Unweit des Kaemmererplatzes steht seit November 2025 ein "Car-Bike-Port". Foto: Märthe Werder
Unweit des Kaemmererplatzes steht seit November 2025 ein "Car-Bike-Port". Foto: Märthe Werder
blaue Autos für Fahrräder

Mit dem Fahrrad in Cuxhaven unterwegs: Car-Bike-Ports bleiben umstritten

von Märthe Werder | 04.03.2026

Die Fahrradsaison steht vor der Tür: In Cuxhaven können Fahrräder an "Car-Bike-Ports" abgestellt werden - ein solcher Ständer wurde kürzlich versetzt. Die Fahrradständer sorgen für Diskussionen. Ein Blick auf die Kontroversen und Standorte.

Die Temperaturen werden wieder zweistellig und der Winter neigt sich damit dem Ende. Langsam, aber sicher kommt der Frühling in die Region Cuxhaven. Bei besserem Wetter steigen auch wieder mehr Menschen auf das Fahrrad um. In Cuxhaven gibt es viele Möglichkeiten, das Rad abzustellen: Besonders hervor stechen die "Car-Bike-Ports", die immer noch keine breite Akzeptanz finden.

"Car-Bike-Ports" werden die blauen Fahrradständer genannt, die die Form eines Autos haben und an verschiedenen Stellen in Cuxhaven aufgestellt wurden. Die Anschaffung der Car-Bike-Ports wurde im Juli 2022 durch die Politik, auf Antrag der Gruppe SPD/Grüne/Linke und der Fraktion "Die Cuxhavener", beschlossen. Der erste "Car-Bike-Port" wurde dann im November 2022 durch die Stadt in der Rohdestraße installiert.

Fahrradständer können den Standort wechseln

Inzwischen gibt es in Cuxhaven sechs Fahrradständer dieser Art. "Die Konstruktion der Car-Bike-Ports ist darauf ausgelegt, dass die Befestigung und ein Wechsel des Standortes mit geringem Aufwand möglich ist", erklärt Marcel Kolbenstetter, Pressesprecher der Stadt Cuxhaven, auf Anfrage von cnv-medien.de. Die Ständer seien mit Dübeln im Boden befestigt.

Pro Fahrradständer bezahlte die Stadt damals 5600 Euro an die Firma Cyclehoop. Jeder Ständer bietet Platz für zehn Fahrräder und passt bei einer Länge von 4,10 Metern genau in eine Parklücke. Ein Jahr nach der Anschaffung berichtete die Stadt Cuxhaven von einer regelmäßigen Nutzung vor dem Bürgerbüro, an der Holstenstraße und in der Rohdestraße. Von cnv-medien.de befragte Passanten teilten diese Ansicht jedoch nicht. Die Fahrradständer würden nicht auffallen. Am häufigsten würden Kinder darauf spielen und klettern.

Der Ständer aus der Rohdestraße wurde Anfang November 2025 versetzt: Er befindet sich nun in der Deichstraße direkt vor der Hermine. "Gerade zu Hochzeiten ist für Fahrradfahrende die Achse zwischen Kaemmererplatz und Hafen eine beliebte Strecke", begründet Kolbenstetter die Entscheidung. Daher sei der Fahrradständer, als zusätzliche Abstellmöglichkeit, in diesen Bereich versetzt worden. Im Gegensatz zur Rohdestraße werde der Ständer in Duhnen viel genutzt, versichert Kolbenstetter. Der Fahrradständer an der Rathausstraße sei besonders für Menschen geeignet, die ins Bürgerbüro wollen, erklärt er. Konkrete Nutzungszahlen zu den jeweiligen "Car-Bike-Ports" kann Kolbenstetter als Stadt-Pressesprecher nicht liefern.

Dieser Fahrradständer am Ende der Deichstraße muss wegen der Bauarbeiten für das Deichband bald weichen. Foto: Märthe Werder

Aktuelle Standorte der Car-Bike-Ports:

    • Deichstraße/Kaemmererplatz
    • Holstenstraße/Am Wehl (vor dem Kino)
    • Rathausstraße (vor dem Bürgerbüro)
    • Duhner Allee (vor dem Restaurant Björns Beach)
    • Altenbruch Ortsmitte
    • Deichstraße (Ende)

Der Fahrradständer am Ende der Deichstraße werde demnächst an einen neuen Standort versetzt - Grund dafür seien die Arbeiten für das Deichband, blickt Kolbenstetter voraus. Wohin der Ständer versetzt werde, sei aktuell noch in der Klärung.

"Ich finde die Fahrradständer furchtbar, die passen gar nicht hier rein", meint das am "Car-Bike-Port" vorbeikommende Ehepaar Hölzel aus Otterndorf. Die Hölzels finden die gewählte Stelle am Kaemmererplatz eher unpassend. "Wie fährt man da überhaupt rein?", fragen sie sich. Der Fahrradständer steht relativ nah an der Bordsteinkante. Allgemein findet das Ehepaar das generelle Angebot und auch die Größe des Ständers gut. "Wenn die aber so teuer sind, dann sollte auch ein vernünftiger Standort gefunden werden."

"Der Platz ist ungünstig. Er ist zu weit weg von den Örtlichkeiten", meint hingegen Ehepaar Schipp, das mit dem Fahrrad in die Stadt gefahren ist, um in der Drogerie einzukaufen. Ihre Fahrräder parken die beiden Cuxhavener vor dem Laden. Den Ständer am Ende der Deichstraße finden die Schipps ebenfalls ungünstig gewählt. "Wenn ich da vorbeifahre, will ich zur Alten Liebe oder in die Grimmershörnbucht." Dort brauche man daher keine Abstellmöglichkeit für sein Fahrrad.

Ziemlich nah am Bordstein befindet sich das blaue Auto in Höhe der Hermine. Foto: Märthe Werder

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Märthe Werder

Volontärin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

mwerder@no-spamcuxonline.de

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