Die Initiatorinnen der Solveg-Börnsen-Ausstellung überreichen der Stadt Cuxhaven einen Spendenscheck in Höhe von 1.730 Euro – bestimmt für das Schloss Ritzebüttel. Von links: Lena Raddatz-Flehnert, Karin Lüdke, Erika Fischer, Petra Wüst, Gabriele Hoffmann, Anke Rösner, Carola Jahn-Schüssler und Claudia Domeyer.
Die Initiatorinnen der Solveg-Börnsen-Ausstellung überreichen der Stadt Cuxhaven einen Spendenscheck in Höhe von 1.730 Euro – bestimmt für das Schloss Ritzebüttel. Von links: Lena Raddatz-Flehnert, Karin Lüdke, Erika Fischer, Petra Wüst, Gabriele Hoffmann, Anke Rösner, Carola Jahn-Schüssler und Claudia Domeyer.
Gedenken an Solveg Börnsen

Kunst mit Nachhall: Ausstellung in Cuxhaven wird zum Geschenk für Schloss Ritzebüttel

von Jens Potschka | 24.06.2025

Fünf Frauen erweckten das Erbe der Künstlerin Solveg Börnsen zum Leben und beschenkten das Schloss Ritzebüttel. Mit einer Spende und einer Ausstellung, die weit mehr zeigte als nur Kunstwerke, setzten sie ein Zeichen der Verbundenheit.

Mit einer Geste von Herzlichkeit und Weitsicht haben die fünf Initiatorinnen der Jubiläumsausstellung zu Ehren der Cuxhavener Kunsthandwerkerin Solveg Börnsen die erfolgreiche Schau beschlossen: Zum Abschluss überreichten sie der Stadt Cuxhaven einen Spendenscheck über 1.730 Euro - zweckgebunden für das Schloss Ritzebüttel.

Ein Vermächtnis in Ton, Farbe und Gemeinschaft

Die Ausstellung "Solveg Börnsen 1925-2021 - Mein Leben war reich, beglückend und beschützt" lockte über Wochen hinweg zahlreiche Besucherinnen und Besucher ins Schloss Ritzebüttel. Sie würdigte das vielseitige Werk einer Frau, deren Keramiken, Zeichnungen und Drucke weit über die Region hinaus geschätzt wurden - und die sich zugleich durch eine seltene Lebensklugheit und tiefe Verbundenheit mit ihrer Umgebung auszeichnete.

Hinter der liebevoll kuratierten Schau standen fünf langjährige Wegbegleiterinnen der 2021 verstorbenen Künstlerin: Dr. Carola Jahn-Schüssler, Anke Rösner, Claudia Domeyer, Erika Fischer und Karin Lüdke. Sie hatten nicht nur Werke aus dem Nachlass Börnsens, sondern auch zahlreiche Leihgaben und persönliche Gegenstände zusammengetragen - mit dem erklärten Ziel, nicht nur das künstlerische Schaffen, sondern die ganze Persönlichkeit Solveg Börnsens sichtbar zu machen.

"Fünf Tanten bringen was mit" - Spende für das Schloss

Zum Finale lud das Kulturamt die Initiatorinnen zu einem Frühstück ins Rathaus. In herzlicher Atmosphäre wurde die besondere Zusammenarbeit zwischen Bürgerinnen und Stadtverwaltung gewürdigt. Kulturdezernentin Petra Wüst sprach von einer "ganz großartigen Idee" und hob die Sorgfalt hervor, mit der die Ausstellung konzipiert und umgesetzt worden sei: "Man hat es gemerkt - eine wirklich schöne, stimmige Ausstellung. Wir sagen einfach: Danke!"

Die Gäste kamen jedoch nicht mit leeren Händen: 1.730 Euro, gesammelt aus dem Verkauf von Börnsens Grafiken und Bildern während der Ausstellung, sollen dem Schloss Ritzebüttel zugutekommen - "aber nur für das Schloss", wie Karin Lüdke betonte. "Vielleicht für Headsets, damit Redner bei Ausstellungen besser zu verstehen sind." Ihr augenzwinkernder Zusatz: "Fünf Tanten bringen tatsächlich was mit."

Ein gelungenes Miteinander auf Augenhöhe

Dr. Carola Jahn-Schüssler hob in ihrem Dank die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Kulturamt hervor: "Sie haben uns wirken lassen - mit großem Vertrauen. Das war nicht selbstverständlich." Und weiter: "Wir wollten keine bloße Objektschau, sondern die Vielfalt von Solveg Börnsens Werk zeigen - und ihren Geist. Das Gästebuch zeigt: Das ist uns gelungen."

Auch der praktische Aufwand der Schau war erheblich - von der aufwendigen Logistik der Leihgaben bis hin zu Informationstafeln. Für all das aber, so die einhellige Meinung der Gruppe, habe sich der Einsatz mehr als gelohnt: "Es hat uns Freude gemacht - auch die Arbeit. Und wir fünf haben wunderbar zusammengearbeitet."

Mit der Spende bleibt nicht nur die Erinnerung an eine besondere Ausstellung lebendig. Auch das Schloss Ritzebüttel - Ort der Ausstellung und langjähriger Wirkungsraum der Künstlerin - wird nachhaltig profitieren. So setzt sich Solveg Börnsens Lebensmotto, das auch Titel der Ausstellung war - "Mein Leben war reich, beglückend und beschützt" - in anderer Form fort.

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Jens Potschka

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