Feuerwehreinsatz im Alten Deichweg: Feuerwehrfahrzeuge sichern das Wohngebäude mit Café in Cuxhaven, während die Ermittlungen zur Rauchentwicklung fortgesetzt werden. Foto: Lütt
Feuerwehreinsatz im Alten Deichweg: Feuerwehrfahrzeuge sichern das Wohngebäude mit Café in Cuxhaven, während die Ermittlungen zur Rauchentwicklung fortgesetzt werden. Foto: Lütt
Blaulicht

Großeinsatz in Cuxhaven: Dichter Rauch und Funkenflug über Wohngebäude mit Café

26.11.2024

Die Feuerwehr Cuxhaven rückte am Dienstag, 26. November, gegen 18.40 Uhr mit rund einem Dutzend Fahrzeuge aus. Im Alten Deichweg hatte ein Zeuge Rauch und Funkenflug über einem Mehrfamilienhaus, in dem im Erdgeschoss ein Café-Betrieb ist, entdeckt.

Marvin Luthardt war mit dem Fahrrad auf dem Weg nach Hause, als er kurz nach 18.30 Uhr von der Deichstraße in den Alten Deichweg einbog und eine dichte Rauchwolke über sich bemerkte. Diese Wolke verteilte sich über den fünfgeschossigen Gebäuden.

Der 22-Jährige stieg vom Rad und erkannte sofort, dass es sich um ein Feuer handeln musste. Dann sah er auch noch Funkenflug über dem Dach des Mehrfamilienhauses, in dem unten im Erdgeschoss ein Café untergebracht ist. Er alarmierte die Feuerwehr. "Dann war auch direkt danach der Akku meines Handys leer", so der Augenzeuge, der froh war, dass er den Notruf noch absetzen konnte. Kaum hatte er das getan, klopfte und klingelte er überall, damit die dort lebenden Menschen über die mögliche Gefahr informiert werden und sie sich ins Freie begeben konnten.

Eine Bewohnerin, die ihre Wohnung im Obergeschoss verlassen hatte, schilderte, dass auch sie den hellen Funkenflug gesehen habe. Vermutlich sei er aus einem rückwärtigen Rohr gekommen, so die junge Frau.

Ein Großaufgebot an Feuerwehrfahrzeugen fuhr zum Alten Deichweg. Foto: Keck

Feuerwehr untersucht verrauchte Bereiche

Unterdessen traf ein Feuerwehrfahrzeug nach dem nächsten ein. Einige Wehrleute gingen ins Gebäude. Offensichtlich haben sie aber kein offenes Feuer entdecken können. Rauchentwicklung war allerdings noch feststellbar, sodass die Feuerwehr den Einsatzort weiter untersuchte.

Am Einsatzort schilderte Thomas Pfeiffer, Einsatzleiter der Feuerwehr, den Verlauf des Geschehens: Die Feuerwehr wurde um 18.34 Uhr von Anwohnern und Passanten alarmiert, die eine deutliche Rauchentwicklung bemerkten, die vom Dach eines Gebäudes ausging. Bei einer ersten Erkundung stellte sich heraus, dass das Café im Erdgeschoss stark verraucht war.

Das zweite Gebäude auf der linken Seite des Alten Deichwegs war betroffen. Foto: Keck

Einsatzleiter Thomas Pfeiffer erklärt die Lage

Die Einsatzkräfte verschafften sich daraufhin Zugang zum Café, das sich ebenfalls in dem Gebäude befindet. Dort konnte schnell Entwarnung gegeben werden: Es lag kein offenes Feuer vor. "Die Verrauchung wurde vermutlich durch einen technischen Defekt an der Röstmaschine verursacht, wobei der Rauch über den Schornstein abgezogen wurde", so Pfeiffer.

Die Feuerwehrleute schienen recht früh erkannt zu haben, dass es nicht zu einem außergewöhnlichen Feuer kommt. Foto. Keck

Die Feuerwehr begann sofort mit den Belüftungs- und Entrauchungsmaßnahmen, um die betroffenen Bereiche wieder zugänglich zu machen. Währenddessen wurde der Dachbereich mithilfe einer Drehleiter kontrolliert, um sicherzustellen, dass sich keine Verrauchung im Bereich des Schornsteins oder des Dachs ausgebreitet hatte. Nachdem keine weiteren Gefahren festgestellt wurden, konnten die Bewohner etwa eine Stunde nach Beginn des Einsatzes um 19.30 Uhr zurück in ihre Wohnungen.

Mit der Drehleiter kontrollieren die Einsatzkräfte den Dachbereich, um sicherzustellen, dass sich keine Verrauchung über den Schornstein oder das Dach ausbreitete. Foto: Francke

Im Einsatz waren die Berufsfeuerwehr Cuxhaven mit zehn Kräften, die Freiwillige Feuerwehr Cuxhaven-Mitte mit etwa 24 Kräften sowie die Freiwillige Feuerwehr Groden mit rund zwölf Kräften. Ergänzt wurde der Einsatz durch zwei Rettungswagen und die Polizei.

Von Frank Lütt und Tamina Francke

Dieser Bus kam nicht durch die Deichstraße, weil die Feuerwehr für den Einsatz im Alten Deichweg die Straße sperrte. Foto: Keck

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