IHK-Präsident Matthias Kohlmann, Anna-Christina Riebau, Leiterin der IHK-Geschäftsstelle Cuxhaven, Kirsten Kronberg, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit der IHK, und Hauptgeschäftsführer Christoph von Speßhardt (v.l.). Foto: Rohde
IHK-Präsident Matthias Kohlmann, Anna-Christina Riebau, Leiterin der IHK-Geschäftsstelle Cuxhaven, Kirsten Kronberg, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit der IHK, und Hauptgeschäftsführer Christoph von Speßhardt (v.l.). Foto: Rohde
Neue Wege gehen

IHK Elbe-Weser will die Erfolgsgeschichte der Region erzählen

von Ulrich Rohde | 16.08.2024

Botschafter der Wirtschaftsregion Elbe-Weser-Region zu sein, sowohl regional als auch national und international, das betrachtet die IHK mit Sitz in Stade als ihre vornehmste Aufgabe.

Die Organisation, die rund 50.000 Mitgliedsunternehmen zwischen Verden und Cuxhaven vertritt, sieht sich verstärkt als Dienstleisterin für die Interessen der Wirtschaft.

Seit Oktober 2022 steht Christoph von Speßhardt für die bereits zuvor eingeleitete Erneuerung der IHK. Seitdem ist er Hauptgeschäftsführer der Körperschaft mit Sitz in Stade. Näher dran an den Mitgliedern, so lautet eine der Maximen der IHK, die Betriebe in fünf großen Flächenlandkreisen versorgt.

Mehr Gewicht für die Ränder der IHK-Region

Symbolisch wird dies durch die Namensänderung deutlich gemacht, die zum 1. Oktober im Zuge der Vollversammlung unter Beteiligung des Präsidenten der Deutschen Industrie- und Handelskammer, Peter Adrian, wirksam wird. Nicht mehr IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum steht dann im Briefkopf, sondern nur noch IHK Elbe-Weser. Dieser symbolische Akt soll auch einen Bewusstseinswandel markieren. Die Ränder im IHK-Gebiet wie etwa Cuxhaven mit seiner von Anna-Christina Riebau geleiteten Geschäftsstelle sollen mehr Gewicht erhalten.

Von Speßhardt, der lange als Geschäftsführer der Auslands-IHK in Australien gearbeitet hat, bringt den pragmatischen Stil von der Südhalbkugel mit. Es wird sich im Haus gedutzt, Überflüssiges landet in der "Bürokratonne", Abläufe werden vereinfacht. "Ein paar Dinge laufen anders", sagt von Speßhardt. Entscheidend aber sei die Bildung von Netzwerken, um der Wirtschaft in der Region neue Perspektiven zu ermöglichen.

"Das Potenzial in Cuxhaven ist riesig"

Delegationen aus Australien oder Irland erleben etwa in Cuxhaven, wie Offshore-Windenergie funktioniert. Andere lernen etwas über die praktische Umsetzung der Wasserstofftechnologie, beispielsweise bei Faun-Umwelttechnik in Osterholz-Scharmbeck, deren Geschäftsführer IHK-Präsident Matthias Kohlmann ist. "Das Potenzial in Cuxhaven mit Offshore Wind oder auch Pharma und Biotechnologie ist riesig", sagt von Speßhardt. "Es wird nur zu wenig darüber gesprochen." Als IHK wolle man dazu beitragen, die Vorteile der Region in die Welt zu tragen. "Wir haben hier eine Erfolgsgeschichte zu erzählen."

"Career Dive" für Schulabschlussklassen

Dazu gehöre es auch, Fachleute in die Region zu locken, das Recruiting zu optimieren, aber ebenso Schulabgängern berufliche Perspektiven aufzuzeigen, so wie es beim "Career Dive" im Oktober den Abschlussklassen der Hauptschule Otterndorf, der Realschule Cuxhaven sowie der Geschwister-Scholl-Schule ermöglicht wird. Vom 22. bis 24. Oktober tauchen Jugendliche vor dem Schulabschluss in die Berufswelt ein.

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