunkt gewartet."

Hu Zhen betonte auch, dass man mit dem Engagement in Cuxhaven die lokale Wirtschaft stärken wolle. Geplant sei die Schaffung von bis zu 50 Arbeitsplätzen. "Unser Ziel ist es, lokale Wertschöpfung zu fördern", so Hu Zhen. Auch eine Expansion sei nicht ausgeschlossen. "Die Flächen dafür sind vorhanden", bestätigte Oberbürgermeister Santjer.

Die Investoren ließen durchblicken, dass sie 30 bis 40 Millionen Euro in den Standort Cuxhaven investieren möchten. Der scheidende Siemens-Gamesa-Werksleiter Kristoffer Mordhorst erklärte: "Wir sind froh, mit JZNEE einen starken und erfahrenen Partner vor Ort zu wissen." Die Investoren wollen schnellstmöglich mit der Arbeit beginnen. 

JZNEE wurde im Jahr 2004 gegründet und ist heute ein weltweit tätiges Produktions-, Logistik- und Vertriebsunternehmen. Die Unternehmensgruppe ist spezialisiert auf erneuerbare Energien, insbesondere Windkraft- und Photovoltaikanlagen.

Northwind kommt nach Cuxhaven: Am Dienstag wurde die Eröffnungszeremonie des neuen Produktionszentrums gefeiert - sehr zur Freude von Oberbürgermeister Uwe Santjer (Mitte), der die neuen Investoren herzlich begrüßte. Foto: Larschow
Oberbürgermeister Uwe Santjer überreichte dem neuen Investor und Eigentümer der Unternehmensgruppe JZNEE, Mr. Hu Zhen, als Willkommensgeschenk eine kleine Kugelbake. Foto: Larschow

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Tim Larschow

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